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Im Namen des Departments für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung, TU Wien, laden wir herzlich zum untenstehenden Vortrag von Andrej Holm ein.

Neuordnung des Städtischen – Wohnungsfragen im 21. Jahrhundert

Unternehmerische Orientierungen der Stadtpolitik, eine Internationalisierung ortgebundener Investitionen und eine wachsende Fragmentierung von Interessen unterwerfen nicht nur die Stadtentwicklung einem ständigen Anpassungsdruck sondern haben auch das Verständnis von Stadt als Integrationsmaschine und Ort der kollektiven Konsumption verändert. Die Neuordnungen des Städtischen sind vielfach mit dem Trend von sozialen und sozialräumlichen Polarisierungen verbunden und bilden den Hintergrund von vielfältigen gesellschaftlichen Konfliktlinien. Am Beispiel der Wohnungsversorgungssysteme sollen die aktuellen Entwicklungswege und Folgen der kapitalistischen Urbanisierung exemplarisch dargestellt werden. 

Zur Person: Andrej Holm ist Stadtsoziologe und forscht an der Humboldt Universität Berlin zu den Themen Gentrification, Wohnungspolitik im internationalen Vergleich und Europäische Stadtpolitik.

Gerade vor dem Hintergrund der hohen Aktualität städtischer Wohnungsfragen, die sich auch an der gestiegenen öffentlichen Aufmerksamkeit rund um das Thema in den letzten Monaten zeigt, freuen wir uns, dass wir mit Andrej Holm einen ausgewiesenen Experten für die Thematik für einen Vortrag gewinnen konnten.

Donnerstag, 6.12. 18.00h –  TU Wien – Hauptgebäude, Hörsaal 7 Schütte Lihotzky

2 comments
  1. @AndrejHolm says: 06.12.201217.47

    Wien: gleich gehts los: “Neuordnung des Städtischen – Wohnungsfragen im 21. Jahrhundert” Veranstaltung an der TU http://t.co/o6DAuPA0

  2. […] 06. Dezember 2012 | 18:00 | TU-Wien | Hauptgebäude | Hörsaal 7 | Konferenz: Neuordnung des Städtischen – Wohnungsfragen im 21. Jahrhundert […]

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Das Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien läd im Rahmen des “Kolloquiums aus Geographie und Regionalforschung” zu einem Vortrag von Prof. Dr. Axel Borsdorf, Institut für Geographie, Universität Innsbruck, unter dem Titel:

Veränderungen der Stadtstruktur von Santiago de Chile als Folge der Globalisierung

am Mi, 31. Oktober 2012, 18.15 Hörsaal 5A – Institut für Geographie und Regionalfoschung – Universität Wien
Universitätsstr. 7/5 1010 Wien

Chile verfolgt seit 1974 als erstes Land Lateinamerikas eine neoliberale Wirtschaftsstrategie. Die seither verstrIchenen knappen 40 Jahre haben zahlreiche Veränderungen in der Sozial-, Wirtschafts-, Raum- und Bevölkerungsstruktur hervorgerufen. Sie zeigen sich in besonderer Weise in der Hauptstadt des Landes, in der 40 % der Chilenen leben. Die Globalisierung führt, wie Scholz (2002) darstellte, zu fragmentierender Raumentwicklung. Am Beispiel Santiagos lässt sich zeigen, dass seine Modellvorstellung verfeinert
werden muss. Anhand der Verteilung von Gated Communities und der Verteilung von Hotels und Geschäften der Luxuskategorie, der Entstehung neuer ummauerter Städte im Umland und Gentrizierungstendenzen im Zentrum
sowie der internationalen Einwanderung soll ein tieferes Verständnis des Globalen Wandels in der Stadt Lateinamerikas vermittelt werden, die den globalen Marktkräften am längsten unterliegt.
Axel Borsdorf, geb. 1948, studierte Geographie, Germanistik, Geologie sowie Vor- und Frühgeschichte an den Universitäten Göttingen, Valdivia/Chile und Tübingen, wo er 1976 promoviert wurde und sich 1985 habilitierte. Gastprofessuren führten ihn nach Eugene/OR, Bangkok, Santiago de Chile, Tamaulipas/Mexiko und Bern. Seit 1991 lehrt und forscht er an der Universität Innsbruck, war 1999-2006 Direktor des Instituts für Stadt- und Regionalforschung und ist seither Direktor des Instituts für Gebirgsforschung der ÖAW. Er ist Herausgeber bzw. Mitherausgeber verschiedener Zeitschriften, darunter sind 5 im Web of Science referenziert. Seine Interessen liegen thematisch in der Siedlungsgeographie und der Gebirgsforschung, regional in den Alpen, Europa und Lateinamerika.

Organisiert von Franz Holawe und Aleksandra Tyjan Institut für Geographie und Regionalforschung
Universität Wien

 

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Gestern wurde von JP Immobilien der erste so genannte “Wiener Grätzelbericht” vorgestellt. Der im Rahmen einer Veranstaltung am Yppenplatz präsentierte Bericht, versteht sich selbst als Guide für rentable zukünftige Anlagemöglichkeiten am Wiener Immobilienmarkt. In den Worten von JP Immobilien liest sich das so:

“Der vorliegende Bericht zeigt vier Grätzel mit langer guter Tradition, für die sich, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, ein Aufschwung voraussagen lässt. Stadteile also, wo es sich lohnt zu investieren oder sich anzusiedeln, sei es als Unternehmen, sei es als Privatperson.”

Vorgestellt werden in dem Bericht das Gebiet rund um den Hauptbahnhof – sowohl 1) Arsenal als auch innere Favoritenstraße bzw. Sonnwendviertel -, 3) das mittlerweile wohl bereits kräftig aufgewertete Gebiet rund um den Yppenplatz (in dem JP Immobilien anscheinend aber immer noch schlummerndes Investitionspotenzial vermutet), sowie 4) das Gebiet rund um den Westbahnhof. Interessanterweise liegen drei der vier Gebiete rund um ein Bahnhofsgroßprojekt. Diese dienen laut JP Immobilien Chef Müller als Impulsgeber. Des weiteren teilen alle vier Gebiete ein Charakteristikum: “eine heruntergekommene Gegend, die mit billigen Mieten Studenten und Kreative lockt”, wie diePresse Müller von der Berichtspräsentation zitiert. Man könnte wohl denselben Satz auch aus einem Gentrification-Lehrbuch zitieren.

Es sind diese vier Gebiete in Wien, für die also JP Immobilien das größte Renditepotenzial für die nächsten Jahre (aus)lobt. Interessant ist vor allem, mit welchen Charakteristika der Bericht Investoren in die vier Gebiete anlocken will. Der Brunnenmarkt zum Beispiel wird als “kulturell, künstlerisch und kulinarisch” beworben. Die türkische Prägung des Viertels wird dabei aus heutiger Sicht durchaus als ein “Asset” gesehen. Allerdings ist sie das anscheinend erst im Rahmen der Aufwertungsprozesse der letzten Jahre geworden. Denn:

“War das Eck bis vor zehn Jahren noch vorwiegend von Wienern türkischer Abstammung bewohnt, hat die Aufwertung von Brunnen und Yppenmarkt durch kreative Köpfe aller Nationen und ihre originellen Ideen innerhalb kürzester Zeit für eine frische Völkervielfalt gesorgt – ohne den Charme türkischer Geselligkeit und Lebenslust zu verlieren.”

Die ironischerweise auch in dieser Formulierung implizite Tatsache, dass die Aufwertungsprozesse der letzten Jahre zu einer Verdrängung türkischer Haushalte aus dem Viertel geführt haben, wird – nicht überraschend – in dem Bericht mit keinem Wort erwähnt. Vielmehr wimmelt es von Metaphern und Formulierungen, die Stadtentwicklung als natürlichen Prozess darstellen – eine Perspektive auf Stadtentwicklung, in der Verdrängung per se nicht existiert. Ein Beispiel findet sich gleich auf Seite 2:

“Weil aber Städte sich fortentwickeln wie lebendige Organismen, verändern sich auch die Lebensbedingungen in den Grätzeln.”

Interessanterweise hat der Bericht auch in den Tageszeitungen seinen Widerhall gefunden. Derstandard.at als auch diePresse berichten heute. Während derstandard.at lediglich eine Analyse bietet hat die Presse auch einen zweiten Artikel mit einem überraschenden Titel: “Beispiel Brunnenmarkt: Die Schattenseiten des Hypes”. Noch interessanter liest sich der Artikel, in dem Johannes Gilge, seinesgleichen Chef der Stadtforschungsabteilung in der MA18, befürchtet, dass es im Rahmen der Aufwertungsprozesse der genannten Viertel in den nächsten Jahren zu Verdrängung von einkommensschwachen Haushalten kommen könnte. Der Artikel deutet darauf hin, dass auch im Rathaus ein Umdenken über die Problematik der Verdrängung stattfindet. Bisher gab es dazu eine klare Haltung der Stadt: Verdrängung bzw. Gentrifizierung gibt es in Wien aufgrund des starken Mietrechts nicht.

Währenddessen dreht sich im übrigen die öffentliche Debatte rund um das Thema steigender Mieten in Städten weiter. In Deutschland findet man mittlerweile beinahe wöchentlich sogar einen dazugehörigen Tagesschau Beitrag. Der heutige findet sich hier.

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Am Samstag hat Radio Orange 94.0 die Sendung “Widerhall” der aktuellen städtischen Wohnungskrise gewidmet. Zu hören gibt es ein Studiogespräch mit Justin Kadi über aktuelle Trends in der Wohnungspolitik in Städten wie Wien, Amsterdam und New York, Gentrifizierungsprozesse und die Ursachen für die Transformation städtischer Wohnungsmärkte über die letzten 30 Jahre.

http://cba.fro.at/64409

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ORF2 bringt heute in “Ein Fall für Resetarits” eine Reportage über Mieterschikanen in der Siebenbrunnengasse. Als Vertiefung für die in den letzten Wochen durch die Medien gegangenen Berichte über unter Druck gesetzte Mieter sicherlich empfehlenswert.

Den Programmtipp gibts hier: http://tv.orf.at/program/orf2/20120921/575598701/345282

bzw. einen Kurztrailer hier: http://tvthek.orf.at/programs/1662-TVthek-special/episodes/4636791-Ein-Fall-fuer-Resetarits/4636793-Ein-Fall-fuer-Resetarits

In der TVTHEK ist die Sendung möglicherweise auch noch nach heute Abend zum Anschauen verfügbar: http://tvthek.orf.at/

8 comments
  1. roman says: 23.09.201213.45
  2. UrbaniZm says: 18.11.201209.18

    roman said:

    Der Link zur Sendung in der TVthek:
    http://tvthek.orf.at/programs/2275807-Ein-Fall-fuer-Resetarits

    at 13:45 on 23-09-2012
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  3. Ulla UrbaniZm says: 18.11.201210.18

    roman said:

    Der Link zur Sendung in der TVthek:
    http://tvthek.orf.at/programs/2275807-Ein-Fall-fuer-Resetarits

    at 13:45 on 23-09-2012
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  4. UrbaniZm says: 19.11.201206.54

    Ulla UrbaniZm said:

    roman said:

    Der Link zur Sendung in der TVthek:
    http://tvthek.orf.at/programs/2275807-Ein-Fall-fuer-Resetarits

    at 13:45 on 23-09-2012
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    at 10:18 on 18-11-2012
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  5. Ulla UrbaniZm says: 19.11.201208.38

    UrbaniZm said:

    roman said:

    Der Link zur Sendung in der TVthek:
    http://tvthek.orf.at/programs/2275807-Ein-Fall-fuer-Resetarits

    at 13:45 on 23-09-2012
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    at 09:18 on 18-11-2012
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  6. UrbaniZm says: 19.11.201208.48

    Ulla UrbaniZm said:

    UrbaniZm said:

    roman said:

    Der Link zur Sendung in der TVthek:
    http://tvthek.orf.at/programs/2275807-Ein-Fall-fuer-Resetarits

    at 13:45 on 23-09-2012
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    at 09:18 on 18-11-2012
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    at 08:38 on 19-11-2012
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  7. Ulla UrbaniZm says: 19.11.201209.36

    UrbaniZm said:

    roman said:

    Der Link zur Sendung in der TVthek:
    http://tvthek.orf.at/programs/2275807-Ein-Fall-fuer-Resetarits

    at 13:45 on 23-09-2012
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    at 09:18 on 18-11-2012
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  8. UrbaniZm says: 19.11.201210.25

    Ulla UrbaniZm said:

    UrbaniZm said:

    roman said:

    Der Link zur Sendung in der TVthek:
    http://tvthek.orf.at/programs/2275807-Ein-Fall-fuer-Resetarits

    at 13:45 on 23-09-2012
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    at 09:18 on 18-11-2012
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    at 09:36 on 19-11-2012
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Aufregung gibt es im Moment in Wien um illegale Delogierungsmethoden von Hauseigentümern im 2., 20. und 5. Bezirk – über einen Fall im 2. Bezirk haben wir auf diesem Blog im ersten Teil dieses Posts bereits berichtet. Im Konkreten geht es um Schikanen von zwei Vermietern gegenüber MieterInnen, die anscheinend ein rasches Ausziehen der letzteren erreichen wollen. Laut Kurier gibt es mittlerweile Beschwerden aus 16 Zinshäusern. Die Vorwürfe reichen von unangekündigten Besuchen, Drohungen bis hin zu nicht behobenen Gas- oder Wassergebrechen. Anfang September brach in einem Haus in der Heinestraße im Besitz der zwei Vermieter ein Großbrand aus.

Geschichten über solch wüste Methoden um Mieter aus Häusern zu bekommen sind hinlänglich bekannt von Wohnungsmärkten in New York oder London. Mittlerweile sind sie allerdings auch am Wiener Immobilienmarkt angekommen. Die Vorgangsweise ist dabei meist dieselbe: Eigentümer versuchen (oftmals mit illegalen Methoden) AltmieterInnen aus Wohnungen zu bringen um das Haus “bestandsfrei” zu machen, damit es renoviert und im renoviereten Zustand teurer vermietet bzw. verkauft werden kann. Die hohe Zahlungsbereitschaft von Investoren und Anlegern für renovierte Immobilien macht dieses “Geschäftsmodell” mittlerweile auch in Wien lukrativ.

Die Wiener Stadtverwaltung ist ebenfalls auf die Fälle aufmerksam geworden. Sie bietet betroffenen MieterInnen eine Vernetzungsplattform über die MA50 sowie Ersatz für anfallende Prozesskosten aus dem Rechtshilfefonds. Details gibts hier.

Bezüglich der fortschreitenden Inwertsetzung von Wohnraum in Wien: Eine neue Möglichkeit für Kleinanleger den Wiener Wohnungsmarkt zu Kapitalakkumulationszwecken zu nutzen bietet die Firma Wienwert. Hier kann man als Miteigentümer sein Geld in Wohn- und Büroimmobilien stecken, ganz egal ob man interessiert ist an “einer hohen endfälligen Rendite (..), langfristig sicher[m] Vermögen (..), oder laufend hohen Einnahmen”. Das beschriebene Geschäftsmodell laut Wienwert.at liest sich wie folgt:

Immobilienbeteiligungen – Werthaltige Objekte in Top-Lage

Ein Objekt in Top-Lage, gute Entwicklungsmöglichkeiten und ein entsprechend hohes Wertsteigerungspotential: Das sind die erfolgreichen Bausteine, auf denen die Immobilienbeteiligungen von Wienwert aufbauen.

Bei jeder Wienwert-Immobilienbeteiligung werden Sie direkt Miteigentümer einer größeren Immobilie, die als Wohnungen oder auch Büros genutzt werden können. Entscheidend ist, dass sich diese Zinshäuser in sehr guten Lagen befinden und ein hohes Entwicklungspotential haben, etwa durch den Ausbau von Dachböden und anderer ungenutzter Flächen oder die Änderung der Wohnungsgrundrisse.

Von der damit verbundener Wertsteigerung des gesamten Objektes profitieren Sie als Investor der ersten Stunde.

Die Beschreibung der Immobilien zur Investition weist alle Charakteristika für eine mögliche zukünftige Gentrifizierung auf : Top-Lage, klassische Wiener Zinshäuser der Jahrhundertwende, solide Bausubstanz und anerkannte Architektur. Wie anders ist Wien wirklich (noch)?

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DerStandard.at bringt heute ein Interview mit Jörg Wippel, Geschäftsführer der Wohnbauträger-Firma WVG Wippel sowie Initiator der Baukulturgespräche beim Forum Alpbach. Wenn man etwas zwischen den Zeilen liest, liefert Wippel einige interessante Denkanstöße, woran es am Wiener Wohnungsmarkt im Moment hakt. Unter anderem wirft er folgende Punkte auf:

  • Der Bürokratieaufwand für den geförderten Wohnbau ist unverhältnismäßig hoch
  • Ein großes Problem für den geförderten Wohnbau liegt in den hohen Grundstückspreisen, vor allem in den inneren Bezirken. Gesetzlich darf der Grundkostenanteil für geförderte Wohnungen 300 Euro nicht übersteigen, was in vielen Teilen der Stadt aufgrund der rasanten Preisentwicklung in den letzten Jahren zunehmend unmöglich geworden ist.
  • Die Prognosen über die starke Bevölkerungszunahme in Wien in den nächsten Jahren sollten mit Vorsicht betrachtet werden. Die angeblich hohe Nachfrage nach neuem Wohnraum ist ebenso getrieben von Interessen der Immobilienanbieter.
  • Probleme mit zunehmender Zersiedlung hängen direkt zusammen mit der dezentralisierten, unkoordinierten Kompetenzlage im Bereich der Raumplanung.
  • Wien braucht mehr Wohnungen für Einkommensschwächere. Laut Wippel ist der geförderte Wohnbau nicht in der Lage unter den gegebenen Bedingungen diese bereit zu stellen.
  • Sofern Wien seine Wohnungspolitik in den nächsten Jahren nicht überdenkt werden die Errungenschaften der Wohnungspolitik vergangener Jahrzehnte – vor allem eine im Vergleich zu vielen anderen Städten stärkere Durchmischung dank der Einschränkung von Marktkräften – verloren gehen. Wippel: “Arme werden in schlechten Gegenden wohnen, Reiche in reichen Gegenden”. Wien wird seinen Status als andersartig verlieren, und “wir werden eine ganz normale Stadt sein”.

Das ganze Interview gibt es hier zu lesen: http://derstandard.at/1345165839147/Wir-koennten-auch-in-Wien-in-die-Hoehe-bauen

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Der Guardian widmet sich in einem Artikel der Frage, auf welche Weise Services wie Google Maps unser Leben nicht nur erleichtern, sondern auf vielfältige Weise auch beeinflussen. Wie nützen wir digitale Kartenservices? Was liefern wir damit Konzernen wie Google für Informationen? Und wie beeinflusst Google mit seinen Services unsere Wahrnehmung der Welt?

Hier gehts zum Artikel: http://www.guardian.co.uk/technology/2012/aug/28/google-apple-digital-mapping

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Im zweiten Wiener Gemeindebezirk gibt es derzeit Aufregung um ein Wohnhaus in der Mühlfeldgasse, in dem von Vermieterseite Druck auf MieterInnen ausgeübt wird, das Haus zu verlassen. Konkret geht es um drei Parteien mit unbefristeten Mietverträgen sowie eine Partei mit befristetem, einjährigen Mietvertrag.

Die Geschichte ist noch am Laufen, aber hier schon ein paar Zeitungslinks zum Thema:

Eine Schilderung aus Sicht von (verbliebenen) BewohnerInnen: https://linksunten.indymedia.org/de/node/63616

Der Augustin widmet sich in einem kurzen Artikel ebenfalls der Problematik und thematisiert die generell steigende Anspannung am Wiener Wohnungsmarkt: http://www.augustin.or.at/article1853.htm

DerStandard.at berichtet ebenfalls in zwei Artikeln:

http://derstandard.at/1343743826463/Wildwest-Praktiken-in-der-Leopoldstadt

http://derstandard.at/1345165079254/Wenn-sich-der-Vermieter-als-Spekulant-entpuppt

Weiters empfiehlt sich auch ein Blick auf die im Haus ansässige und aktive PizzariA, ein – in eigenen Worten – “offenes Kollektiv von Leuten, die das Lokal nutzen, um einen Ort zum Treffen, Reden, für Veranstaltungen aller Art, gemeinsames Kochen und Essen zu schaffen”. Hier schließt sich auch wieder der Kreis zum Beitrag über die Demo “Die scheiß Miete ist zu hoch!” auf diesem Blog.

Oder: hören statt lesen – Radio Stimme der Initative Minderheiten spricht mit den Bewohner_innen der Mühlfeldgasse und fragt “Wem gehört die Stadt?”

Wir sind gespannt was weiter passiert und bleiben dran.

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Die ARD berichtet in einem kurzen Audiobeitrag über immobilieninduzierte Veränderungen in Toronto. In der kanadischen Stadt werden derzeit 350 Apartmentprojekte gebaut, was in etwa 100.000 neuen Wohnungen entspricht. Einerseits verändern die neuen Wohnungen die bauliche Struktur der Stadt – von Einfamilienhäusern hin zu Wolkenkratzern. Andererseits sind die Mieten in den Neubauten in vielen Fällen nicht leistbar für niedrigverdienende Haushalte in der Stadt. Dies lässt eine Veränderung der sozialen Struktur in der Stadt befürchten, wie der Beitrag berichtet.

Hier der Link: http://www.tagesschau.de/ausland/toronto124.html

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