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…hilft dieser Blog, hofft Robert Sommer im aktuellen Augustin. Nachdem ich die Welthauptstadt der Finanzindustrie, die zur Avantgarde bei Überwachung, Kontrolle und Verdrängung zählt auch nicht so recht leiden kann, fände ich das nicht schlecht.

http://www.augustin.or.at/article2028.htm

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Wir besprechen / feiern die Eröffnung des Blogs. Und zwar am Donnerstag,
den 30. August um 17h.

Wir freuen uns über Interesse! Nachdem das Ziel aber ist eine Gruppe zu
finden und zu festigen bitten wir um Anmeldungen/Interessensbekundungen an
opening@urbanizm.net.

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Die taz hat ein Interview mit Doreen Massey veröffentlicht. Sie kritisert darin die Ausrichtung der urbanen Linken auf die Städte:

Gerade dreht sich eine Menge um das Recht auf Stadt und um urbane Kämpfe. In derselben Weise, wie mich die Überfokussierung auf Multikulturalismus besorgt macht, beunruhigt mich auch die übermäßige Konzentration auf Städte, nur weil wir uns gerade in ihnen befinden. Und auch eine Dominanz der Politik durch die großen Städte. Kann ja sein, dass dort die Dinge explodieren, in diesem Sinne ist es richtig, auf sie zu schauen. Aber es ist auch eine Form von Insularität und Selbstobsession, dass wir alle dorthin sehen, wo wir sind, anstatt nach außen gerichtet zu denken.

[…] Immer nehmen wir das Wort „urban“ in den Mund. Warum? Warum nicht „Gesellschaft“?

Der  Rest des Interviews kreist um die Geschichte Londons als Global City, die britische Linke und die Frage wie es gelang in der Finanzkrise die Hegemonie des Neoliberalismus zu bewahren:

Ganz am Anfang gab es mal einen Moment, als jeder dachte: Hey, etwas sehr Grundlegendes könnte passieren. Die Menschen stellten Gier und Individualismus in Frage. Und dann verschwand der Moment wieder. Wenn man so will, schafften sie es, die Geschichte umzuerzählen. Es ist nun nicht mehr länger ein Problem der Banken, es ist eins der öffentlichen Ausgaben. Und wir dachten: Wie konnte das passieren. Aber sie haben sich darauf schon seit langem vorbereitet.

http://taz.de/Neoliberales-London/!98572/

Die taz hat mittlerweile eine eigene Sektion mit kritischen Berichten zu Olympia. Zu finden sind dort auch ein ausführlicher Artikel zu Gentrifizierung uns Olympia unter dem Titel “Von New Labour zu New London” und Berichterstattung über eine Critical Mass gegen Olympia am Freitag. Ergebnis der Radtour waren der Einsatz von Tränengas und 182 Festnahmen. Gegen Olympia darf man scheinbar nicht protestieren. Waren die Spiele in Peking am Ende offener?

5 comments
  1. Justin says: 04.08.201203.51

    Spannender Artikel über Gentrifizierung in London! Vor allem im Zusammenhang mit den beschriebenen Transformationsprozessen in Newham soll nochmal auf den Guardian-Artikel über die potentielle “Absiedlung” von armen Haushalten aus dem Bezirk verwiesen sein. Here you go: http://www.guardian.co.uk/society/2012/apr/24/london-borough-benefit-claimants-outside-capital?intcmp=239

  2. UrbaniZm says: 04.08.201214.47

    Justin said:

    Spannender Artikel über Gentrifizierung in London! Vor allem im Zusammenhang mit den beschriebenen Transformationsprozessen in Newham soll nochmal auf den Guardian-Artikel über die potentielle “Absiedlung” von armen Haushalten aus dem Bezirk verwiesen sein. Here you go: http://www.guardian.co.uk/society/2012/apr/24/london-borough-benefit-claimants-outside-capital?intcmp=239

    at 03:51 on 04-08-2012
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  3. UrbaniZm says: 04.08.201214.47

    Justin said:

    Spannender Artikel über Gentrifizierung in London! Vor allem im Zusammenhang mit den beschriebenen Transformationsprozessen in Newham soll nochmal auf den Guardian-Artikel über die potentielle “Absiedlung” von armen Haushalten aus dem Bezirk verwiesen sein. Here you go: http://www.guardian.co.uk/society/2012/apr/24/london-borough-benefit-claimants-outside-capital?intcmp=239

    at 03:51 on 04-08-2012
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  4. Ulla UrbaniZm says: 04.08.201214.47

    Justin said:

    Spannender Artikel über Gentrifizierung in London! Vor allem im Zusammenhang mit den beschriebenen Transformationsprozessen in Newham soll nochmal auf den Guardian-Artikel über die potentielle “Absiedlung” von armen Haushalten aus dem Bezirk verwiesen sein. Here you go: http://www.guardian.co.uk/society/2012/apr/24/london-borough-benefit-claimants-outside-capital?intcmp=239

    at 03:51 on 04-08-2012
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  5. UrbaniZm says: 04.05.201312.45

    Ulla UrbaniZm said:

    Justin said:

    Spannender Artikel über Gentrifizierung in London! Vor allem im Zusammenhang mit den beschriebenen Transformationsprozessen in Newham soll nochmal auf den Guardian-Artikel über die potentielle “Absiedlung” von armen Haushalten aus dem Bezirk verwiesen sein. Here you go: http://www.guardian.co.uk/society/2012/apr/24/london-borough-benefit-claimants-outside-capital?intcmp=239

    at 03:51 on 04-08-2012
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    at 14.47 on 04.08.2012
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Das rageo-Kollektiv veranstaltet von 3. bis 6. September eine Forschungswerkstatt und möchte:

zur FreiRaumSchaffung aufrufen, um aktiv(istisch)e Stadt-(Land)erkundungen durchzuführen, für Austausch und Reflektion über Widerstand gegen alle Formen der Ausbeutung, und – dies primär – die kollektive Erarbeitung von Verständnis und radikaler Praxis für und gegen die gegenwärtigen (Geo-)Polit(ökonom)ischen Geschehnisse [sorgen].

http://rageo.twoday.net/stories/97016215/

Der Recht auf Stadt Kongress, der ursprünglich hätte im Anschluss stattfinden wurde abgesagt.

Die reguläre Anmeldefrist endet übrigens heute.

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Um die “gängige Klischees im Straßenverkehr aufzubrechen” gibt es diese wohl nicht so klischeefreie Werbekampagne der Stadt – übrigens mit “wissenschaftlicher Begleitung“. Gewarnt werden muss auch vor den großen Gesten der DarstellerInnen und der Hintergrundmusik, die irgendwie wie eine schlechte Fahrstuhlvariante von “Sound and Vision” klingt.

Es gibt dazu noch Bastelbögen und Plakate, die unter anderem empfehlen vor dem Aufprall noch schnell “passt schon” zu rufen –  im Krankenhaus könnte es zu spät sein.

http://tschuldigen.at/

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Die Abteilung Kommunalpolitik der AK Wien hat eine neue Zeitschrift mit dem Titel “AK Stadt”. In der ersten Ausgabe widmen sich Michael Klug und Christian Pichler der guten alten Frage “Wem gehört die Stadt?”. Thomas Ritt schreibt über die Mariahilfer Straße und Walter Matznetter von der Uni Wien wird zur Frage der Freiheit in Städten befragt.

http://wien.arbeiterkammer.at/meinestadt

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Mieterproteste in Wien? Das kann doch nicht sein! Hier ist doch alles noch so schön?

Jedenfalls is auf indymedia ein Aufruf zu einer “Demonstration / Protestspaziergang” aufgetaucht – ohne UrheberIn. Ob es die Terrorprofis aus der BRD sind?

Zu sehen am:
Sa 21-07-2012, 16h Augartenspitz

https://linksunten.indymedia.org/de/node/63945

5 comments
  1. justin says: 18.07.201214.17
  2. UrbaniZm says: 18.07.201216.18

    justin said:

    TATAAAAAA….
    Da fällt mir ein:

    http://www.youtube.com/watch?v=x4o-TeMHys0

    und der remix : -) http://www.politicalremixvideo.com/2010/10/19/the-rent-is-too-damn-high-up-remix/

    at 14:17 on 18/07/2012
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  3. UrbaniZm says: 18.07.201216.18

    justin said:

    TATAAAAAA….
    Da fällt mir ein:

    http://www.youtube.com/watch?v=x4o-TeMHys0

    und der remix : -) http://www.politicalremixvideo.com/2010/10/19/the-rent-is-too-damn-high-up-remix/

    at 14:17 on 18/07/2012
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  4. Ulla UrbaniZm says: 18.07.201216.18

    justin said:

    TATAAAAAA….
    Da fällt mir ein:

    http://www.youtube.com/watch?v=x4o-TeMHys0

    und der remix : -) http://www.politicalremixvideo.com/2010/10/19/the-rent-is-too-damn-high-up-remix/

    at 14:17 on 18/07/2012
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  5. UrbaniZm says: 04.05.201312.41

    Ulla UrbaniZm said:

    justin said:

    TATAAAAAA….
    Da fällt mir ein:

    http://www.youtube.com/watch?v=x4o-TeMHys0

    und der remix : -) http://www.politicalremixvideo.com/2010/10/19/the-rent-is-too-damn-high-up-remix/

    at 14:17 on 18/07/2012
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    at 16.18 on 18.07.2012
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Fontana Vienna Euro PGA 2008

Fontana Vienna Euro PGA 2008 – (c) by Gryffindor from Wikimedia Commons

In Oberwaltersdorf liegt die Magna Europazentrale. Dafür wurden 1994 das Schloss Oberwaltersdorf und der zugehörige landwirtschaftliche Betrieb erworben. Bald darauf kam es zur Errichtung eines  “Golfresorts mit privaten Häusern und Apartments nach amerikanischem Vorbild” so das Magazin “Vienna Deluxe“.

Die Anlage ist konstant gewachsen und wächst weiter. Teile 1-3 sind laut Webseite der Immobilienfirma schon verkauft und die Gemeinde scheint auch weiterhin widmungswillig. Nur über Carports am Schloss-See wird diskutiert. Gated Community im klassichen Sinne ist es jedoch keine: Es gibt keine Zugangsbeschränkung. Dazu müssten die Besitzer die öffentliche Infrastruktur wie Straßen, Straßenbeleuchtung, etc. selbst errichten und erhalten. In bewährter Form scheint hier Frank Stronachs Firma nicht wirklich bemüht für einen schlanken Staat zu sorgen. Schlank scheint er aber jedenfalls bei der Errichtung der Anlage gehalten worden zu sein: Die Wirtschaftkammer Niederösterreich fand 1999, dass auf der Baustelle der Anlage nur 80% der Arbeiter schwarz beschäftigt wurden – natürlich von Subunternehmen die mit dem Entwickler nichts zu tun hatten.

Für die Presse ist die Anlage “Little America” und das ganze liegt wieder einmal total im Trend. Die Werbung im “Vienna Deluxe” ist dann klarerweise auch auf russisch. Eine Garconniere kommt auf bescheidene € 350.000. Villen scheinen da vergleichsweise billig. Man kann auch ein eigenes Grundstück erwerben und bauen – vorrausgesetzt man hält sich an den “architektonischen Fontana Stil“.

Obwohl das Objekt auch als “Anlage mit überdurchschnittlicher Wertsteigerung” vermarktet wird wohnen laut dem Geschäftsführer der Anlage Manfred Rottensteiner drei Viertel der Inhaber auch  wirklich in den Objekten und zwar “von der Jungfamilie bis zum Pensionisten”. Manfred Rottensteiner hat übrigens bereits eine längere Karriere als Magna Immobilienentwickler. Daneben ist er noch ÖVP-Bürgermeister von Weikersdorf und Präsident des SC Wiener Neustadt.

Die “ideale Lage, nur 20km südlich von Wien” erscheint allerdings nicht mehr so ideal, wenn man die öffentliche Verkehrsanbindung betrachtet. Denn innerhalb kann man zwar “die gesamte Infrastruktur der Freizeitanlage genießen, ohne dafür ein Auto zu benötigen“, die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in der Hauptverkehrszeit zum Stephansplatz dauert jedoch etwa eineinhalb Stunden. Das ist etwa so lange wie ab Ende nächsten Jahres vom Linzer Hauptbahnhof.

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Wien hat nun nach langen Debatten öffentlich unterstützte Baugruppen. Und zwar im aktuellen Labor der Wiener Stadtentwicklung wo alles passieren möge – so lange nur etwas passiert: in Aspern.

Von den 12 auf der Homepage angegebenen ProponentInnen  sind drei deklarierte DoktorInnen, sieben nur AkademikerInnen und bei zwei ist es gar möglich, dass sie über keinen akademischen Grad verfügen. Einer der Porponenten ist gar Kurt Hofstätter – seines Zeichens Stadtplaner und Mitarbeiter der  Wien 3420 AG – also jener Gesellschaft, die die Seestadt entwickelt.

Wie sich das Leben wohl anfühlt in einem Haus voller DoktorInnen etwa als deklassierte Sonderschullehrerin? Gelegenheit das und weiteres herauszufinden wäre etwa bei einem Treffen der Baugruppe im August.

7.8.2012 18.30 – Büro pos Architekten ZT, Maria Treu-Gasse 3/15, 1080 Wien

http://www.jaspern.at/aktuelles/

 

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Die Bemühungen, dass in Aspern etwas passiert scheinen grenzenlos. Und dann gibt es da Menschen die suchen einen Ort zum wohnen. Aber es sind wohl die Falschen. Weil sie bleiben könnten? Weil sie politisch sind? Oder weil sie der Bezirks-FPÖ nicht genehm sind?

Der Wagenplatz Ausschussware steht seit zwei Wochen in der Johann-Kutschera-Gasse – direkt neben dem was eines Tages die “Seestadt” werden soll. Zuerst gab es angeblich noch eine Zusage von der Planungsstadträtin für einen Platz am Flugfeld. Danach schoben sich wohl die 3420 und der Bezirksvorsteher die Verantwortung gegenseitig zu. Am Ende bezeichnet laut Ausschussware die 3420 “das gesamte Grundstück als nicht sicher”.

Wie kann das Grundstück für einen Wagenplatz nicht sicher sein für bloggende KünsterInnen die Marketing für die Seestadt machen sollen aber schon?

Nun Veranstalten die BewohnerInnen eine Party. Am Parkplatz und scheinbar den ganzen Tag.

14.7.2012 – Johann-Kutschera-Gasse Ecke Bernadinerallee

Presseaussendung des Wagenplatz Ausschussware

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