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FM4 Auf Laut bringt heute eine Radiosendung zum Thema Wohnen und Krise. Ab 21h diskutieren unter anderem Mara Verlic und Justin Kadi vom Recht auf Stadt Netzwerk Wien mit Lukas Tagwerker über das Thema. Unter 0800 226 996 kann man live mitdiskutieren.

Hier der Ankündigungstext von fm4.orf.at:

FM4 Auf Laut – Wohnraum in der Krise

Wohnen ist Grundbedürfnis und Grundrecht.
Während in der Bundeshauptstadt täglich im Schnitt 7 Zwangsräumungen vollstreckt werden stehen 30.000 bis 100.000 Wohnungen leer, genaue Zahlen fehlen.
In Spanien ist mit der Plataforma de Afectados por Hipoteca eine breite Bewegung gegen Zwangsräumungen entstanden, mit der eine „Rückkehr der Politik durch den Kampf um Grundbedürfnisse“ gefeiert wird. In Österreich ist eine solche Bewegung gerade am Entstehen. In FM4 Auf Laut diskutieren Mara Verlic und Justin Kadi vom Recht-auf-Stadt-Netzwerk mit AnruferInnen über Wohnraum in der Krise.

Anrufen und Mitdiskutieren erwünscht!

Die Nummer ins Studio: 0800 226 996
international: 0043 1 5036318

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sexarbeiterInnen haben Lust auf ihre Rechtet auf ihre rechteDie Kampagne “Rotlicht statt Blaulicht” fordert nun das Weltkulturerbe Stuwestrich und eröffnet diese Kampagne mit einer Radiosendung am Samstag auf Orange 94.0 und im Viertel:

Sexarbeit ist ein Beruf, über den einige Mythen bestehen, viele Vorurteile vorherrschen und wenig sachliches Wissen verbreitet ist.

Sexarbeit ist ein Beruf, der gleichermaßen literarisch romantisiert wie auch gesellschaftlich stigmatisiert wird. Die so genannten süßen Mädel und die Praterhuren, die Mutzenbacherinnen und die Grabennymphen kommen wohl in der Wiener Weltliteratur zu Wort, aber nicht in der Wiener Stadtpolitik.

In kaum einem anderen Berufsfeld übergeht die Politik in ähnlich frechem Ausmaß die Anliegen und die Bedürfnisse, das Wissen und die Wünsche derjenigen, die ihn ausüben und mit diesem Beruf ihr Einkommen bestreiten. Das Ergebnis sind absurde und wirklichkeitsfremde, entmündigende und entwürdigende Regelungen, Arbeits- und Lebensbedingungen.

Während wissenschaftliche Untersuchungen deutlich zeigen, dass ein gesetzliches Verbot der Sexarbeit die Arbeits- und Lebensbedingungen für die Sexarbeiter_innen weiter verschlechtern würde und die Betroffenen noch leichter ausbeutbar machen würde, schreit nun auch in Österreich eine Allianz aus Ahnungslosen – sei es aus religiösem Eifer, politischer Profilierungssucht oder gutgemeintem Feminismus – nach Maßnahmen, die zu mehr Diskriminierung, nach weiterer Verdrängung der Problemlagen und Abdrängung der Betroffenen in Abhängigkeitsverhältnisse führen müssen.

Die Initiative “Lieber Rotlicht statt Blaulicht!” im Leopoldstädter Stuwerviertel hat sioch der Aufgabe verschrieben, der Vernunft und den Betroffenen zu Gehör zu verhelfen. Sie will ihre Stimmen hören. Sie bemüht sich, eine enthysterisierte und solidarische Debatte eröffnen.

Am Sa, 14. April 2014 von 16-16.30 und von 17.30-18.30
auf Radio Orange 94.0 (Livestream) und vor Ort (Treffpunkt 15.30 im Stuwerviertel am Vorgartenmarkt im Big Garten Restaurant)

http://stuwer.info

Die VeranstalterInnen bitten AnrainerInnen darum die Sendung aus ihrem Fenster auf die Straße zu tragen. Auch wird darum gebeten vorbei zu kommen und mit Ghettoblastern oder Autoradios das Viertel zu beschallen.

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Im Oktober ist es soweit: Für etwa 25.000 StudentInnen sowie 1.500 MitarbeiterInnen der Wirtschaftsuniversität Wien beginnt das Wintersemester 2013 in einer neuen Umgebung. Zwischen Prater und Messe, Vergnügungspark und Krieau liegt der eben erst fertig gestellte, neue WU-Campus. Kaum mehr als sechs Jahre vergingen seit der Standortentscheidung 2007, über den Spatenstich 2009 bis hin zum jetzigen Einzug. Eine relativ kurze Zeitspanne für ein derart großes Projekt, dessen Gesamtkosten etwa 500 Millionen Euro ausmachen werden. Trotzdem wird die Standortwahl für den WU-Campus nicht allerorts gleichermaßen begrüßt: Der einhergehende Sog der Aufwertung für das angrenzende Stuwerviertel, ein klassischer „arrival space“, wird ebenso kritisiert wie die Vertreibung der Sexarbeit in der dafür traditionell bekannten Pratergegend.

Im Gespräch mit Professor Joachim Becker vom Institut für Außenwirtschaft und Entwicklung an der WU Wien sowie der Stadtforscherin Franziska Lind vom Netzwerk Inura wollten Katharina Brandl, Johannes Puchleitner und Konrad Wolf für dérive – Radio für Stadtforschung herausfinden, was denn eigentlich passiert, wenn eine Universität wie die WU ihren Standort wechselt. Welche Konsequenzen hat der Umzug für die Institution selbst? Welche für die Umgebung? Wer profitiert davon und wer nicht? Und kann das alles in einem weiteren historischen Rahmen gefasst werden, der vergangene wie aktuelle politische und ökonomische Entwicklungen mit einbezieht?

Die Radiosendung wurde im Zuge eines Projektseminars des Masters für Critical Studies an der Akademie der Bildenden Künste Wien im Sommersemester 2013 produziert.

Redaktion: Katharina Brandl, Johannes Puchleitner und Konrad Wolf
Sendungsverantwortung: Konrad Wolf
Musik: Bass Tandem – Forgotten Seconds; Butterfly Tea – The World; Eracilon – Le fil du temps
Mitarbeit: Elke Rauth

Weiterführende Informationen: 
INURA – Int. Network for Urban Research and Action
Wirtschaftsuniversität Wien
Master Critical Studies, Akademie der Bildenden Künste Wien

dérive N° 36: Schwerpunkt Aufwertung (anhand des an die WU angrenzenden Stuwerviertels in Wien)

Erstausstrahlung: Dienstag, 3. September 2013, 17:30 auf Radio Orange 94.0 (Wien) oder als Livestream

Sendung abonnieren: CBA Podcast
Information und Kontakt: www.derive.at, radio@derive.at

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Radio dérive hat sich dem Thema Gentrification in Wien gewidmet und letzten Dienstag eine Sendung zum Thema ausgestrahlt. Neben einem Studiogespräch mit Mara Verlic und Justin Kadi gibt es kurze Radioclips von Studierenden der TU Wien zu hören, die sich im Rahmen der Lehrveranstaltung “Gentrification – Key concepts and current debates” im letzten Semester  Gentrifizierungsprozessen rund um den Karmelitermarkt gewidmet haben.

Nachzuhören gibt es die Sendung hier: http://cba.fro.at/244612

Die Sendungsbeschreibung liest sich wie folgt:

Gentrifizierung: Unfair, aber normal? 
Int. Diskurse, Widerständigkeiten, politische Verantwortung

Gentrifizierung ist als Schlagwort im Zusammenhang mit städtischen Entwicklungen in aller Munde. Der wissenschaftliche Begriff zur Beschreibung von Aufwertung und Verdrängung ist in Folge der Etablierung der unternehmerischen Stadt wie auch im Zuge der Finanzkrise im allgemeinen Diskurs angekommen: Kein Artikel zu Wohnungsmarkt und Immobilienkrise ohne Gentrifizierungsbegriff.

Dabei herrscht international nach wie vor ein Ringen um die Bedeutungshoheit: Von der kritischen Stadtforschung eindeutig  als unerwünschtes und für die Entwicklung der Städte und ihre BewohnerInnen negatives Phänomen eingestuft, wird speziell im anglo-amerikanischen Raum versucht, Gentrifizierung positiv zu besetzen: Aufwertung als Glücksversprechen an die Stadt und ihre BewohnerInnen – oder zumindest an jene, die es sich leisten können.

Grundsätzlich befindet sich die kritische Gentrifizierungsforschung in einem Dauerdilemma: Sobald nachweisbar, ist es für die Stadtviertel bereits zu spät. Auch in Wien, wo von offizieller Seite beharrlich darauf verwiesen wird, dass die Uhren aufgrund der großen Wohnbautradition grundsätzlich anders ticken, fehlt es an substanziellem Datenmaterial, um wissenschaftlich fundierte Aussagen zu treffen. Doch die Zeichen häufen sich, dass sich auch in Wien immer weniger Menschen zentrale Wohnungslagen leisten können und Verdrängung schleichend stattfindet.

Radio dérive im Gespräch mit den StadtforscherInnen Mara Verlic und Justin Kadi von der TU Wien über internationale Gentrifizierungsdiskurse, Wiener Besonderheiten, neoliberale Wohnpolitik, Widerstand und politische Verantwortlichkeiten. (http://cba.fro.at/244612)

1 comment
  1. robert poth says: 03.09.201301.17

    Ich wohne seit fast 30 Jahren im Yppenviertel/Brunnenviertel, das ja auch seit Jahren “aufgewertet” wird. Meinem zunehmenden Ärger über die laufenden Prozesse und die Rahmenbedingungen (Wohnbau-/Wohnungspolitik etc.) habe ich mittlerweile versucht, in Form von Videos Luft zu machen. Das sind natürlich amateurhafte Hüftschüsse. Aber vielleicht führen sie dazu, dass diesbezüglich einmal etwas Gewichtigeres produziert wird. Die ersten beiden Videos (“going bobo”) gibt’s auf Youtube; bloß Yppenviertel” eingeben.

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Ware Wohnen?

Wilder Wohnen Aktionstage, Wien
Jetzt als Download bzw. Stream verfügbar: cba.fro.at/105538

Explodierende Wohnkosten führen in vielen Städten zu Protesten. Auch in Österreich rückt die Wohnungsfrage und damit die Frage nach der Sicherung von „Wohnen als Grundrecht“ wieder stärker ins Zentrum der gesellschaftlichen und politischen Debatte. Denn auch hierzulande steigen Mieten weitaus schneller als Löhne und immer mehr Menschen sind gezwungen, einen immer höheren Anteil ihres Einkommens für das sprichwörtliche „Dach über dem Kopf“ auszugeben. „Wohnen darf keine Ware sein“ lautete daher das Motto umfangreicher Aktionstage, die Anfang Dezember 2012 vom „Bündnis Wilder Wohnen“ in Wien veranstaltet wurden. Von 5. bis 8. Dezember luden zahlreiche Initiativen mit Diskussionen und Vorträgen, einem öffentlichen Wohnzimmer am Praterstern und Führungen zur Auseinandersetzung mit aktuellen Wohnungsfragen. dérive – Radio für Stadtforschung hat sich bei den „Wilder Wohnen Tagen“ umgehört.

Geschichte der Urbanität: ”Die Stadt im 19. Jahrhundert – Sphärenwechsel”,
Manfred Russo, Universität Wien.

Weiterfuehrende Informationen zum Thema:
Bündnis Wilder Wohnen: http://wilderwohnen.blogsport.eu
Andrej Holm Gentrification Blog: http://gentrificationblog.wordpress.com
Pizzeria Anarchia: http://pizza.noblogs.org
Leerstandsmelder Wien: http://www.leerstandsmelder.net

dérive – Zeitschrift für Stadtforschung N° 46: Vom Superblock zur Ueberstadt – Das Modell Wiener Wohnbau und derive – Radio für Stadtforschung zum Thema Wiener Wohnbau

Redaktion und Sendungsgestaltung: Elke Rauth, Anne Erwand, Christoph Laimer, Shenja von Manstein, Manfred Russo

Sendungsverantwortung: Elke Rauth

Information und Kontakt: http://www.derive.at, radio@derive.at

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Wohin geht die Stadtforschung im 21. Jahrhundert? Was sind die Themen mit denen sich Stadtforschung auseinandersetzen wird? Was sind neue Perspektiven und mögliche neue Forschungsstränge? Die Universität Manchester hat vor einigen Wochen ein interessantes Symposium mit drei führenden Stadtforscher_innen zu diesem Thema veranstaltet : Andrew Merrifield, Edward Soja und Maria Kaika. Erik Swyngedouw gibt eine Einführung.

Der theurbanfix-Blog hat jetzt einen Videomitschnitt des Symposiums hier online gestellt.

Ebenfalls in diesem Post findet sich ein Video der Antrittsvorlesung von Neil Brenner in Harvard vor knapp einem Jahr, in der er seine Perspektive auf die Zukunft der Stadtforschung darstellt.

Und schließlich auch zum Thema gibt es eine neue Sammlung von Podcasts der UCL Bartlett School of Planning mit Mitschnitten von Urban Studies Vorträgen des Jahres 2012, unter anderem mit Vorträgen von Peter Marcuse, Patrick LeGales, Jennifer Robinson und Michael Edwards. Der Link ist hier.

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Am Samstag hat Radio Orange 94.0 die Sendung “Widerhall” der aktuellen städtischen Wohnungskrise gewidmet. Zu hören gibt es ein Studiogespräch mit Justin Kadi über aktuelle Trends in der Wohnungspolitik in Städten wie Wien, Amsterdam und New York, Gentrifizierungsprozesse und die Ursachen für die Transformation städtischer Wohnungsmärkte über die letzten 30 Jahre.

http://cba.fro.at/64409

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Die Pizzeria Mühlfeldgasse veranstaltet eine Leusng / Performance (was auch immer das sein möge) zum Thema Mietspekulation:

Lesung „Einsichten in die Gedankenwelt eines Häuserspekulanten“
„Hätte ich gewusst, dass Sie Sozialist oder arm sind, ich hätte Ihnen nie eine Wohnung in meinem Haus vermietet!“ Lesung aus Briefen an Baupolizei, Mieter_innenschutz, Gerichte, Konkurrent_innen und unbeugsamen Mietparteien. Großes Kino!
http://pizza.noblogs.org/

Do 27.09, ab 20h –  Mühlfeldgasse 12, 1020 Wien

Immobilienkrise

Weiters gibt es im Ö1-Radiokolleg  eine vierteilige Reihe von Margit Hainzl und Emil Wimmer zur Immobilienkrise in Spanien und die Folgen:

Während der reale Bedarf bei 300.000 Wohnungen pro Jahr lag, wurden bis zu 800.000 gebaut, mit der Folge, dass nun mindestens 1,5 Millionen Wohnungen keine Käufer/innen mehr finden und leer stehen. Könnte man Wohnungen exportieren, wäre Spanien nicht nur im Fußball Welt- und Europameister.
http://oe1.orf.at/programm/312937

Die Beiträge finden sich noch etwa drei Wochen lang hier:
Folge 1Folge 2Folge 3Folge 4

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Neuordnungen des Städtischen hat Andrej Holms Vortrag von letzter Woche am Berner Recht auf Stadt-Kongress oder dem was doch noch stattfand veröffentlicht.

Er spricht über die Geschichte der Bewegung, seine Eindrücke von der Berner Forschungswerkstatt der Kritischen GeographInnen, und  der Entwicklung von Konzepten der Kommodifizierung des Urbanen und der unternehmerischen Stadt zur gespaltenen Stadt.

Laut Holm führen im Klima des “post-politischen” gerade “linkere” Stadtregierungen dazu, dass sich Recht auf Stadt-Bewegungen gründen. Außer in Düsseldorf waren zum Zeitpunkt der Gründung immer die Grünen oder die SPD in der Stadtregierung. Die Ursache sieht er in einem dann vorhandenen Vakuum für Bündnispartner von Bewegungen an Bündnispartnern in der Stadtpolitik.

Wo ist die in Wien? Gibt es zu wenige Konflikte für Bewegungen? Sind die Bewegungen eher bürgerlich – wie etwa die BürgerInneninitative gegen die Verbauung der Steinhofgründe? Ist die Stadtregierung im Sinne allumfassender sozialdemokratischer Hegemonie gar ein Bündnispartner gegen die Stadtregierung? Oder die gute alte Formel: Bern brennt, Wien pennt?

Die Hinweise auf Karten und Grafiken sind leider ein wenig herausfordernd bei einer Tonaufnahme.

http://www.neuordnungen.info/2012/09/11/vortrag-recht-auf-stadt/

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Die ARD berichtet in einem kurzen Audiobeitrag über immobilieninduzierte Veränderungen in Toronto. In der kanadischen Stadt werden derzeit 350 Apartmentprojekte gebaut, was in etwa 100.000 neuen Wohnungen entspricht. Einerseits verändern die neuen Wohnungen die bauliche Struktur der Stadt – von Einfamilienhäusern hin zu Wolkenkratzern. Andererseits sind die Mieten in den Neubauten in vielen Fällen nicht leistbar für niedrigverdienende Haushalte in der Stadt. Dies lässt eine Veränderung der sozialen Struktur in der Stadt befürchten, wie der Beitrag berichtet.

Hier der Link: http://www.tagesschau.de/ausland/toronto124.html

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