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Kürzlich haben wir auf diesem Blog eine Analyse der Einkommensentwicklung in Wien auf Bezirksebene zwischen 2002 und 2011 präsentiert. Wie hier nachzulesen, zeigt sich, dass es bereits 2002 starke Unterschiede in Bezug auf Einkommen nach Bezirken gegeben hat (bezogen auf durchschnittliches Jahrespersonennettoeinkommen). Seither gibt es Tendenzen zunehmender Polarisierung: Einkommen in ärmeren Bezirken sind weniger stark gewachsen als in reicheren Bezirken. Der 1. Bezirk ist besonders auffallend, mit überproportional starken Einkommenszuwächsen. (Siehe den alten Blogeintrag für methodische Anmerkungen und eine genauere Erläuterung der Ergebnisse).

Basierend auf ein wenig Datenspielerei haben wir unsere Berechnungen jetzt in zweierlei Weise verfeinert. Erstens haben wir die Einkommensdaten inflationsbereinigt, um Schlüsse ziehen zu können über reale Einkommensentwicklungen. Zweitens haben wir die Veränderungen von 2002 bis 2011 nach Bezirken in einer gemeinsamen Karte dargestellt zum besseren Überblick. (Karte siehe unten)

Das Ergebnis ist interessant. Es zeigt sich, dass nur im 1. Bezirk die realen Einkommen in Wien de facto gestiegen sind. Der 6.7. und 3. Bezirk oszillieren um 0% Veränderung (zwischen -2.5 und +2.5%). In allen anderen Bezirken sind die Einkommen zwischen 2002 und 2011 gesunken.

Die Karte unterstreicht auch die zunehmende Polarisierung: Während tendenziell in den inneren Bezirken (innerhalb des Gürtels) die Einkommen weniger stark sinken, bzw. sogar steigen, fallen sie in den äußeren Bezirken stark ab. Die Verluste sind dabei besonders hoch in 2002 bereits ärmeren Bezirken außerhalb des Gürtels, nämlich dem 10. 12. und 17. Bezirk.

einkommen_inflber2002-2011

Wie derstandard.at berichtet, hat ein Team an der WU übrigens den gleichen Datensatz analysiert. Die Ergebnisse geben zusätzlichen Aufschluss über die Einkommensverteilung INNERHALB der Bezirke. Auf dieser Karte hier, kann man für die einzelnen Bezirke sehen, wie die Einkommensverteilung nach Einkommenssegmenten aussieht. Auffallend ist hier zum Beispiel dass im 1. Bezirk relativ gesehen immer noch viele ärmere Haushalte wohnen, mit einem Jahresnettoeinkommen < 10.000€. Alte Mietverträge zu vergleichsweise günstigen Konditionen spielen hier möglicherweise eine Rolle, dass diese Haushalte noch immer dort wohnen können. Der gleichzeitig hohe Anteil an reichen Haushalten macht den 1. Bezirk übrigens zum ungleichsten in ganz Österreich.

 

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Nach Agenda Austria gibt es jetzt einen zweiten neo-liberalen Think Tank in Österreich, der verstärkt in den Medien hofiert wird. ProMarktwirtschaft nennt sich der Zusammenschluss von Ökonomen, der eine “Plattform zur Meinungsäußerung für alle Ökonomen” bietet, “die der Überzeugung sind, dass

  • das marktwirtschaftliche System bei fairen Rahmenbedingungen der Politik die größten Produktivkräfte entfaltet.
  • staatliche Intervention nur als Ultima ratio ein Lösungsansatz ist, wenn sie der Abwendung größerer Schäden dient und/oder hohe soziale Kosten Folge einer unterlassenen Intervention wären.
  • die Lösungskompetenz des Marktes jener der Politik in der Regel überlegen ist, weshalb die Politik auf die Einrichtung und Einhaltung der Spielregeln der Marktwirtschaft Wert legen sollte.”

Die Überzeugung des Werts der Marktwirtschaft findet sich auch in der Beschreibung der teilnehmenden Personen, wo eines der Mitglieder zum Beispiel schreibt er “bezeichnet sich selbst als Neoliberalen und ist von der Bedeutung des Marktes in seiner Funktion als wichtigster Regulator von Angebot und Nachfrage zu vernünftigen Preisen und damit grundlegende Voraussetzung für funktionierende Volks­wirtschaften überzeugt. Mehr Markt, weniger Staat, lautet sein Credo.” Der Herr ist übrigens, laut eigener Beschreibung, auch Vorsitzender der Geschäfts­führung der Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft mbH.

Für den Wohnungsmarkt gibt es auch schon erste Empfehlungen der Plattform. DiePresse versorgt uns damit:

http://diepresse.com/home/meingeld/immobilien/1591659/Experten_Mietkontrollen-erhohen-die-Mieten?_vl_backlink=/home/meingeld/immobilien/index.do

In Kurzversion: keine Überraschungen. Mehr Neubau und De-regulierung des privaten Mietwohnungsmarkt sollte es geben. Die Argumentation für letzteres ist allerdings spannend: Man müsse sehen, dass die Mieten in regulierten Wohnungen nicht signifikant niedriger sind als in nicht regulierten. Auch die befristeten Wohnungen sind nicht signifikant niedriger als in unbefristeten. Das stellt die Regulierung in Frage.

In der Tat, das greift ein Kernproblem des derzeitigen Mietrechts auf. De jure SOLLTEN in beiden Fällen die Mieten nämlich signifikant niedriger sein. Offensichtlich wird aber diese Regel von den Vermietern großflächig nicht eingehalten und es werden zu hohe Mieten verlangt. Wieso das ein Argument sein sollte, die Regulierung abzuschaffen, geht aus dem Zeitungsartikel nicht hervor. Im Sinne der Zielsetzungen von ProMarktwirtschaft sollte vielleicht die Politik stattdessen rigider “auf die (…) Einhaltung der Spielregeln der Marktwirtschaft Wert legen“.

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Eine spannende Sendung zu mietwucher gibt’s jetzt auf ORF2 um 21:05:

 

http://orf.at/stories/2225553/2225558/

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Sozial-räumliche Polarisierung bezeichnet die zunehmende Auseinanderentwicklung unterschiedlicher Viertel in einer Stadt entlang sozioökonomischer Merkmale, wie z.B. Bildung, Stellung im Beruf oder Einkommen. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit letzterem, i.e. der Polarisierung nach Einkommen.

Einkommensbezogene sozial-räumliche Polarisierung hat in vielen westlichen Städten seit den 1970er Jahren zugenommen. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Globalisierung und die Restrukturierung von städtischen Arbeitsmärkten hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft mit zunehmend auseinanderdriftenden Einkommen spielt eine Rolle. Anders gesagt, veränderte Strukturen des Arbeitsmarkts führen dazu, dass die Einkommen reicherer Haushalte zunehmend schneller wachsen als jene von ärmeren Haushalten. Ein anderer wichtiger Faktor betrifft den Wohnungsmarkt. Deregulierung und Kapitalisierung städtischer Wohnungsmärkte verstärkt sozial-räumliche Polarisierung. Mit dem zunehmenden Rückzug von Mietrechsregulierungen und sozialem Wohnbau einerseits und der steigenden Investition in attraktive Nachbarschaften andererseits, übersetzen sich soziale Polarisierungstendenzen zunehmend in räumliche Strukturen. Vereinfacht gesagt:Es gibt zunehmend attraktive Nachbarschaften mit hohem Wohnwert, die von reicheren Haushalten nachgefragt werden, und ärmere Haushalte, die sich das Wohnen in diesen Nachbarschaften immer weniger leisten können, bzw. aufgrund von Deregulierung weniger gut vor Marktkräften geschützt sind.

Vor einigen Tagen hat Mark Byrnes auf diesem Blog hier einen interessanten Beitrag zur Debatte veröffentlicht. Er zeigt, wie sich in Chicago die Einkommen über die letzten 40 Jahre auf Zählbezirksebene entwickelt haben. Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: Die reiche Innenstadt in Chicago wird immer reicher, während ärmere Teile der Stadt zurückbleiben.

In diesem Beitrag möchte ich einen kurzen Blick auf die Entwicklung in Wien zwischen 2002 und 2011 werfen. Sozial-räumliche Polarisierung ist in Wien historisch gesehen auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Gründe dafür finden sich in der Arbeitsmarktstruktur, aber auch in sozialstaatlichen Maßnahmen, sowie in der interventionistischen Wohnungspolitik, die sozial-räumliche Mischung befördert hat. Doch wie hat sich die sozial-räumliche Struktur in Wien in den letzten Jahren entwickelt? Gibt es ähnliche Tendenzen wie in Chicago zu beobachten? Sind in Wien ebenfalls die reicheren Viertel reicher geworden und die Ärmeren ärmer?

Daten und Methode

Ich verwende für meine Analyse neue Daten aus der Lohnsteuerstatistik. Für die Jahre 2002 bis 2011 enthält das Datenset die durchschnittlichen Jahresnettoeinkommen von Personen nach Wiener Gemeindebezirken. Die Nettoeinkommen haben den Vorteil, dass unterschiedlich hohe Steuerbelastungen bereits herausgerechnet sind. Die Durchschnittswerte bringen Probleme mit sich: Erstens werden sie von Ausreißern nach oben und unten verzerrt. Andererseits, und damit zusammenhängend, geben sie keinen Aufschluss über die Streuung der Werte. Nichtsdestotrotz ermöglichen sie eine erste Annäherung an die gegebene Fragestellung.

In einem ersten Schritt vergleiche ich die Absolutwerte für das Jahr 2002, um herauszufinden, in welchen Bezirken die Einkommen hoch sind und in welchen niedrig. In einem zweiten Schritt berechne ich die relative Position der einzelnen Bezirke zum Wiener Durchschnittswert. Hierfür beziehe ich für jeden Bezirk den gegebenen Wert der durchschnittlichen Jahresnettolohnsumme auf den nach Bevölkerung gewichteten Durchschnittswert der gesamten Stadt. Ein Vergleich dieser relativen Anteile über die Zeit ermöglicht zu erkennen, wie sich die sozialräumliche Struktur nach Einkommen entwickelt hat.

Die Ausgangssituation: die sozial-räumliche Struktur nach Einkommen in Wien im Jahr 2002

Im Jahr 2002 zeigt die Einkommensverteilung nach Bezirken ein diverses Bild. Am meisten verdienen die Bewohner_innen des ersten Bezirks. Hier liegt das durchschnittliche Jahresnettoeinkommen bei 25.463€. Dicht gefolgt wird der 1. Bezirk vom 13. und 19. Bezirk. Am unteren Ende der Einkommen befinden sich die Bewohner_innen des 15. Bezirks. Das Durschnittseinkommen liegt hier bei 14.999€. Nur knapp höher sind die Einkommen im 20. Bezirk. Die Spannweite zwischen reichstem und ärmstem Bezirk ist beachtlich: Im Schnitt hat eine Person im 15. Bezirk rund 10.000 pro Jahr weniger zur Verfügung als eine Person im 1. Bezirk. Relativ gesehen verdient erstere im Schntt rund 59% des Einkommens einer Person im 1. Bezirk.

 

Einkommen 2002 in Wr. Gemeindebezirken
Bezirk Jahresdurschnittseinkommen in € Rang
1. Bezirk                                                      25.463 1
13. Bezirk                                                      23.914 2
19. Bezirk                                                      22.469 3
23. Bezirk                                                      20.799 4
18. Bezirk                                                      20.413 5
4. Bezirk                                                      20.325 6
8. Bezirk                                                      20.108 7
14. Bezirk                                                      19.511 8
9. Bezirk                                                      19.106 9
22. Bezirk                                                      18.915 10
6. Bezirk                                                      18.724 11
3. Bezirk                                                      18.701 12
7. Bezirk                                                      18.429 13
21. Bezirk                                                      17.977 14
17. Bezirk                                                      17.604 15
12. Bezirk                                                      16.950 16
11. Bezirk                                                      16.742 17
10. Bezirk                                                      16.707 18
2. Bezirk                                                      16.439 19
16. Bezirk                                                      16.330 20
5. Bezirk                                                      16.258 21
20. Bezirk                                                      15.696 22
15. Bezirk                                                      14.999 23

 

 

Die Entwicklung seit 2002

Seit 2002 sind klare Veränderungen erkennbar. Das durchschnittliche Einkommen in der Stadt stieg zwischen 2002 und 2011 von 18.800€ auf 21.700€. Dieses Wachstum ist allerdings nicht gleich auf die Bezirke verteilt.

Zwischen 2002 und 2005 wächst das durschnittliche Einkommen relativ zum gesamtstädtischen Durchschnitt stark im 1., 3., 6., 7. und 13. Vor allem die 2002 bereits reicheren Bezirke innerhalb des Gürtels haben also überdurchschnittliche Zugewinne. Zwischen 2005 und 2011 fallen vor allem die Bezirke 15., 16. und 10. zurück. Vor allem also 2002 bereits ärmere Bezirke außerhalb des Gürtels verlieren relativ gesehen. Im Vergleich von 2002 und 2011 ist eine stärkere sozial-räumliche Polarisierung nach Einkommen verglichen mit 2002 erkennbar. Insbesondere die positive Entwicklung der inneren Bezirke im Gegensatz zur negativen Entwicklung der gürtelnahen äußeren Bezirke ist auffallend. Die untenstehenden Karten verdeutlichen diese Entwicklung zwischen 2002 und 2005 bzw. 2005 und 2011. Die Tabelle unten zeigt die relative Entwicklung der Einkommen über die gesamte Periode 2002 bis 2011.

2002 2005

2011

Auffallend in der untenstehenden Tabelle ist vor allem der starke relative Anstieg der Einkommen im 1. Bezirk. Gemessen am gesamtstädtischen Durchschnitt sind sie zwischen 2002 und 2011 um 28% gestiegen. In absoluten Zahlen verdient eine Person im 1. Bezirk im Jahr 2011 im Schnitt um 8800 € mehr als noch 2002. Das sind – auf Monate umgerechnet – ungefähr 70€ netto mehr jedes Monat. Im Vergleich, im 15. Bezirk, dem ärmsten im Jahr 2002 ist das Durschnittseinkommen lediglich um 1400€ gestiegen – ungefähr 12€ netto mehr jedes Monat. (alle Absolutwerte nicht bereinigt um Inflation)

Veränderung Einkommen 2002 -2011 in Wr. Gemeindebezirken, relativ zum gesamtstädtischen Durchschnitt
Bezirk Veränderung Rang
1 28% 1
7 9% 2
3 5% 3
6 4% 4
13 4% 5
4 3% 6
18 3% 7
22 3% 8
9 3% 9
8 3% 10
2 1% 11
5 1% 12
11 0% 13
21 0% 14
19 0% 15
16 -1% 16
23 -1% 17
14 -2% 18
17 -2% 19
20 -2% 20
15 -3% 21
12 -4% 22
10 -5% 23

 

 

Conclusio und verbleibende Fragen

Die Analyse zeigt, dass auch in Wien sozial-räumliche Polarisierung nach Einkommen beobachtbar ist. In Bezirken mit bereits hohem Einkommen 2002 waren die Anstiege tendenziell höher als in jenen mit niedrigen Einkommen. Hierbei ist vor allem auffallend, dass es eine Entwicklung gibt, dass Bezirke innerhalb des Gürtels relativ gewinnen, während jene außerhalb, die an den Gürtel grenzen, zunehmend verlieren. Die Zugewinne in den Einkommen waren im 1. Bezirk, dem Bezirk mit den mit Abstand höchsten Einkommen bereits 2002, besonders stark.

Auf Basis dieser Analyse kann man keine Schlüsse über das “warum” ziehen in Bezug auf die steigenden Polarisierungstendenzen. Somit bleiben hier offene Fragen. Die Restrukturierung des Arbeitsmarkts, die zunehmende Ansiedlung von Dienstleistungsbetrieben insbesondere im Finanzsektor in der Stadt, spielen mit Sicherheit eine gewichtige Rolle (Stichwort Manager- vs. Angestelltengehälter). Anders gesagt, reichere Personen haben zunehmend mehr verdient als ärmere und da diese beiden Gruppen auch traditionell in verschiedenen Teilen der Stadt wohnen, zeigt sich die Einkommenspolarisierung auch zunehmend im räumlichen Muster. Diese Erklärung hat allerdings Grenzen. Mitzudenken ist, dass es auch Mobilität am Wohnungsmarkt gibt. Die starken durchschnittlichen Einkommenszuwächse in den inneren Bezirken lassen auch den Schluss zu, dass es hier einen steigenden Zuzug von reicheren Haushalten gibt, während ärmere Haushalte zunehmend ausziehen (müssen). Diese Hypothese deckt sich mit Sicherheit mit den kürzlichen Entwicklungen am Wohnungsmarkt. Hier gibt es, vor allem in der Innenstadt, eine steigende Dichte an “Luxuswohnungen” und Zuzug reicherer Haushalte. Gleichzeitig gewinnen lagebezogene Kriterien in der Mietpreisfestsetzung im Kontext einer Deregulierung des privaten Mietwohnungsmarkts kontinuierlich an Bedeutung. Die hohen Preise für Luxuswohnungen bringen damit, über den Umweg des Bodenpreises,  zunehmend auch ärmere MieterInnen unter Druck (z.B. über das 1994 eingeführte System der Lagezuschläge, siehe hier).

 

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Ein neuer Tag, ein neuer Zeitungsartikel zu Wohnen in Österreich. Heute stammt er aus der Zeitung Die Presse und lässt mit der folgenden Überschrift aufhorchen: “Freier Wohnungsmarkt würde Mieten senken“. Der Kern des Artikels: Eine neue Studie belege, dass es eine optimale Lösung für die derzeitigen Wohnungsprobleme in Österreich gäbe. Der Schlüssel dazu? Eine Deregulierung des Wohnungsmarkts. Sie würde dazu führen, dass Investitionen steigen und damit auf die lange Dauer  auch die Mieten sinken, da sich Angebot und Nachfrage einpendeln. Anders formuliert: Investitionen sähen – soziale Gerechtigkeit ernten. Gehts der Wirtschaft gut, gehts uns allen gut.

Bei genauerem Nachdenken überrascht der Artikel doppelt. Er überrascht zuerst einmal empirisch. Neu bereitgestellte private Mietwohnungen in Österreich (nach 1953) obliegen de jure als auch de facto keinen Mietzinsbeschränkungen. Private Investoren können also schon lange neue Wohnungen zur Verfügung stellen, ohne dass diese mietrechtlich beschränkt wären. Der Mietzins ist hier “frei vereinbar”. Dem Gedankengang der Studie folgend könnte man erwarten, dass Investoren in diesem Segment über die letzten 60 Jahre ausreichend Wohnraum zur Verfügung gestellt haben. Sodass sich Angebot und Nachfrage eingependelt haben. Aber wieso haben wir dann überhaupt noch Diskussionen über zu hohe Mieten bzw. über Mieten, die sich eine steigende Zahl von “Nachfragern” nicht leisten können?

Die schrittweise stattgefundene Deregulierung des Mietrechts für Altbaubestände (vor 1953 gebaut) seit den 1980ern scheint die These der Studie ebenfalls zu widerlegen. Die Einführung von Richtwertmietzins und von Vertragsbefristungen – zwei zentrale Zugeständnisse an VermieterInnen – haben in der Tat zu einem Ansturm an Investitionen in den österreichischen und vor allem den Wiener Wohnungsmarkt geführt. Diese Ertragslücken haben Wohnungssanierung zu einem lukrativen Geschäft gemacht und viele Anleger aus anderen Wirtschaftsbereichen in den Wohnungsmarkt gelockt. Doch ohne steigende Mieten keine hohen Renditen. Die von der Studie prophezeiten Mietsenkungen sind ausgeblieben. Ganz Im Gegenteil zeigt sich: Seit den Deregulierungsmaßnahmen sind Mieten drastisch gestiegen. In Wien sind sie in den letzten 10 Jahren in keinem Segment so stark gestiegen wie im privaten, deregulierten Altbaubestand. Hier stiegen die Mieten um 67 % in den 2000ern – weit mehr als der allgemeine Anstieg in der Stadt um knapp über 35 %. Weit mehr auch als die durchschnittlichen Einkommen. Hätte die Stadt Wien nicht seit 2008 die Wohnbeihilfe auch für private Mietwohnungen ermöglicht, wären die Wohnungsprobleme in der Stadt noch umfassender. Was in Österreich bzw. Wien passiert ist im Rahmen der Deregulierung, folgt nahtlos internationalen Referenzbeispielen. Deregulierung, vor allem in vormals stark regulierten Segmenten, ermöglicht lukrative Möglichkeiten zur Kapitalakkumulation durch die Abschöpfung von Deregulierungsmieten. Ein langfristiges “Einpendeln” von Angebot und Nachfrage? Empirisch bisher nicht nachgewiesen.

Während also die zitierte Studie in Der Presse aus empirischer Sicht aufhorchen lässt, tut sie das auch theoretisch. Der Annahme eines langfristigen Gleichgewichtszustands auf Wohnungsmärkten liegt die Annahme eines perfekt funktionierenden Markts zugrunde. Hier treffen sich Anbieter und Nachfrager und beide stimmen sich aufeinander ab – zumindest langfristig – und es herrscht perfekte Allokation.  Daher, so auch die zitierte Studie, führen niedrigere Baustandards auch nicht zu schlechteren Wohnungen. Denn die Nachfrager würden diese nicht akzeptieren. Grotesk ignoriert wird hier jegliche wissenschaftliche Erkenntnis über die Imperfektion von Wohnungsmärkten. Immobilität des Gutes, fehlende Austauschbarkeit, fehlende Transparenz, die Wichtigkeit von Präferenzen, Diskriminierung bei der Wohnungssuche: all diese Charakteristka von Wohnungsmärkten führen dazu, dass der theoretische Gleichgewichtszustand nicht mehr als eine Illusion ist. Das Wohnungsangebot richtet sich nicht nach dem Bedarf bzw. den Bedürfnissen, sondern nach den Möglichkeiten für Erträge bzw. Rendite. Am sozialen Auge ist der Wohnungsmarkt blind. Auch aus theoretischer Perspektive überrascht daher die Studie umfassend.

Nicht überraschend ist die zitierte Studie allerdings, wenn man sieht wer dahinter steht. Die Agenda Austria, ein in der Selbstbeschreibung “unabhängiger, aber nicht neutraler” Think Tank, will “Lösungen im Sinne der Marktwirtschaft aufzeigen”. Ex-Presse Wirtschaftsredakteur Schellhorn hat sich mit Gleichgesinnten zusammengetan um mit “wissenschaftlich fundierten Studien” zu einem “Kulturwandel” beizutragen  (lies Lobbyismus für Kapitalinteressen). Der erste Beitrag zum Wohnungsmarkt aus dieser Denkfabrik lässt Böses erahnen. Versteckt hinter dem Label der “wissenschaftlichen Studie” handelt es sich hier um einen perfiden Angriff auf jahrzehntelang erkämpfte Rechte für soziale Gerechtigkeit am österreichischen Wohnungsmarkt. Das sollte hier klar gesagt werden.

 

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Wohnen als Ware? Die Ideologie eines neo-liberalen Wohnungsmarkts verbreitet sich schrittweise, auch in Wien. Zum Beispiel, wenn einem das UBahn-Magazin suggeriert, heute sollte sich jeder auskennen darin, wie man am besten seine Rechte als Wohnungseigentümer gegenüber MieterInnen durchsetzt.

 

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Die Serie “Wohnen in Wien – Einblick ins Verborgene” wirft einen genaueren Blick auf unterschiedliche Dimensionen der derzeitigen Wohnungsprobleme in Österreichs Haupstadt. Während sich Teil 1 der Serie, den es hier, nachzulesen gibt, mit dem Thema Delogierungen beschäftigt hat, geht es heute in Teil 2 um das Thema Obdachlosigkeit.

Johannes Puchleitner hat sich mit Mag. Markus Reiter, Leiter des ‘neunerhaus’ getroffen. Das neunerhaus ist eine Sozialorgansiation mit Sitz in Margareten, die obdachlosen Menschen unkompliziert Zugang zu Unterkunft verschafft, um damit ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Wohnen zu ermöglichen.

Im Interview spricht Reiter über die Ausbreitung der Obdachlosigkeit in Wien, die heute zunehmend auch Leute aus mittleren Schichten betrifft. Seit 2006, ist die Zahl der Personen, die jährlich von der Wohnungslosenhilfe betreut werden von 5.000 auf 10.000 angestiegen. Reiter erzählt auch über neue Ansätze, wie soziale Organisationen in der Stadt versuchen, mit dieser Situation umzugehen und gibt Einblicke in die Zusammenarbeit mit der Politik.

„Obdachlosigkeit ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen.“

Wenn wir über stadtpolitische Prozesse in Wien sprechen, kommt man kaum umhin die ambivalente Rolle der Stadt hervorzuheben. Zum einen herrscht ja noch immer ein starkes Bild von sozialer Inklusion vor; gerade im Vergleich zu anderen Städten, in denen der Wohnungsbestand schon längst privatisiert wurde, steht Wien noch relativ gut da. Zum Anderen gab es auch hier Veränderungen. Meine Frage nun, wie wirken sich diese Veränderungen auf eure Arbeit im neunerhaus aus?

Vorneweg möchte ich sagen, dass ich schon den starken Eindruck habe, dass es eine gemeinsame Anstrengung seitens der Stadtpolitik sowie auch der NGO´s gibt, Wohnen bzw. Wohnpolitik wieder verstärkt als Sozialpolitik zu verstehen. Das macht Wien aus und deswegen ist es auch wieder im Fokus der politischen Debatte. Ausgehend von einer Phase des neoliberalen Mainstreams der letzten 20-30 Jahre, die auch die Wohnpolitik nicht ausgelassen hat, versucht man wieder davon weg zu kommen, Wohnpolitik als Ware zu sehen. Ich glaube das begreift Rot-Grün in Wien jetzt und das ist auch spürbar. Aber es spießt sich noch in mehreren Punkten, u.a. im Mietrecht. Aber das ist nicht der einzige Punkt. Das andere sind die Budgetmittel, denn seit der Wirtschaftskrise sind die Kassen knapp. Wobei man sagen muß, dass seitens der Stadt in den letzten Jahren mehr investiert wurde als an Wohnbaufördergeldern vom Bund reingekommen ist.

Das heißt die Stadt investiert eh…

 Der soziale Wohnbau wurde in den letzten 10-20 Jahren stark von den Genossenschaften und den Gemeinnützigen geprägt, nachdem es ja seit 2004 keinen Neubau im Gemeindebau mehr gibt. Und hier wurde lange Zeit nur für die Mittelschicht gebaut. Auch die Gemeinnützigen sehen das jetzt.

Es gibt derzeit ca. 30.000 Vormerkscheine für den Gemeindebau. Das heißt es haben sich 30.000 Menschen für jährlich 8.000 günstige Gemeindewohnungen beworben. Da passt was nicht.

Inwiefern hängt die Einkommensentwicklung mit den derzeitigen Verhältnissen zusammen?

 Eine globale Entwicklung ist für mich der Rückgang der Einkommen. Wenn ich in den untersten Einkommensdezilen in den letzten 10 Jahren reale Einkommensverluste habe, männliche Arbeiter sogar bis zu minus 40% ihres Einkommens verlieren, wie sollen sich dann aufgrund der immer geringer werdenden Einkommen die Menschen ihre Wohnungen leisten können?

Was  bedeutet denn für dich leistbarer Wohnraum, was heißt das allgmein für euch als neunerhaus? Ihr seit ja auch stark von der Politik bzw. von den poltischen Rahmenbedingungen abhängig, oder?

Nein, wir sind nicht von der Politik abhängig. Wir sind davon abhängig, dass der Wohnungsmarkt funktioniert, im Sinne von, dass es genügend leistbare, kleine, kompakte Wohnungen gibt. Natürlich können wir sagen, all unser Tun ist von der Politik abhängig, aber es ist eher Sozialpolitik als Wohnpolitik. Strukturell gesehen geb ich dir aber recht. Andererseits streben wir auch eine fachliche Veränderung an. Für „Housing First“ stellt sich nämlich nicht nur die Frage, ob es genügend Wohnungen gibt.

Du hast gerade von „Housing First“ geredet. Kannst du uns bitte kurz erkären, was das ist? Welche Strategien wendet ihr da an?

„Housing First“ ist ein international erfolgreicher Ansatz den wir gerade nach Wien bringen. Housing First heißt, Menschen, die wohnungslos werden, sofort wieder in eine eigenständige Wohnung zu vermitteln wo der Mietvertrag auf sie läuft. Wir versuchen so rasch als möglich eine normalisierte Wohn- bzw. Lebensumwelt wiederherzustellen. Wohnen kann nämlich jeder Mensch, das verlernt man eigentlich nicht. Es ist ein Irrglaube die Menschen zuallererst wieder zum wohnen befähigen zu müssen. Vielmehr muß man sie dazu befähigen all ihre vorhandenen Probleme zu bearbeiten. Unsere Betreuer_innen und Sozialarbeiter_innen kommen dann zu Besuch und arbeiten mit den Menschen solange wie notwendig und so kurz wie möglich. Dann ziehen wir uns wieder aus der Betreuung zurück, aber der Mensch bleibt in der eigenen Wohnung.

Kurz zum Mietrechtsgesetz und der Einführung von befristeten Mietverträgen: Gibt es von deiner Seite Forderungen an die Politik, diese Veränderungen wieder rückgängig zu machen, z.B. die Befristungen wieder aufzuheben…

Ich glaube nicht, dass es Sinn macht zu sagen, machen wir alles wieder so, wie es früher war. Ich versteh auch Inverstoren die sagen, wenn ich ein Zinshaus bzw. ein Haus saniere und Geld ausgebe, muß ich das auch wieder rein bekommen. Ich sehe, dass wir eine Ungleichverteilung im Mietrecht haben, ich bin auch für eine Mietzinsregulierung und für eine Abschaffung der befristeten Mietverträge bzw. eine finanzielle Schlechterstellung von befristeten Mietverträgen. Aber eigentlich bin ich dafür, dass wir ein neues Mietrecht schreiben, nur traut sich das keiner zu, aus Angst, er könnte was verlieren. Das gilt es eigentlich zu überwinden.

Du hast einmal gesagt, dass ein Großteil eurer Klient_innen auf den Gemeindebau angewiesen sind. Warum ist das so?

Knapp 90% der Menschen, die aus der Wohnungslosenhilfe in eine eigenständige Wohnung ziehen, sind auf Gemeindewohnungen angewiesen. Und die Fallzahlen steigen, allein 50% in den letzten fünf Jahren in der gesamten Wohnungslosenhilfe. Wir sind jetzt in Wien bei knapp 10.000 Menschen die im Jahr betreut werden und die Zahl wächst weiter. Das Problem ist, dass wir derzeit einfach nicht mehr Wohnungen bekommen. Wir sind in etwa bei 700 Wohnungen die wir jährlich vermitteln können, von denen ein Großteil Gemeindewohnungen sind. Keine Alternative sind die ansonsten günstigen Genossenschaftswohnungen, da sich niemand Eigenmittel von 40.000-50.000€ leisten kann.

Inwiefern ist die Architektur, und damit mein ich im speziellen die Wohnungsgrößen und auch die gestiegenen Standards der Wohnungen ein Thema?

Man darf nicht vergessen, dass sich in den letzten 20 Jahren die durchschnittliche Wohnungsgröße verdoppelt hat, d.h. Wohnungen, die in den 90er Jahren oder im letzten Jahrzehnt gebaut wurden, sind für unsere Leute unerschwinglich, eben auch auf Grund der Wohnungsgrößen und nicht nur aufgrund der Standards. Beim Neubau ist uns eine optimale Flächenutzung durch intelligente, kompakte Grundrisse wichtig, nicht zu klein, aber auch nicht zu groß. Die Gesamtkosten sind für uns natürlich auch wichtig, da kommt dann auch die ökologische Komponente mitrein. Am Ende ist aber eine gute Durchmischung unterschiedlicher Wohnungstypen das, was zählt.

Stichwort Obdachlosigkeit. Ist eine Veränderung von deiner Seite feststellbar? Gibt es neue Zielgruppen? Hast du Gründe für die zuletzt steigenden Zahlen?

Wohnungslosigkeit ist ein Problem, dass mitten in unserer Gesellschaft angekommen ist. Das Bild hat sich gewandelt, als dass wir nicht mehr von dem Obdachlosen, als dem verwahrlosten, betrunkenen, langbärtigen Mann, der in der Mariahilferstraße sitzt, reden. Vielmehr sind das Menschen wie du und ich, Familien, Alleinerziehende usw., die kommen und sagen, wir haben uns die Wohnung nicht mehr leisten können und wir schaffen es nicht, am Markt eine neue Wohnung zu finden. Weil wenn du Mindestsicherungsempfänger bist, bist du beim Makler der Letzte. Auch hat sich das System der Wiener Wohnungslosenhilfe in den letzten 10-15 Jahren so gut entwickelt, dass wir die Menschen rascher erreichen und damit auch jenen begegnen, denen man Obdachlosigkeit eben nicht ansieht.

Weiters stellen wir in der Wohnungslosenhilfe ein massives Ansteigen der Hilfesuchenden fest. Wir waren 2006 bei knapp 5000 Fällen in Wien und sind jetzt bei 10.000. Das ist eine enorme Entwicklung. Wenn dann der Wohnungsmarkt eben nicht die Angebote hat, den Menschen, die kurzfristig eine kleine, billige, einfache Wohnung brauchen, weil sie ausziehen haben müssen, aus welchen Gründen auch immer, dann landen sie bei uns. In einer Krisensituationen, wo sie nicht mehr ein und aus wissen.

Kannst du uns vielleicht Beispiele nennen?

Wir haben Schicksale von Einzelunternehmern die in Konkurs gegangen sind, die teilweise monatelang in ihrem Geschäftslokal in einem Hinterzimmer auf der Couch gewohnt haben. Wir haben immer mehr junge Menschen, die sich bei Freunden oder Bekannten finanziell durchschlagen. Oder auch Frauen, die Zweckbeziehungen mit Männern eingehen, um den Schein zu wahren. Bis es dann halt irgendwann nicht mehr geht.

Inwiefern gibt es noch Kapazitäten bei euch? Oder sind die Grenzen schon erreicht?

Eine Kollegin von mir, von einem anderen großen Träger hat gerade gemeint, dass es notwendig wird, eine gemeinsame Kraftanstrengung mit der Stadt in Richtung mehr leistbaren Wohnraum zu forcieren, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass das System kollabiert. Wir kriegen immer mehr Leute rein, aber wir haben einfach nicht mehr Plätze.

Welche Lösungsansätze, Optimierungsvorschläge und Forderungen habt ihr an die Stadt? Wie soll die Zusammenarbeit in Zukunft ausschauen, wie soll man die Stadt in die Verantwortung holen?

Die Stadt ist in der Verantwortung. Und die Stadt ist auch schon mittendrinnen. Unser Positionspapier des Dachverbandes der Wiener Sozialeinrichtungen wurde von Rot-Grün angenommen. Die Stadträtin Wessely sagt, dass sie unsere Anliegen voll und ganz unterstützt. Es werden jetzt erstmal Gespräche anlaufen und wir werden schauen, was wir im Sozialressort tun können, was kann im Bereich Fonds Soziales Wien und der Sozialämter getan werden, um unsere Klient_innen bei den Anmietungskosten zu unterstützen. Wie können wir ein Modell finden, um Kautionen oder Eigenmittel zu finanzieren. Wie können wir sicherstellen, dass es überhaupt eine Zugang zu leistbaren, günstigen Wohnungen gibt.

Ihr seit auch gerade dabei eine Plattform für eine Wohnungsvermittlung einzurichten, oder?

Wir basteln auf Initiative vom neunerhaus gemeinsam mit anderen Trägern, den Stadtabteilungen und den gemeinnützigen Bauträgern an einer Plattform um entsprechenden Wohnraum zu schaffen und Barrieren beim Zugang abzubauen. Speziell für soziale Notfälle, für Menschen die delogiert worden sind, versuchen wir rasch und unbürokratisch, mit der entsprechenden Betreuung  unsererseits, Wohnungen zu vermitteln. Das hat gerade erst begonnen und das ist die Zukunft, auf das bauen wir. Wir hoffen auch, dass die Wohnungswirtschaft unsere Anliegen hört, dass man auch versucht, die Privatwirtschaft in die Verantwortung zu holen. Und nicht nur als Sponsor. Die Zukunft ist, dass wir alle zusammenarbeiten müssen, das Kooperationen und Netzwerke entstehen. Das betrifft Ressorts, Verwaltungen, Abteilungen und auch die NGO´s. Wir sitzen in einem Boot.

 

Markus Reiter ist Gründer und Geschäftsführer des Vereins neunerhaus. Eine Kurzversion des Interviews erschien in einem Schwerpunkt zur Wiener Wohnpolitik in der Printausgabe 64 der Zeitschrift malmoe.

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  1. […] Noch nicht genug? Weiter gehts. Auch fehlt ein Hinweis auf die rasant steigende Obdachlosigkeit in der Stadt. Ja, die Anzahl an Personen, die eine Schlafstelle für Obdachlose in Anspruch genommen haben ist allein von 2006 bis 2010 um 45% gestiegen. Obdachlosigkeit ist “in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen”, so Markus Reiter, Leiter des Neunerhauses, in einem Interview auf diesem Blog. Zum Nachlesen: KLICK. […]

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Radio dérive hat sich dem Thema Gentrification in Wien gewidmet und letzten Dienstag eine Sendung zum Thema ausgestrahlt. Neben einem Studiogespräch mit Mara Verlic und Justin Kadi gibt es kurze Radioclips von Studierenden der TU Wien zu hören, die sich im Rahmen der Lehrveranstaltung “Gentrification – Key concepts and current debates” im letzten Semester  Gentrifizierungsprozessen rund um den Karmelitermarkt gewidmet haben.

Nachzuhören gibt es die Sendung hier: http://cba.fro.at/244612

Die Sendungsbeschreibung liest sich wie folgt:

Gentrifizierung: Unfair, aber normal? 
Int. Diskurse, Widerständigkeiten, politische Verantwortung

Gentrifizierung ist als Schlagwort im Zusammenhang mit städtischen Entwicklungen in aller Munde. Der wissenschaftliche Begriff zur Beschreibung von Aufwertung und Verdrängung ist in Folge der Etablierung der unternehmerischen Stadt wie auch im Zuge der Finanzkrise im allgemeinen Diskurs angekommen: Kein Artikel zu Wohnungsmarkt und Immobilienkrise ohne Gentrifizierungsbegriff.

Dabei herrscht international nach wie vor ein Ringen um die Bedeutungshoheit: Von der kritischen Stadtforschung eindeutig  als unerwünschtes und für die Entwicklung der Städte und ihre BewohnerInnen negatives Phänomen eingestuft, wird speziell im anglo-amerikanischen Raum versucht, Gentrifizierung positiv zu besetzen: Aufwertung als Glücksversprechen an die Stadt und ihre BewohnerInnen – oder zumindest an jene, die es sich leisten können.

Grundsätzlich befindet sich die kritische Gentrifizierungsforschung in einem Dauerdilemma: Sobald nachweisbar, ist es für die Stadtviertel bereits zu spät. Auch in Wien, wo von offizieller Seite beharrlich darauf verwiesen wird, dass die Uhren aufgrund der großen Wohnbautradition grundsätzlich anders ticken, fehlt es an substanziellem Datenmaterial, um wissenschaftlich fundierte Aussagen zu treffen. Doch die Zeichen häufen sich, dass sich auch in Wien immer weniger Menschen zentrale Wohnungslagen leisten können und Verdrängung schleichend stattfindet.

Radio dérive im Gespräch mit den StadtforscherInnen Mara Verlic und Justin Kadi von der TU Wien über internationale Gentrifizierungsdiskurse, Wiener Besonderheiten, neoliberale Wohnpolitik, Widerstand und politische Verantwortlichkeiten. (http://cba.fro.at/244612)

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  1. robert poth says: 03.09.201301.17

    Ich wohne seit fast 30 Jahren im Yppenviertel/Brunnenviertel, das ja auch seit Jahren “aufgewertet” wird. Meinem zunehmenden Ärger über die laufenden Prozesse und die Rahmenbedingungen (Wohnbau-/Wohnungspolitik etc.) habe ich mittlerweile versucht, in Form von Videos Luft zu machen. Das sind natürlich amateurhafte Hüftschüsse. Aber vielleicht führen sie dazu, dass diesbezüglich einmal etwas Gewichtigeres produziert wird. Die ersten beiden Videos (“going bobo”) gibt’s auf Youtube; bloß Yppenviertel” eingeben.

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Für alle, die sich für Themen wie Gentrifizierung, Immobilienkrise und Stadtentwicklung interessieren strahlt ARTE am Donnerstag, 30.5. um 23:30 eine interessante Doku aus. Die Beschreibung von “Betongold – Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam” liest sich wie folgt:

Das Haus in Berlin-Mitte, in dem Regisseurin Katrin Rothe lebt, bekommt wechselt eines Tages den Besitzer. Dieser Investor erscheint zunehmend als übermächtiger Feind, dem die Mieter hilflos gegenüber stehen – trotz ihrer Mietverträge. Eine Dokumentation über den europäischen Immobilienboom, Angst und die Unsicherheit der Betroffenen.

Vor sechs Jahren wurde die globale Finanzkrise durch amerikanische Immobilienkrediten ausgelöst. Jetzt droht die nächste Immobilienblase: In Europa investieren Anleger nicht mehr in Aktienfonds, sondern in sogenanntes Beton-Gold. Vor allem in den Großstädten ist die Nachfrage riesig, die Quadratmeterpreise für Wohnraum explodieren. Wenn ein Haus in die Hände eines Investors fällt, heißt das für die Mieter Angst und Unsicherheit. Im Briefkasten landen Abmahnungen, Kündigungen, Räumungsklagen. Nur ohne die Altmieter lassen sich aus den Wohnungen lukrative Anlageobjekte machen. Zwar schützt das deutsche Recht die Mieter, aber das wird in der Realität immer weiter ausgehöhlt. Auch das Haus in Berlin-Mitte, in dem die Regisseurin Katrin Rothe lebt, bekommt eines Tages einen neuen Besitzer. Es ist ein Investor, spezialisiert auf “einzigartige Wohnungsbauten in Toplagen” und “Wohnhäuser mit Entwicklungspotenzial”. Bei ihren Recherchen stößt sie auf Firmen, die mit dubiosen Mitteln arbeiten. Es ist eine neue Welt, mit der sie da konfrontiert wird. Der Investor erscheint zunehmend als übermächtiger Feind, dem die einzelnen Mieter hilflos gegenüber stehen – trotz gültiger Mietverträge. Der Dokumentarfilm erzählt emotional und berührend die Geschichte einer Hausgemeinschaft, die plötzlich in den Strudel des Immobilienhypes gerät. Mit ihrer Kamera hält die Ich-Erzählerin den monatelangen Kampf der Mieter gegen Einschüchterungen und Schikanen fest. Was sie nicht filmen darf, zeichnet sie. Bei den Besichtigungsterminen unterscheiden sich die Kaufinteressenten kaum von den bisherigen Mietern. Auch sie gehören zur Mittelschicht, auch sie sind Getriebene der Finanzkrise, auch sie versuchen nur, ihr Geld existenzsichernd anzulegen. Für Solidarität mit den Mietern bleibt da kein Platz. Die Filmemacherin thematisiert den schleichenden städtischen Umbau der Eigentumsverhältnisse und zeigt dabei auch die innere Zerrissenheit der Betroffenen, denen – wenn sie nur schnellstmöglich ausziehen – immer höhere Abfindungen angeboten werden. Doch was tun mit all dem Geld? Eine Wohnung anzahlen, Schulden machen? Selbst in Beton-Gold investieren? (ARTE.tv)

 

 

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Heute war es also soweit. Es gab den ersten BürgerInnendialog  zum neuen Stadtentwicklungsplan in Wien. Eine Veranstaltung der Stadt Wien, unter Federführung von Maria Vassilakou, in dem BürgerInnen aktiv an der Gestaltung des STEP 2025 teilnehmen sollen. Gelebte Demokratie, also. Zumindest auf dem Papier. Aber dazu später ein bisschen mehr. Hier erst einmal ein paar generelle – persönliche – Eindrücke der Veranstaltung.

Die Location

Statt findet der Dialog “Wien wohin? Stadt entwickeln” im Wiener Odeon. Als ich reinkomme ist der Saal gesteckt voll. Später erfahre ich, dass es mehr als 350 Leute sind, die gekommen sind. Sitzplätze gibt es keine mehr. Die Moderatorin weist freundlich darauf hin, dass man sich auch vorne auf den Boden oder auf die Sessel hinter ihr auf der Bühne setzen kann – macht keiner. Nach kurzem Begrüßungsstatement der Vizebürgermeisterin, gefüllt mit grünen Wahlkampfforderungen wie etwa leistbarem Wohnraum, einer autofreien Stadt und – keine Überraschung – BürgerInnenbeteiligung, wird kurz das Format erklärt. Und dann kann es schon los gehen. Erster Programmpunkt: ExpertInneninputs.

Die Inputs

Die vier Inputs sind angelegt auf jeweils sieben Minuten. Halten daran werden sich schlussendlich nur zwei der vier RednerInnen. Drei der vier Inputs bleiben reichlich allgemein, einer wird sehr – wohl fast zu – spezifisch. Die drei allgemeinen drehen sich um die “soziale Dimension der Stadt” (es sollte schlussendlich lediglich um eine kurze Erläuterung von demographischen und segregationsbezogenen Trends in Wien gehen), um Freiraum (ein akademisch angehauchter Input über den Zusammenhang von gesellschaftlichen Werten und Freiräumen), und schließlich um irgendetwas mit Nachverdichtung, Grünraum, Asphalt und Hochhäusern – es bleibt mir bis zum Schluss unklar. Der vierte Beitrag schließlich – der etwas zu spezielle – behandelt den Zusammenhang von Architektur und Bildung. Da war wohl noch ein Vortrag in der Schublade…

Schön ist zu hören, dass – wenn auch zaghaft – ein paar kritische Töne anklingen. Einmal fällt sogar das Wort Gerechtigkeit. Die Rednerin druckst ein bisschen herum und entschuldigt sich fast es aufs Tapet zu bringen. Sie meint, dass sie sich jetzt einfach traue dieses große Wort auszusprechen. Sie erwähnt kurz die Frage nach Verlierern in der Stadtentwicklung. Mir kommt es fast kritisch vor. Ist ja durchaus was besonderes bei Veranstaltungen der Stadt Wien zum Thema Stadtentwicklung was Kritisches von offiziellen RednerInnen zu hören. Bei einer der letzten Veranstaltungen, die das Europaforum für die Stadt organisierte – Visionen fürs Wohnen oder so – musste ich sehr grinsen diesbezüglich. Da war der Herr Wurm eingeladen, der Sprecher der gemeinnützigen Bauträger. Alle RednerInnen sollten nur 4-5 Minuten reden. Herr Wurm wollte seine kurze Präsentation ein bisschen rechtfertigen, weil er doch viel auslassen würde. Er meinte, er habe, ganz nach den Vorgaben der VeranstalterInnen alles kritische aus der Präsentation rausgelassen. Hihi. Ein Schelm. Alles verraten. Heute hat eine Gerechtigkeit gesagt. Aber da waren wir schon. Nächster Programmpunkt: der BürgerInnendialog.

Der BürgerInnendialog 1

Nach den Inputs geht der Dialog so richtig los. Es soll abgestimmt werden mit elektronischen Geräten aus dem Publikum. Die Fragen werden vorne eingeblendet. Nicht alle haben Geräte. Ich auch nicht. Der Moderatorin versucht ein bisschen zu witzeln um zu überspielen, dass anscheinend viele garnicht mitstimmen können. Fragen gibts dann drei. Nachverdichtung oder Bauen auf der grünen Wiese? Ist Wachstum gut für die Lebensqualität oder nicht? Und dann mein Highlight: Soll die Stadt Wien in den nächsten Jahren massiv in Bildungs, Freizeit- und Sozialinfrastruktur investieren? Ich fühl mich ein bisschen wie bei der Volksbefragung. Ein wenig suggestiv die Frage. Die Moderatorin merkts auch. Lacht ein bisschen. Die Leute murmeln. Ein paar lachen. Aber es wird abgestimmt. Das Ergebnis ist uninteressant. Wie auch die Fragen. Neben mir sitzen ein paar jüngere Leute, die auch lachen. Weiter gehts. Nächster Programmpunkt: der BürgerInnendialog 2.

Der BürgerInnendialog 2

Jetzt gibt es zwei Fragerunden vom Publikum an die ExpertInnen. Immerhin. Bei der Wohnvisionveranstaltung waren Fragen explizit untersagt – “nicht Teil des Formats”. Es sollen aber trotzdem Fragen bleiben, keine Statements. “Keine Referate”, warnt die Moderatorin.

Die Fragerunde kommt langsam in Gang. Es dreht sich ein bissl was um einen BürgerInnenrat – wohl ein anderes Beteiligungsgremium von dem ein paar Leute da sind. Dann ein bissl was zu Widmungen und fehlender Beteiligung bei Projekten “auf der Wiesen”. Die Thematik ist total breit. So auch die Fragen. Der junge Mann neben mir rutscht herum. Er will unbedingt was sagen. Berät sich kurz mit seinem Nachbarn. “Sollen wir?”. “Ja, sicher.” Es wird noch ein bisschen dauern bis er was sagen kann. Je länger die Fragerunde dauert, desto kritischer werden die Meldungen. Am meisten Applaus bekommt ein Mann, der auf die Dummheit der gestellten Abstimmungsfragen hinweist. “Bitte intelligente Fragen”. Dann die etwas kritischeren Wortmeldungen: Versiegelung von Flächen, Verdrängung aus Gründerzeitvierteln, und mein Nachbar mit einer Frage zu Freiflächen für Landwirtschaftsinitiativen. Ein Herr, der ansetzt eine – fast schon radikale – Frage nach der Arbeitslosigkeit anzusprechen wird unterbrochen von der Moderatorin. “Ihre Minute ist um”. Dann die Antworten der ExpertInnen.

 Der Bürgerinnendialog 3

Die Antworten der ExpertInnen – die vier RednerInnen plus Vassilakou – sind kurz. Sie haben nicht viel Zeit. Der zweite Moderator – irgendein ORF Typ – verkennt ein bisschen seine Rolle und urteilt welche Fragen er zulässt, weil er sie als stadtentwicklungsrelevant befindet. Die Frage wie die Stadt Arbeitsplätze sicher kann? “Wohl kein Einfluss der Stadt – halte ich deshalb für irrelevant”. Total fehl am Platz.

Dann wird die Rednerin mit der Gerechtigkeit aufgefordert was zum Thema Verdrängung zu sagen. Sie entschuldigt sich nochmal fast ein bisschen, dass sie es genannt hat. Meint aber es ist schon wichtig. Aber vielleicht nicht Gerechtigkeit als Ziel. Vielleicht eher die Verhinderung von Ungerechtigkeit. Hmm. Das würde dann wohl wirklich jeder unterschreiben. Wer ist denn für Ungerechtigkeit bitte?

Dann soll die Vizebürgermeisterin zusammenfassen was sie mitgenommen hat. Das ganze soll ja einfließen in die Verfassung des Stadtentwicklungsplans – so die Zielvorgabe am Anfang des Abends. Die Abstimmungsfragen nimmt sie eher nicht mit. Sie entschuldigt sich ein bisschen für die suggestive Frage mit den öffentlichen Investments. “Finde ich auch ein bisschen komisch”. Das find ich jetzt aber irgendwie komisch. Ist doch ihre Veranstaltung? Wieso findet sie die Fragen komisch? Naja. Sie fasst zusammen. Witzig. Sie nimmt genau das mit, was sie am Anfang schon gesagt hat. Leistbares Wohen, BürgerInnenbeteiligung… und sie betont, dass BürgerInnenbeteiligung schwierig ist. Danke. Sollte man reinschreiben in den STEP.

Das Highlight

Das Highlight kommt aber vor Vassilakous Schlussrede. Der “Dialog”, der ja nie ein Dialog war, weil niemand aus dem Publikum der eine Frage gestellt hat auf die Antwort reagieren konnte, ist zu diesem Zeitpunkt bereits vorbei. Es sind keine Fragen mehr aus dem Publikum zugelassen. Dann tritt kurz der “technische Direktor” der Stadtplanung auf. Herr Madreiter. Stellt sich vor als der Chef der Gruppe Planung in der Baudirektion. Vorher hat gerade die Rednerin mit der Gerechtigkeit die Ungerechtigkeitssache gesagt.

Was nimmt der Herr Madreiter mit? Ich bin gespannt. Er ist direkt. Sagt was Sache ist. Finde ich gut. Gerechtigkeit? Ja, das denken sie natürlich schon mit in der Stadt. Wir wollen, dass es gerecht zu geht. Und dann: Wissen sie, meint er, sie müssen schon sehen, dass eine Standortpolitik schlussendlich wichtig ist. Es ist im Interesse aller, dass jeder Standort der bestmöglichen Nutzung zugeführt wird. Die Standorte mit der besten Ausstattung sollen bestmögich genutzt werden.

Die Sache mit von Thünen

Ha, jetzt ist es also raus. Mir fällt ein Artikel zu Gentrifizierung ein. Von Tom Slater. So ein britischer Geograph. Kritischer Typ. Echt jetzt. Der Artikel heißt: Why I want the von Thünen model to become not true. Von Thünen hatte dieses neoklassiche Ringmodell von Städten entworfen. Innen die teuersten Nutzungen, nach außen hin abfallend. Die politische Implikation? Organisieren wir die Stadt danach, dass die beste Nutzung in der Innenstadt ist, wohnen die Armen am Rand, die Reichen in der Stadt. Klar, die Reichen können ja mehr zahlen. Eine bessere Nutzung ist das Luxuspenthaus als der Gemeindebau. Deswegen meint Slater he wants the model not to become true. Me neither. Madreiter wohl schon.

Der Typ neben mir lacht. Vassilakou will eine abschließende Abstimmungsfrage. Sie wills ohne Abstimmungsgerät. Mit aufzeigen. Wollen sie eine Innenstadt ohne Autos? Die Leute stimmen in der Tat ab. Einer aus dem Publikum schreit, dass die Frage  intelligent ist. Vassilakou ist zufrieden. Ich gehe.

7 comments
  1. roman says: 23.05.201301.35

    Wie es aussieht wenn man Thünen mit zunehmender Ungleicheit mischt kann man wohl in Schweden beobachten:

    http://www.taz.de/Brennende-Autos-in-Stockholm/!116665/

  2. UrbaniZm says: 23.05.201301.41

    roman said:

    Wie es aussieht wenn man Thünen mit zunehmender Ungleicheit mischt kann man wohl in Schweden beobachten:

    http://www.taz.de/Brennende-Autos-in-Stockholm/!116665/

    at 01.35 on 23.05.2013
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  3. Christoph says: 24.05.201310.53

    Lieber Justin, ich war auch dort und kann dir weitgehend zustimmen. Die Standortaussage von Madreiter hab ich allerdings so in Erinnerung, dass er sich konkret und ausschlie

  4. UrbaniZm says: 24.05.201311.11

    Christoph said:

    Lieber Justin, ich war auch dort und kann dir weitgehend zustimmen. Die Standortaussage von Madreiter hab ich allerdings so in Erinnerung, dass er sich konkret und ausschlie

    at 10.53 on 24.05.2013
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  5. justin says: 24.05.201311.24

    Lieber Christoph. Der comment ist leider nicht ganz angekommen – könntest du ihn nochmal senden?

  6. UrbaniZm says: 24.05.201311.41

    justin said:

    Lieber Christoph. Der comment ist leider nicht ganz angekommen – könntest du ihn nochmal senden?

    at 11.24 on 24.05.2013
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  7. […] 2010 zeigt es sich auch verstärkt am Wiener Mietwohnungsmarkt. (Auf diesem Blog gab es übrigens HIER bereits eine Kritik des von Thünen Modells als planerisches Leitbild für die Wiener […]

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