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Im Jahr 2011 haben sich einige Personen zusammengetan und eine Bürger*inneninitiative gegründet, um gegen die Verbauung des Otto Wagner Areals (Steinhof) mobil zu machen. Es gelang ihnen die Stadtregierung unter Druck zu setzen. Diese startete daraufhin ein Mediationsverfahren. Inwiefern es für außerparlamentarische Kräfte ratsam erscheint sich an solchen Prozessen zu beteiligen, behandelt Gastautor Georg Sembera im folgenden Beitrag.

Einleitung

Im ersten Kapitel werden die historischen Hintergründe des Otto Wagner Areals behandelt, um welches die politischen Auseinandersetzungen, die in der folgenden Arbeit thematisiert werden, stattfanden und immer noch stattfinden. Anschließend wird die politische Auseinandersetzung um das Otto Wagner Spital und das dazugehörige Areal erörtert. Im dritten Kapitel wird mit Hilfe der Lektüre „Die Mitmachfalle. Bürgerbeteiligung als Herrschaftsinstrument“ von Thomas Wagner und „Macht, Herrschaft, Emanzipation. Aspekte anarchistischer Staatskritik“ das Thema politische Mediationsverfahren behandelt. Verbunden wird dies mit Auszügen aus einem Interview, welches ich am 27. Juli 2015 mit Christine Muchsel und Wolfgang Veit (Aktivist*innen der BI „Steinhof gestalten“) geführt habe. Im letzten Kapitel wird abschließend die Frage gestellt unter welchen Bedingungen Mediationsverfahren geführt werden sollten und welche Vorgehensweisen idealtypisch bei der Umstrukturierung des Otto Wagner Areals gewählt werden könnten.

Historisches zum Otto Wagner Spital

Das Otto Wagner Spital wurde im Jahr 1907 eröffnet und befindet sich in Penzing, dem 14. Wiener Gemeindebezirk. Es bekam den Namen Heil- und Pflegeanstalten für Geistes- und Nervenkranke Am Steinhof. Es diente demnach als eine psychiatrische Einrichtung. Errichtet wurde es vom Land Niederösterrreich, da Wien damals noch kein eigenes Land war, sondern die Hauptstadt des Landes Niederösterreich. Das Spital war aber primär für die Wiener Bevölkerung errichtet worden. Erst 1922 wurde es von der Stadt Wien übernommen. Ein Jahr später kam die Lungenheilstätte Baumgartner Höhe hinzu, welche 1977 in Pulmologisches Zentrum umbenannt wurde.[1]

Im Nationalsozialismus wurden tausende Patient*innen der Baumgartner Höhe zwangssterilisiert und/oder mittels Massentransporten in Vernichtungslager gebracht. Im Faschismus wurden sie als lebensunwert betrachtet und sollten an einer Fortpflanzung gehindert werden, da sie in den Augen der Nazis nichts Produktives für die deutsche Volksgemeinschaft beitragen können und „Mangelhaftigkeit“ vererben würden.[2]

Zwischen den 1960er bis 1980er Jahren kam es zu Missbräuchen gegenüber Minderjährigen mit Behinderungen. Gegenwärtig gibt es eine Forschungsgruppe die eine Aufarbeitung der Ereignisse zusammen mit Zeitzeug*innen, Angehörigen und ehemaligen Mitarbeiter*innen durchführt, welche im Juni 2016 einen Endbericht ablegen soll.[3]

Im Jahr 2000 wurden das Psychiatrische Krankenhaus, die Pflegeheime, das Pulmologische Zentrum und das Neurologische Krankenhaus auf der Baumgartner Höhe zum Sozialmedizinischen Zentrum Baumgartnerhöhe/Otto Wagner Spital mit Pflegezentrum vereint. Sieben Jahre später wurden die Pflegeheime wieder herausgelöst.[4]

Konflikt um das Otto Wagner Areal

Zu Beginn der 1980er war eine Bebauung nördlich der Spitalsanlage geplant. Diese wurde aber durch eine Volksbefragung im Dezember 1981 abgelehnt. Stattdessen wurde das Areal der Öffentlichkeit als Naherholungsgebiet zugänglich gemacht. Diese werden heute als Steinhofgründe bezeichnet. Durch die Erklärung zum „Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel“ wurde dieses Gebiet vor einer Verbauung ausgeschlossen. Der südliche Teil, das Otto Wagner Spital erhielt zur gleichen Zeit eine Baulandwidmung für öffentliche Zwecke

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1 comment
  1. walter-schlager@aon.at says: 23.08.201609.15

    STEINHOF DARF NICHT VERBAUT WERDEN

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Was macht eigentlich so ein_e Trend- und Zukunftsforscher_in? Das habe ich mich zuletzt häufiger gefragt, zumal derart betitelte Personen mittlerweile regelmäßig in Nachrichten- und Informationsfernsehsendungen auftauchen. Befragt zu den unterschiedlichsten Phänomenen unserer Gesellschaft sprechen sie dann meist über Urbanisierung, Individualisierung, Digitalisierung und dergleichen mehr und bestätigen uns, was wir selbst schon immer wussten – dass die Welt in Hinkunft anders sein wird als bisher. Doch etwas machen sie dabei entscheidend anders. Entgegen dem großelterlichen Mantra, früher sei alles besser gewesen, sind Zukunftsforscher_innen stets überzeugt: die Zukunft wird gut. Eine eindrucksvolle Ausgabe dieser freudigen Botschaft durfte ich unlängst selbst live miterleben.
 
 

It’s the urbanization, stupid!

Das Postgraduate Center der Universität Wien lud am 24. September zu seiner uniMind Jahresveranstaltung[1] mit einer Keynote von Matthias Horx, seines Zeichens Trend- und Zukunftsforscher. Er ist Leiter des Zukunftsinstituts, einem der erfolgreichsten Beratungsunternehmen im deutschsprachigen Raum mit Sitzen in Frankfurt, München und Wien[2]. Passend zum Jahresthema „Stadt der Zukunft“ lautete Horx‘ Vortrag: „New Urbanism: Wie sich die Stadt – und die menschliche Kultur – neu erfindet“.

Die Eröffnung des Vortrags imponiert dem geneigten Stadtforscher. Horx erklärt die Urbanisierung zum Megatrend – ein Begriff, den er selbst geprägt und zu Buche gebracht hat[3]. Mit bekannten, aber gekonnt in teils bewegten Bildern verpackten Argumenten vom Städtewachstum im globalen Süden und Norden, vom zu erwartenden Urbanisierungsgrad von 75% und von der Ressourceneffizienz urbaner Siedlungen im Vergleich zu ruralen stellt er den Stuhl seiner folgenden Ausführungen auf wenig wacklige Beine: Unter den gegebenen Umständen werden Städte die conditio sine qua non unser gesellschaftlichen Weiterentwicklung sein.

Aus diesem Grund will der Vortragende dem Publikum im Folgenden zeigen, Read More

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  1. LO says: 27.09.201500.46

    Der Artikel spricht mir aus der Seele. Danke!

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Urban Gardening Initiativen haben in den letzten Jahren rasant zugenommen – auch in Wien. Diese Initiativen bewegen sich in einem Spannungsfeld: was oft als Form der bottom-up Stadtentwicklung beginnt, mit dem Ziel eine andere Stadt “von unten” zu initiieren, wird in vielen Fällen schnell für kapitalistische Zwecke instrumentalisiert. Gastautorin Stefanie Ibinger beschäftigt sich mit eben diesem Spannungsfeld im folgenden Essay.

Einleitung

Die Stadt Wien fördert seit 2010 unter der Regierungsbeteiligung der Grünen bestehende und neue Gemeinschaftsgärten und hat so zeitgerecht auf das immer mehr aufflammende Bedürf­nis der Bewohner_innen Wiens (und weltweiter Stadtbewohner_innen), selbst Gemüse anzubauen und gemeinschaftlich Grünraum zu schaffen, reagiert[1]. Die Frage, inwiefern diese Initiative der Stadt auch als Reaktion auf die lokale Guerilla Gardening-Bewegung[2] zu sehen ist oder sie die ihr inneliegende Kraft zur Revitalisierung und Kommerzialisierung von Stadtteilen erkannt hat, kann an dieser Stelle nur spekulativ in den Raum gestellt werden. Unbestritten ist aber, dass auch Bemü­hungen auf individueller oder klein-gemeinschaftlicher Ebene radikalere Veränderungen herbei­führen können „by challenging and transforming dominant modes of living.“ (Möhrs et al. 2013, 121) Doch wie lange bleiben solche Veränderungen im Sinne der Bevölkerung? Wie lange werden diese Veränderungen nicht für kapitalistische Zwecke instrumentalisiert? Zur Beantwortung dieser Frage braucht man nicht unbedingt nach New York, Paris, London oder Bologna schauen, sondern kann sich getrost einige Wiener Bezirke ansehen: das Neubauviertel, in den 1960er Jahren noch als Armenviertel bekannt und in Folge von der Künstlerszene entdeckt, gilt mittlerweile als eine der besten Wohngegenden und wird aktuell vom Mittelstand bewohnt (Kessel 2014, 85), die innere Leopoldstadt zwischen dem nun revitalisierten Donaukanal und dem Praterstern, das Ottakringer Brunnenviertel als mittlerweile Inbegriff der „für Integration und Multikulti offenen Schickeria“ in den 2000ern, und seit einiger Zeit wird die Meidlinger Hauptstraße von Immobilienunternehmen entdeckt und beworben, um nur die bekanntesten Beispiele zu nennen. Zugrunde lagen bei diesen Bezirksentwicklungen aber nicht zwingend stadtplanerische Veränderungen, sondern zu einem Gutteil die dortigen Bewohner_innen und ihre Alltagsgestaltung.

Teile dieser Alltagsgestaltung entstanden jedoch individuell und auf gemeinschaftlicher Ebene auch in Reaktion Read More

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In den letzten Tagen hat sich eine Karte mit Mietpreisen in Wien im Web verbreitet. Die Karte zeigt das Wiener Ubahnnetz und die durchschnittlichen Angebotsmieten rund um die Ubahnstationen. Veröffentlicht wurde sie von der Webplattform Zoomsquare, die Unterstützung für die Immobiliensuche durch eine neue Suchmaschine verspricht. Auch wenn die Methodik hinter der Karte nicht vollkommen klar ist – etwa in Bezug darauf wie groß der Bereich “rund” um die Ubahnstationen definiert ist – wurde sie von einer Reihe von Newsportalen übernommen, wie hier von ORF.AT.

Die Karte zeigt einerseits eine, nicht besonders überraschende, Variation der Mietprese entlang von Ubahnstationen. Andererseits zeigt sie, wie hoch die Mietpreise in der Stadt mittlerweile gestiegen sind. Die geringsten Mieten gibt es dabei noch rund um die Haltestellen Hütteldorf, Alterlaa und Erlaar Straße, mit 11,9€/m2. Am meisten zahlt man rund um die U3 Station Stubentor – mit stolzen 19,7€/m2.

So interessant die Karte auf den ersten Blick erscheint, aus Sicht der MieterInnen und Mieter in der Stadt ist sie wenig aussagekräftig. Die wichtige Frage für sie ist weniger, wie hoch die Mieten bereits sind, sondern viel mehr, für wen sie noch leistbar sind. Diesbezüglich bereitet die Karte eine interessante Basis für ein schnelles Rechenbeispiel.

Leistbarkeit bezieht sich auf das Verhältnis von Wohnkosten und Einkommen. Read More

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Frauen, Obdachlosigkeit und Wohnungsnot in Wien: Zu diesem Themenkomplex gibt es in den nächsten Tagen eine Reihe an Veranstaltungen in Wien:

  • “zusammen::schauen” 25. Februar 2015, 19.00 Uhr Topkino, Rahlgasse 1, 1060 Wien: “Zimmer, Küche, Kabinett? – Weibliche Wohnungslosigkeit in Wien.” Eine historische Filmschau und Vortrag mit Marie-Noëlle Yazdanpanah
  • “zusammen::reden” 25. März 2015, 19.00 Uhr Tageszentrum Ester, Gumpendorfer Straße 64, 1060 Wien: “Schöner Leben: Brot und Rosen – im Widerspruch zu Prekarisierung Austausch mit Initiativen zu Wohnungslosigkeit, Prekarisierung und Armutsbekämpfung”
  • “zusammen::gehen” 25. April 2015, 14.00–18.00 Uhr Treffpunkt: Gumpendorfer Str. 64 / Ecke Esterhazyg., 1060 Wien: “Wohnzimmergeschichten – Eine spielerische Forschungsreise durch den öffentlichen Raum” mit Elke Rauth, dérive – Verein für Stadtforschung

Bereits statt gefunden hat die Auftaktveranstaltung der Serie, “”Ein Zimmer für sich allein – Ein Frauenrecht auf Wohnen in Zeiten der Wohnungskrise”. Ein kurzer Bericht dazu findet sich hier: derstandard.at/1353207869688/Swaps-sind-viel-riskanter-als-eine-Wette

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Stop and Go – Terminal AKH Wien
Tour #2 | Knotenpunkte transnationaler Mobilität und Migration in Wien 

Datum | Freitag, 06. Februar 2015, 13 Uhr bis max. 16 Uhr
Ort | Eingangshalle AKH Wien (Info-Schalter), Eingang Michelbeuern (Anschluss U6)
Währinger Gürtel 18–20, 1180 Wien

Zur Navigation siehe auch den Link auf Google Maps

Anmeldung | Aus Kapazitätsgründen ist die Teilnehmer_innenzahl beschränkt.
Bitte unbedingt um Voranmeldung per E-Mail an:
m.hieslmair@akbild.ac.at

Eine Stadtführung mit Michael Hieslmair und Michael Zinganel (Stadtforscher, Tracing Spaces Wien). Eine Veranstaltung des WWTF-Forschungsprojektes „Stop and Go“ am IKW – Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften – an der Akademie der Bildenden Künste Wien.

akh-citywalk

Mit 2.100 Betten gilt das AKH als größtes Krankenhaus Europas. Es stellt zum einen eine riesige metabolistische Maschine dar, die rund um die Uhr einen enormen Menschen-, Material- und Datenfluss logistisch bewältigen muss. Der „Terminal AKH“ weist daher unterschiedlichste Ein- und Ausgänge auf und wird von mehreren getrennten Wege-Systemen und Versorgungskanälen durchkreuzt: z.B. Transport von Patient_innen, Arzneien und Laborproben, Krankenakten, Blutkonserven, Lebensmitteln, Wäsche, Müll, etc.

Zum anderen ist das AKH aber eine Institution der sozialen Integration, in der die täglichen Begegnungen von ca. 20.000 Personen aus unterschiedlichen sozialen Milieus, ethnischen und religiösen Hintergründen unter teils großer Belastung moderiert werden müssen. In der Zusammensetzung der Berufsgruppen und Hierarchiestufen der Belegschaft, der Student_innen und Lehrenden, Patient_innen und Besucher_innen bildet sich hier ein Stück weit österreichische Mobilitäts- und Migrationsgeschichte ab.

Diese „Tour“ ist die zweite in einer Serie von Stadtführungen, die als Mittel performativer Wissensgenerierung und -vermittlung die Erfahrungen von Mobilitäts-Expert_innen mit unterschiedlichen Motiven, Routen und Rhythmen, gegen überstellt, die jeweils zur Produktion von sozialem Raum beitragen. Weitere Touren führen 2015 jeweils freitags zu Knotenpunkten transnationaler Mobilität in und um Wien: u.a. zum Wiener Hafen, zu Logistik-Knoten im Süden, zum Busbahnhof in Wien-Erdberg, sowie ins Dreiländereck Slowakei, Ungarn und Österreich.

Die Touren sind Teil der öffentlichen Veranstaltungen des WWTF-Forschungsprojektes „Stop and Go“, das die Transformation öffentlichen Raums an Haltepunkten transnationaler Mobilität entlang bedeutender europäischer Verkehrskorridore untersucht, konzipiert und durchgeführt von Michael Zinganel und Michael Hieslmair an der Akademie der Bildenden Künste Wien.

Nähere Informationen zum Gesamtprojekt:
http://stopandgo-transition.net/

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Der folgende Beitrag von Gastautorin Sarah Kusché gibt einen kurzen Einblick in ein Forschungsprojekt zum Thema Gentrifizierung im Wiener Stuwerviertel. Das Projekt ist im Rahmen des Seminars „Gentrification“ im Sommersemester 2014 an der TU Wien durchgeführt worden.

Das Stuwerviertel ist im Umbruch. Ursprünglich bekannt für seine Rotlichtszene, wurde in den letzten Jahren vermehrt in Renovierungen und öffentliche Infrastruktur investiert. So entstanden einige neue U-Bahnstationen und auch die Wirtschaftsuniversität Wien im und um das Grätzel im 2. Wiener Gemeindebezirk.

Vor allem bei den Bewohnerinnen und Bewohnern riefen diese Veränderungen gemischte Gefühle hervor. Während manche diese Entwicklung als positiven Aufschwung für das Grätzel wahrgenommen haben, verbinden andere damit einen Identitätsverlust.

Um die Diversität an Meinungen zu erfassen und in den unterschiedlichen Perspektiven ein Muster zu erkennen, wurden zunächst informelle Gespräche mit Planenden der Gebietsbetreuung, Stadtforschenden, Gewerbetreibenden sowie Bewohnerinnen und Bewohnern geführt. In diesen Gesprächen vor Ort wurde klar, dass die strukturellen und materiellen Änderungen nicht nur direkten städtebaulichen und ökonomischen Einfluss haben. Das Image, die sozialen Strukturen und damit die Identität des Ortes und der Bevölkerung wurden von den Befragten als besonders stark beeinflusst wahrgenommen, wobei sich immer wieder die Frage stellte: sieht Gentrifizierung in Wien so aus? Und wer oder was sind tatsächlich die treibenden Kräfte hinter den Veränderungen?

Daraus resultierte das Vorhaben Idee Leitfadeninterviews aufzunehmen und dieselben bzw. weitere Personen zu interviewen (allerdings war es uns nicht möglich mit allen informell Befragten offizielle Interviews zu führen).

Das untenstehende Video wurde von Michael Masching, Sarah Kusché und Umut Baykan erstellt und soll die Veränderungen des Stuwerviertels und deren Einfluss auf die Bevölkerung vor Ort aus verschieden Perspektiven konzeptualisieren.

Sarah Kusché ist Studentin der Raumplanung und Raumordnung und engagiert sich für das bessere Verständnis von sozialer Benachteiligung durch ehrenamtliche Mitarbeit im Jugendzentrum „Sale für alle“ und Bildungsarbeit zu entwicklungspolitischen Themen.

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Wien wächst. Das ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Neben der natürlichen Bevölkerungsentwicklung fußt dabei ein beträchtlicher Anteil des Wachstums auf Zuwanderung. Wien ist eine attraktive Stadt zum Wohnen und Arbeiten – und das schlägt sich in einer positiven Zuwanderungsbilanz nieder.

Aber wer sind eigentlich die Personen, die nach Wien ziehen? Woher kommen sie? Und wohin in Wien ziehen sie? Ein neues Datenset der Statistik Austria gibt Einblicke in diese Fragen. Die Daten der Wanderungsstatistik, die hier zum Download bereitstehen, bilden die Wanderungen nach (und aus) Wien für die Jahre 2007 bis 2012 ab. Grundlage ist das zentrale Melderegister. Hier ein paar kurze illustrierte Fakten daraus (Grafiken durch klicken vergrößern).

Screen Shot 2014-09-18 at 1.37.50 PM

Zwischen 2007 und 2012 ist Wien durch Zuwanderung um rund 72.000 Personen gewachsen. Das entspricht einem Anteil von etwa 4,1% der Gesamtbevölkerung (Stand 2012). Tatsächlich zugewandert sind wesentlich mehr Personen, nämlich rund 462.000. Gleichzeitig haben allerdings auch 390.000 Personen Wien verlassen (rund 54% davon ins Ausland).

 

Screen Shot 2014-09-18 at 1.38.01 PMBezogen auf ihre Nationalität sind Zugewanderte höchst heterogen – siehe Grafik links. Die größte Teilgruppe machen mit etwas mehr als einem Drittel österreichische Staatsbürger aus. Deutsche, Rumänen, und Personen aus dem ehemaligen Serbien und Montenegro sind mit jeweils 6% die zweitwichtigsten Nationalitäten. Die Gruppe der “anderen” macht rund 15% aus – hierbei handelt es sich um Staatsangehörige von Ländern außerhalb der EU, exklusive den separat angeführten Ländern Russland, China, Bosnien-Herzigowina, Makedonien und der Türkei.

 

Screen Shot 2014-09-18 at 1.38.06 PMAuswanderer sind eine ebenso heterogene Gruppe. Auffallend hierbei allerdings, dass der Anteil an Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft größer ist als unter den Zuwanderern – siehe Grafik links. Die Gruppe der “anderen” macht wiederum einen großen Anteil aus, ebenso wie, interessanterweise, auch die Gruppe der Personen aus dem ehemaligen Serbien und Montenegro – seit den 1960ern eigentlich eine traditionelle Einwanderergruppe.

 

Screen Shot 2014-09-18 at 1.38.10 PMIn absoluten Zahlen ergibt sich daraus das nebenstehende Bild über die Zuwanderung nach Wien nach Nationalität in der Zeit von 2007 bis 2012. Die Gruppe der “anderen” (außerhalb der EU, exklusive China, Russland, Türkei, Serbien u. Montenegro, Kroatien, Makedonien und Bosnien-Herzigovina) ist mit fast 21.000 Personen am stärksten angewachsen, vor den Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft. 2012 wohnen rund 12.000 mehr Deutsche in Wien als 2007. Österreicher zieht es zunehmend aus der Stadt hinaus – diese Gruppe ist im Wanderungssaldo um rund 19.000 Personen geschrumpft. Der Wegzug ins Ausland ist dabei übrigens anscheinend ein wichtiger Grund für österreichische Migranten – stärker als etwa der Umzug ins suburbane Umland. Rund 2/3 der Auszügler sind ins Ausland gezogen.

 

Screen Shot 2014-09-18 at 2.34.29 PM

Nicht alle Bezirke sind für Zuwanderer gleich attraktiv beziehungsweise zugänglich. Der größte Teil der Neuankömmlinge ist zwischen 2007 und 2012 nach Favoriten, den 10. Bezirk, gezogen. Leopoldstadt, der 2. Bezirk, ist ebenfalls ein wichtiger Ankunftsort, genauso wie der 15., 16., und 20. Bezirk. Die wenigsten Personen sind in den 1. Bezirk, den 4. und den 13. Bezirk gezogen. Zuwanderer zieht es also – nicht besonders überraschend – vor allem in Bezirke mit relativ gesehen preisgünstigerem Wohnraum.

Screen Shot 2014-09-18 at 2.00.29 PM

 

Bei Betrachtung der Verteilung der Zuwanderer nach Nationalität über die Bezirke zeigt sich ein noch differenzierteres Bild. Die Grafik links zeigt für jede Nationalität den Anteil der Zuwanderer dieser Gruppe für jeden der 23 Bezirke. Mehrere Dinge fallen hierbei auf. Obwohl der 10. Bezirk für alle Gruppen wichtig ist, ist er es nicht gleichermaßen für alle. Österreicher, Deutsche und Rest-EU Zugehörige etwa ziehen in wesentlich geringerem Maß nach Favoriten verglichen mit Türken, Makedonieren, Bulgaren und Personen aus Bosnien-Herzigovina. Für Personen mit türkischer Staatsbürgerschaft ist neben Favoriten auch noch der 12. Bezirk ein wichtiger Ankunftsort. Auffallend ist auch, dass für Personen mit chinesischer und russischer Staatsbürgerschaft der 2. Bezirk besonders wichtig ist. Für letztere ist auch der 1. Bezirk ein häufigeres Ziel als für alle anderen Gruppen.

 

Screen Shot 2014-09-18 at 2.41.54 PMDer Blick auf die Verteilung der Gruppen auf Bezirke offenbart aber noch ein anderes interessantes Detail. Während für manche Gruppen – wie etwa Österreicher, Tschechen, Deutsche oder Rest-EU Angehörige die Verteilung über die Bezirke relativ regelmäßig ist (zu sehen an den geringen Größenunterschieden zwischen den Rechtecken in der Grafik oben) ist es für andere wesentlich unregelmäßiger – etwa Chinesen, Makedonier, Russen oder Türken. Institutionelle Wohnungsmarktbarrieren, Diskriminierung, finanzielle Lage der Haushalte, soziale Netzwerke und individuelle Wohnpräferenzen spielen alle eine Rolle, dass sich Zuwanderer aus diesen Gruppen stärker im Stadtraum segregieren. Die Grafik links zeigt die Unterschiede in der räumlichen Ungleichverteilung noch einmal anschaulicher – sie stellt für jede Gruppe die Spannweite zwischen dem Bezirk mit dem höchsten Anteil und dem Bezirk mit dem niedrigsten Anteil dieser Gruppe dar. Gruppen, bei denen in wenige Bezirken ein hoher Anteil an Zuwanderern zieht haben hier höhere Werte als jene, die gleichmäßiger über den Stadtraum verteilt sind – erstere wohnen stärker segregiert.

 

Anmerkung: Die Grafiken wurden mit infogr.am erstellt.

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  1. @patrick_jaritz says: 18.09.201423.32

    “Wie Zuwanderung #Wien verändert”
    http://t.co/s5Ie1O3cTb

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Eine spannende Sendung zu mietwucher gibt’s jetzt auf ORF2 um 21:05:

 

http://orf.at/stories/2225553/2225558/

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Sozial-räumliche Polarisierung bezeichnet die zunehmende Auseinanderentwicklung unterschiedlicher Viertel in einer Stadt entlang sozioökonomischer Merkmale, wie z.B. Bildung, Stellung im Beruf oder Einkommen. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit letzterem, i.e. der Polarisierung nach Einkommen.

Einkommensbezogene sozial-räumliche Polarisierung hat in vielen westlichen Städten seit den 1970er Jahren zugenommen. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Globalisierung und die Restrukturierung von städtischen Arbeitsmärkten hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft mit zunehmend auseinanderdriftenden Einkommen spielt eine Rolle. Anders gesagt, veränderte Strukturen des Arbeitsmarkts führen dazu, dass die Einkommen reicherer Haushalte zunehmend schneller wachsen als jene von ärmeren Haushalten. Ein anderer wichtiger Faktor betrifft den Wohnungsmarkt. Deregulierung und Kapitalisierung städtischer Wohnungsmärkte verstärkt sozial-räumliche Polarisierung. Mit dem zunehmenden Rückzug von Mietrechsregulierungen und sozialem Wohnbau einerseits und der steigenden Investition in attraktive Nachbarschaften andererseits, übersetzen sich soziale Polarisierungstendenzen zunehmend in räumliche Strukturen. Vereinfacht gesagt:Es gibt zunehmend attraktive Nachbarschaften mit hohem Wohnwert, die von reicheren Haushalten nachgefragt werden, und ärmere Haushalte, die sich das Wohnen in diesen Nachbarschaften immer weniger leisten können, bzw. aufgrund von Deregulierung weniger gut vor Marktkräften geschützt sind.

Vor einigen Tagen hat Mark Byrnes auf diesem Blog hier einen interessanten Beitrag zur Debatte veröffentlicht. Er zeigt, wie sich in Chicago die Einkommen über die letzten 40 Jahre auf Zählbezirksebene entwickelt haben. Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: Die reiche Innenstadt in Chicago wird immer reicher, während ärmere Teile der Stadt zurückbleiben.

In diesem Beitrag möchte ich einen kurzen Blick auf die Entwicklung in Wien zwischen 2002 und 2011 werfen. Sozial-räumliche Polarisierung ist in Wien historisch gesehen auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Gründe dafür finden sich in der Arbeitsmarktstruktur, aber auch in sozialstaatlichen Maßnahmen, sowie in der interventionistischen Wohnungspolitik, die sozial-räumliche Mischung befördert hat. Doch wie hat sich die sozial-räumliche Struktur in Wien in den letzten Jahren entwickelt? Gibt es ähnliche Tendenzen wie in Chicago zu beobachten? Sind in Wien ebenfalls die reicheren Viertel reicher geworden und die Ärmeren ärmer?

Daten und Methode

Ich verwende für meine Analyse neue Daten aus der Lohnsteuerstatistik. Für die Jahre 2002 bis 2011 enthält das Datenset die durchschnittlichen Jahresnettoeinkommen von Personen nach Wiener Gemeindebezirken. Die Nettoeinkommen haben den Vorteil, dass unterschiedlich hohe Steuerbelastungen bereits herausgerechnet sind. Die Durchschnittswerte bringen Probleme mit sich: Erstens werden sie von Ausreißern nach oben und unten verzerrt. Andererseits, und damit zusammenhängend, geben sie keinen Aufschluss über die Streuung der Werte. Nichtsdestotrotz ermöglichen sie eine erste Annäherung an die gegebene Fragestellung.

In einem ersten Schritt vergleiche ich die Absolutwerte für das Jahr 2002, um herauszufinden, in welchen Bezirken die Einkommen hoch sind und in welchen niedrig. In einem zweiten Schritt berechne ich die relative Position der einzelnen Bezirke zum Wiener Durchschnittswert. Hierfür beziehe ich für jeden Bezirk den gegebenen Wert der durchschnittlichen Jahresnettolohnsumme auf den nach Bevölkerung gewichteten Durchschnittswert der gesamten Stadt. Ein Vergleich dieser relativen Anteile über die Zeit ermöglicht zu erkennen, wie sich die sozialräumliche Struktur nach Einkommen entwickelt hat.

Die Ausgangssituation: die sozial-räumliche Struktur nach Einkommen in Wien im Jahr 2002

Im Jahr 2002 zeigt die Einkommensverteilung nach Bezirken ein diverses Bild. Am meisten verdienen die Bewohner_innen des ersten Bezirks. Hier liegt das durchschnittliche Jahresnettoeinkommen bei 25.463€. Dicht gefolgt wird der 1. Bezirk vom 13. und 19. Bezirk. Am unteren Ende der Einkommen befinden sich die Bewohner_innen des 15. Bezirks. Das Durschnittseinkommen liegt hier bei 14.999€. Nur knapp höher sind die Einkommen im 20. Bezirk. Die Spannweite zwischen reichstem und ärmstem Bezirk ist beachtlich: Im Schnitt hat eine Person im 15. Bezirk rund 10.000 pro Jahr weniger zur Verfügung als eine Person im 1. Bezirk. Relativ gesehen verdient erstere im Schntt rund 59% des Einkommens einer Person im 1. Bezirk.

 

Einkommen 2002 in Wr. Gemeindebezirken
Bezirk Jahresdurschnittseinkommen in € Rang
1. Bezirk                                                      25.463 1
13. Bezirk                                                      23.914 2
19. Bezirk                                                      22.469 3
23. Bezirk                                                      20.799 4
18. Bezirk                                                      20.413 5
4. Bezirk                                                      20.325 6
8. Bezirk                                                      20.108 7
14. Bezirk                                                      19.511 8
9. Bezirk                                                      19.106 9
22. Bezirk                                                      18.915 10
6. Bezirk                                                      18.724 11
3. Bezirk                                                      18.701 12
7. Bezirk                                                      18.429 13
21. Bezirk                                                      17.977 14
17. Bezirk                                                      17.604 15
12. Bezirk                                                      16.950 16
11. Bezirk                                                      16.742 17
10. Bezirk                                                      16.707 18
2. Bezirk                                                      16.439 19
16. Bezirk                                                      16.330 20
5. Bezirk                                                      16.258 21
20. Bezirk                                                      15.696 22
15. Bezirk                                                      14.999 23

 

 

Die Entwicklung seit 2002

Seit 2002 sind klare Veränderungen erkennbar. Das durchschnittliche Einkommen in der Stadt stieg zwischen 2002 und 2011 von 18.800€ auf 21.700€. Dieses Wachstum ist allerdings nicht gleich auf die Bezirke verteilt.

Zwischen 2002 und 2005 wächst das durschnittliche Einkommen relativ zum gesamtstädtischen Durchschnitt stark im 1., 3., 6., 7. und 13. Vor allem die 2002 bereits reicheren Bezirke innerhalb des Gürtels haben also überdurchschnittliche Zugewinne. Zwischen 2005 und 2011 fallen vor allem die Bezirke 15., 16. und 10. zurück. Vor allem also 2002 bereits ärmere Bezirke außerhalb des Gürtels verlieren relativ gesehen. Im Vergleich von 2002 und 2011 ist eine stärkere sozial-räumliche Polarisierung nach Einkommen verglichen mit 2002 erkennbar. Insbesondere die positive Entwicklung der inneren Bezirke im Gegensatz zur negativen Entwicklung der gürtelnahen äußeren Bezirke ist auffallend. Die untenstehenden Karten verdeutlichen diese Entwicklung zwischen 2002 und 2005 bzw. 2005 und 2011. Die Tabelle unten zeigt die relative Entwicklung der Einkommen über die gesamte Periode 2002 bis 2011.

2002 2005

2011

Auffallend in der untenstehenden Tabelle ist vor allem der starke relative Anstieg der Einkommen im 1. Bezirk. Gemessen am gesamtstädtischen Durchschnitt sind sie zwischen 2002 und 2011 um 28% gestiegen. In absoluten Zahlen verdient eine Person im 1. Bezirk im Jahr 2011 im Schnitt um 8800 € mehr als noch 2002. Das sind – auf Monate umgerechnet – ungefähr 70€ netto mehr jedes Monat. Im Vergleich, im 15. Bezirk, dem ärmsten im Jahr 2002 ist das Durschnittseinkommen lediglich um 1400€ gestiegen – ungefähr 12€ netto mehr jedes Monat. (alle Absolutwerte nicht bereinigt um Inflation)

Veränderung Einkommen 2002 -2011 in Wr. Gemeindebezirken, relativ zum gesamtstädtischen Durchschnitt
Bezirk Veränderung Rang
1 28% 1
7 9% 2
3 5% 3
6 4% 4
13 4% 5
4 3% 6
18 3% 7
22 3% 8
9 3% 9
8 3% 10
2 1% 11
5 1% 12
11 0% 13
21 0% 14
19 0% 15
16 -1% 16
23 -1% 17
14 -2% 18
17 -2% 19
20 -2% 20
15 -3% 21
12 -4% 22
10 -5% 23

 

 

Conclusio und verbleibende Fragen

Die Analyse zeigt, dass auch in Wien sozial-räumliche Polarisierung nach Einkommen beobachtbar ist. In Bezirken mit bereits hohem Einkommen 2002 waren die Anstiege tendenziell höher als in jenen mit niedrigen Einkommen. Hierbei ist vor allem auffallend, dass es eine Entwicklung gibt, dass Bezirke innerhalb des Gürtels relativ gewinnen, während jene außerhalb, die an den Gürtel grenzen, zunehmend verlieren. Die Zugewinne in den Einkommen waren im 1. Bezirk, dem Bezirk mit den mit Abstand höchsten Einkommen bereits 2002, besonders stark.

Auf Basis dieser Analyse kann man keine Schlüsse über das “warum” ziehen in Bezug auf die steigenden Polarisierungstendenzen. Somit bleiben hier offene Fragen. Die Restrukturierung des Arbeitsmarkts, die zunehmende Ansiedlung von Dienstleistungsbetrieben insbesondere im Finanzsektor in der Stadt, spielen mit Sicherheit eine gewichtige Rolle (Stichwort Manager- vs. Angestelltengehälter). Anders gesagt, reichere Personen haben zunehmend mehr verdient als ärmere und da diese beiden Gruppen auch traditionell in verschiedenen Teilen der Stadt wohnen, zeigt sich die Einkommenspolarisierung auch zunehmend im räumlichen Muster. Diese Erklärung hat allerdings Grenzen. Mitzudenken ist, dass es auch Mobilität am Wohnungsmarkt gibt. Die starken durchschnittlichen Einkommenszuwächse in den inneren Bezirken lassen auch den Schluss zu, dass es hier einen steigenden Zuzug von reicheren Haushalten gibt, während ärmere Haushalte zunehmend ausziehen (müssen). Diese Hypothese deckt sich mit Sicherheit mit den kürzlichen Entwicklungen am Wohnungsmarkt. Hier gibt es, vor allem in der Innenstadt, eine steigende Dichte an “Luxuswohnungen” und Zuzug reicherer Haushalte. Gleichzeitig gewinnen lagebezogene Kriterien in der Mietpreisfestsetzung im Kontext einer Deregulierung des privaten Mietwohnungsmarkts kontinuierlich an Bedeutung. Die hohen Preise für Luxuswohnungen bringen damit, über den Umweg des Bodenpreises,  zunehmend auch ärmere MieterInnen unter Druck (z.B. über das 1994 eingeführte System der Lagezuschläge, siehe hier).

 

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