urbaniZm

Archive
Blogpost
Fontana Vienna Euro PGA 2008

Fontana Vienna Euro PGA 2008 – (c) by Gryffindor from Wikimedia Commons

In Oberwaltersdorf liegt die Magna Europazentrale. Dafür wurden 1994 das Schloss Oberwaltersdorf und der zugehörige landwirtschaftliche Betrieb erworben. Bald darauf kam es zur Errichtung eines  “Golfresorts mit privaten Häusern und Apartments nach amerikanischem Vorbild” so das Magazin “Vienna Deluxe“.

Die Anlage ist konstant gewachsen und wächst weiter. Teile 1-3 sind laut Webseite der Immobilienfirma schon verkauft und die Gemeinde scheint auch weiterhin widmungswillig. Nur über Carports am Schloss-See wird diskutiert. Gated Community im klassichen Sinne ist es jedoch keine: Es gibt keine Zugangsbeschränkung. Dazu müssten die Besitzer die öffentliche Infrastruktur wie Straßen, Straßenbeleuchtung, etc. selbst errichten und erhalten. In bewährter Form scheint hier Frank Stronachs Firma nicht wirklich bemüht für einen schlanken Staat zu sorgen. Schlank scheint er aber jedenfalls bei der Errichtung der Anlage gehalten worden zu sein: Die Wirtschaftkammer Niederösterreich fand 1999, dass auf der Baustelle der Anlage nur 80% der Arbeiter schwarz beschäftigt wurden – natürlich von Subunternehmen die mit dem Entwickler nichts zu tun hatten.

Für die Presse ist die Anlage “Little America” und das ganze liegt wieder einmal total im Trend. Die Werbung im “Vienna Deluxe” ist dann klarerweise auch auf russisch. Eine Garconniere kommt auf bescheidene € 350.000. Villen scheinen da vergleichsweise billig. Man kann auch ein eigenes Grundstück erwerben und bauen – vorrausgesetzt man hält sich an den “architektonischen Fontana Stil“.

Obwohl das Objekt auch als “Anlage mit überdurchschnittlicher Wertsteigerung” vermarktet wird wohnen laut dem Geschäftsführer der Anlage Manfred Rottensteiner drei Viertel der Inhaber auch  wirklich in den Objekten und zwar “von der Jungfamilie bis zum Pensionisten”. Manfred Rottensteiner hat übrigens bereits eine längere Karriere als Magna Immobilienentwickler. Daneben ist er noch ÖVP-Bürgermeister von Weikersdorf und Präsident des SC Wiener Neustadt.

Die “ideale Lage, nur 20km südlich von Wien” erscheint allerdings nicht mehr so ideal, wenn man die öffentliche Verkehrsanbindung betrachtet. Denn innerhalb kann man zwar “die gesamte Infrastruktur der Freizeitanlage genießen, ohne dafür ein Auto zu benötigen“, die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in der Hauptverkehrszeit zum Stephansplatz dauert jedoch etwa eineinhalb Stunden. Das ist etwa so lange wie ab Ende nächsten Jahres vom Linzer Hauptbahnhof.

0 comments add comment...

From Richard Florida’s the Atlantic Cities page, but the pictures are nevertheless great:

While being awarded the 2008 Summer Olympics allowed Beijing to construct new architectural icons and receive international accolades, its current reality is a collection of unused sports facilities with few if any plans for reuse.

It could take 30 years to pay off the $471 million bill for the Bird’s Nest, while the Water Cube lost about $1 million last year even after public financial assistance and the addition of a water park.

And those are the facilities still in use. Venues for kayaking, beach volleyball, BMX, and baseball sit untouched since 2008. Signage and landscaping appear to have gone without maintenance since the closing ceremonies.

Beijing Olympics officials approached the 2008 Games as an opportunity to host the world’s biggest sporting event, not to create infrastructure of permanent importance. Now Beijing is left with a post-Olympics landscape that better suits the taste of ruin porn aficionados than urban development officials. Its a story that should serve as a warning not only to London but future cities that have their sights set on investing billions into new infrastructure for a two-and-a-half week event.

Earlier this year, Reuters photographer David Gray captured the current state of Beijing’s Olympic facilities. Here’s what he found:

http://www.theatlanticcities.com/jobs-and-economy/2012/07/beijings-olympic-ruins/2499/

0 comments add comment...

Ein interessanter Artikel in der Süddeutschen zur Frage, wie die neuen städtischen Luxusimmobilien vermarktet werden. Welche Sujets werden verwendet? Welche Themen angesprochen? Und was sagt das aus über die veränderte Rolle von Stadt? Das Thema ist viel umfangreicher als ein kurzer Artikel es abbilden kann, aber als Einstieg ist der Text ganz spannend zu lesen.
Hier der Link: http://www.sueddeutsche.de/leben/gentrifizierung-in-deutschland-wohnst-du-noch-oder-residierst-du-schon-1.1412458

0 comments add comment...

Der Guardian berichtet über eine Studie zu Wohnungsüberbelegung in London und liefert dabei ein paar äußerst interessante Zahlen. Die Wohnungskrise in London ist akut. Jedes vierte Kind lebt in Englands Hauptstadt mittlerweile in einer überbelegten Wohnung. Ein Anstieg um 18 % seit 2008.

Den Artikel gibts hier: http://www.guardian.co.uk/society/2012/jul/12/families-overcrowding-spreads?newsfeed=true

0 comments add comment...

Wien hat nun nach langen Debatten öffentlich unterstützte Baugruppen. Und zwar im aktuellen Labor der Wiener Stadtentwicklung wo alles passieren möge – so lange nur etwas passiert: in Aspern.

Von den 12 auf der Homepage angegebenen ProponentInnen  sind drei deklarierte DoktorInnen, sieben nur AkademikerInnen und bei zwei ist es gar möglich, dass sie über keinen akademischen Grad verfügen. Einer der Porponenten ist gar Kurt Hofstätter – seines Zeichens Stadtplaner und Mitarbeiter der  Wien 3420 AG – also jener Gesellschaft, die die Seestadt entwickelt.

Wie sich das Leben wohl anfühlt in einem Haus voller DoktorInnen etwa als deklassierte Sonderschullehrerin? Gelegenheit das und weiteres herauszufinden wäre etwa bei einem Treffen der Baugruppe im August.

7.8.2012 18.30 – Büro pos Architekten ZT, Maria Treu-Gasse 3/15, 1080 Wien

http://www.jaspern.at/aktuelles/

 

0 comments add comment...

Die Bemühungen, dass in Aspern etwas passiert scheinen grenzenlos. Und dann gibt es da Menschen die suchen einen Ort zum wohnen. Aber es sind wohl die Falschen. Weil sie bleiben könnten? Weil sie politisch sind? Oder weil sie der Bezirks-FPÖ nicht genehm sind?

Der Wagenplatz Ausschussware steht seit zwei Wochen in der Johann-Kutschera-Gasse – direkt neben dem was eines Tages die “Seestadt” werden soll. Zuerst gab es angeblich noch eine Zusage von der Planungsstadträtin für einen Platz am Flugfeld. Danach schoben sich wohl die 3420 und der Bezirksvorsteher die Verantwortung gegenseitig zu. Am Ende bezeichnet laut Ausschussware die 3420 “das gesamte Grundstück als nicht sicher”.

Wie kann das Grundstück für einen Wagenplatz nicht sicher sein für bloggende KünsterInnen die Marketing für die Seestadt machen sollen aber schon?

Nun Veranstalten die BewohnerInnen eine Party. Am Parkplatz und scheinbar den ganzen Tag.

14.7.2012 – Johann-Kutschera-Gasse Ecke Bernadinerallee

Presseaussendung des Wagenplatz Ausschussware

0 comments add comment...

Wer kauft eigentlich die neuen Luxuswohnungen am Wiener Immobilienmarkt? Der Kurier hatte diesbezüglich vor ein paar Wochen ein paar Infos. Hier gehts zum Artikel: http://kurier.at/wirtschaft/4491725-immobilien-wiener-luxus-in-russischer-hand.php

5 comments
  1. roman says: 13.07.201217.06

    Das Grasser Penthouse scheint sich aber noch nicht bewegt zu haben. Vielleicht ist so ein Mietobjekt nicht so attraktiv, wenn man nicht wirklich dort wohnt.

    http://derstandard.at/1341845115963/Grasser-Penthouse-nach-wie-vor-zu-haben

  2. UrbaniZm says: 13.07.201219.08

    roman said:

    Das Grasser Penthouse scheint sich aber noch nicht bewegt zu haben. Vielleicht ist so ein Mietobjekt nicht so attraktiv, wenn man nicht wirklich dort wohnt.

    http://derstandard.at/1341845115963/Grasser-Penthouse-nach-wie-vor-zu-haben

    at 17:06 on 13/07/2012
    [Comment imported from blog]

  3. UrbaniZm says: 13.07.201219.08

    roman said:

    Das Grasser Penthouse scheint sich aber noch nicht bewegt zu haben. Vielleicht ist so ein Mietobjekt nicht so attraktiv, wenn man nicht wirklich dort wohnt.

    http://derstandard.at/1341845115963/Grasser-Penthouse-nach-wie-vor-zu-haben

    at 17:06 on 13/07/2012
    [Comment imported from blog]

  4. Ulla UrbaniZm says: 13.07.201219.08

    roman said:

    Das Grasser Penthouse scheint sich aber noch nicht bewegt zu haben. Vielleicht ist so ein Mietobjekt nicht so attraktiv, wenn man nicht wirklich dort wohnt.

    http://derstandard.at/1341845115963/Grasser-Penthouse-nach-wie-vor-zu-haben

    at 17:06 on 13/07/2012
    [Comment imported from blog]

  5. UrbaniZm says: 04.05.201312.41

    Ulla UrbaniZm said:

    roman said:

    Das Grasser Penthouse scheint sich aber noch nicht bewegt zu haben. Vielleicht ist so ein Mietobjekt nicht so attraktiv, wenn man nicht wirklich dort wohnt.

    http://derstandard.at/1341845115963/Grasser-Penthouse-nach-wie-vor-zu-haben

    at 17:06 on 13/07/2012
    [Comment imported from blog]

    at 19.08 on 13.07.2012
    [Comment imported from blog]

add comment...

Eine Session zum Thema Ungleichheit in lateinamerikanischen Städten im Rahmen des International Congress of Americanists in Wien, nächste Woche.

Wann?

18.07.2012 | 08:00 – 13:30
18.07.2012 | 17:30 – 19:30

Wo?

University of Vienna
Dr.-Karl-Lueger-Ring 1 – renamed “Universitätsring”
1010 Vienna

Latin American cities have historically been unequal cities. However, in recent years there have been produced a series of urban change – as the growth of cities and urban poverty, the shifting of rururban boundaries , the emergence of new ethnical, gender and cultural inequalities, t he internal and external migration, the growing multiculturalism and multi-ethnicity, etc. – that led the discussions and reflections on the struggles, conditions, practices and ways of life in urban centers to be increasingly complex.

This symposium aims to contribute to the debate about these topics. There are welcome proposals that analyses the ways in which social inequalities are constructed and expressed from territorial- urban configurations as well as from the territorial and symbolic boundaries and barriers. Thus, the symposium aims to complicate the understanding of the ways in which exclusion occurs and the conditions of life in different Latin American cities.

More infos:

http://ica2012.univie.ac.at/index.php?id=119880&no_cache=1&tx_univietablebrowser_pi1[swords]=382&tx_univietablebrowser_pi1[backpid]=116622&tx_univietablebrowser_pi1[fkey]=382

0 comments add comment...

 

Die Projektkoordination Hauptbahnhof der Stadt Wien und die Gebietsbetreuunngen der angrenzenden Bezirke veranstalten geführte Fahrradtouren rund um den Hauptbahnhof.

  • 13.7.2012 um 16 Uhr
    FahrRADhaus, Friedrich-Schmidt-Platz 9, 1010 Wien
  • 10.8.2012 um 16 Uhr
    Robert-Hochner-Park , 1030 Wien (St. Marx)
  • 21.9.2012 um 15 Uhr
    FahrRADhaus, Friedrich-Schmidt-Platz 9, 1010 Wien

Anmeldung per email unter radtour(at)wien-event.at bzw. +43-1-319 82 00 erforderlich.

http://www.wien.gv.at/verkehr-stadtentwicklung/rad-expedition.html
http://www.gbstern.at/veranstaltungen/gb10/rund-um-den-hauptbahnhof/

 

0 comments add comment...

Eine interessante Serie in der Berliner Zeitung zum Thema “Wem gehört die Stadt?”.

Hier der Link: http://www.berliner-zeitung.de/wem-gehoert-die-stadt-/14947804,14947804.html

0 comments add comment...