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Werbefahrt mit Präsentationen!

Stadterforschung per Rad und zu Fuß zu selbstorganisierten und unabhängigen Archiven und Bibliotheken in Wien. Treffpunkt: Samstag, 22.06.2013, 13.30 Uhr bibliothEKH, Wielandgasse 2 – 4, 1100 Wien.

Folgende Archive und Bibliotheken werden im Rahmen der Stadterforschung besucht (Einstieg bei jeder Zwischenstation möglich, es wird eine Fahrrad- und eine FußgängerInnen-Gruppe geben):

Bring your own Bike/Heizdecke/Wanderschuhe!

 

13.30 Uhr

bibliothEKH

Wielandgasse 2 – 4, 1100 Wien

15 Uhr

Bibliothek von unten, Archiv der sozialen Bewegungen

Wipplingerstrasse 23, 1010 Wien

16.30 Uhr

Anarchistische Bibliothek & Archiv

Lerchenfelderstraße 124 – 126/3/1A, 1080 Wien

18 Uhr

Archiv der Wiener Punkbewegung

Johnstrasse 45, 1150 Wien

 Über die Initiative Radikal hat Bestand

„Wir verstehen uns als Kooperation selbstorganisierter, unabhängiger Archive und Bibliotheken in Wien – hervorgegangen aus privaten beziehungsweise projektbezogenen Sammlungen und dem Wunsch nach Kollektivierung, sowie der Notwendigkeit, die eigene Geschichte zu dokumentieren und zugänglich zu machen.

Utopien einer befreiten Gesellschaft, die Versuche ihrer Umsetzung und vielfältige Formen des Protestes und Widerstands sollen verbreitet und reflektiert werden statt in Vergessenheit zu geraten. Ihre Darstellung und Aufarbeitung darf nicht den Herrschenden überlassen werden. Denn eine kritische Erinnerung sowie die Verbindung von Gewesenem und Aktuellem vermag anzuregen, Perspektiven zu vermitteln und Kraft für soziale und politische Kämpfe zu geben.

Archive und Bibliotheken sind mehr als Räume reinen Wissenserwerbs. Für uns sind sie genauso Orte, um zu kommunizieren und zu diskutieren, Infos auszutauschen, zu schmökern, neue Zusammenhänge zu entdecken, Zeit miteinander zu verbringen…
Die Freihandaufstellung macht die Bücher unmittelbar zugänglich, aber auch Flugblätter, Plakate und Zeitschriftenartikel, die sonst nirgendwo erhältlich sind, lassen sich mit persönlicher Beratung in den Archiven aufstöbern.

Auf der Website http://radikalhatbestand.noblogs.org findet ihr Beschreibungen der einzelnen Projekte, Öffnungszeiten und Adressen: Kommt vorbei!“

Stadterforschungen in Wien und darüber hinaus sollen zur Selbstaneignung von (Stadt-)Geschichte dienen, zur Entwicklung eines kritischen Blicks auf Stadt(-entwicklungen, -planungen) beitragen. Aus verschiedenen Gründen interessante Orte gibt es ja genug. Also: bei Interesse kommen, und wenn wer was über die jeweiligen Orte weiß einfach erzählen.
Kontakt: stadterforschung (at) gmx.at

Recht auf Stadt!

Links und Kontakt:

BibliothEKH: bibliothEKH@riseup.net

Bibliothek von unten: info@bibliothek-vonunten.org, www.biblioweb.at/bibliothekvonunten

Archiv der sozialen Bewegungen: archiv.wien@gmx.at

Anarchistische Bibliothek & Archiv: info@a-bibiothek.org, www.a-bibliothek.org

Archiv der Wiener Punkbewegung: archivderwienerpunkbewegung@riseup.net

Stadterforschungen: http://no-racism.net/thema/113/

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Stadterforschung per Fahrrad gemeinsam mit dem Cit-Collecitve zum ehemaligen Gaswerk Leopoldau. Treffpunkt: Samstag, 01.06.2013, 13 Uhr, U1 Endstation Leopoldau. Das Gaswerk ist per Fahrrad 10 min entfernt.

Das Gaswerk Leopoldau wurde in den Jahren 1909 – 1912 errichtet. Seit Ende der 1980er Jahre ist das Werk stillgelegt. „Erhalten blieb hingegen ein (…) bemerkenswertes Ensemble aus Wohn- und Verwaltungsgebäuden, welche durch zwei Alleen erschlossen sind. Erbaut wurden diese ein und zweigeschossigen Gebäude mit hohen Walm- beziehungsweise Mansardwalmdächern in einer Villen- und Schlosstypologie mit Anleihen beim Heimatstil.“ (laut Wikipedia) Auf dem Gelände befinden sich heute 17 denkmalgeschützte Gebäude und einige leerstehende Industriehallen.

Auf einem weiteren Teil des Areals wurde im Juli 2007 die Betriebsgarage Leopoldau der Wiener Linien eröffnet. Hier werden rund 200 Busse für insgesamt 27 Buslinien – darunter sieben der NightLine Wien – abgestellt.

Das Areal des Gaswerk Leopoldau ist Teil des Zielgebiets „Siemens – Allissen“ der Wiener Stadtentwicklung. Die Stadt Wien rief im Jahr 2012 einen Wettbewerb zur Nutzung des Gaswerk-Geländes aus – benannt als „offener und kooperativer Planungsprozess“. Von einem offenen Prozess kann aber keine Rede sein, das Verfahren wurde so angekündigt, dass nur Eingeweihte davon überhaupt mitbekamen. Die Bevölkerung wurde nicht informiert und auch das Cit-Collecitve, das seit 2011 mehrere Male versuchte, bei den Zuständigen der Stadt Wien bezüglich des Gaswerks vorzusprechen, wurde davon nicht informiert. Im Oktober 2012 führte die Entwicklungsgesellschaft eine öffentliche Veranstaltung zur Nutzung des Geländes statt, eine wirkliche Diskussion fand jedoch nicht statt.

Das Cit-Collective setzt sich für eine Nach-Nutzung des Geländes ein, die nicht Profitinteressen unterworfen wird sondern den Bedürfnissen der Stadtbewohner_innen entspricht.

Aus einer Presseaussendung des Cit-Collective vom 11. Oktober 2012:

„So nicht: Das leerstehende städtische Wiener Gaswerk Leopoldau soll durch eine Verwertungsgesellschaft meistbietend verscherbelt werden!

Wir denken, dass das freigewordene Areal mit wunderschönen Jugenstilgebäuden aus den 1910er Jahren der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden soll, anstatt es der Immobilienspekulation auszuliefern. Nachdem das Areal über Jahre ungenutzt war und einem teilweisen Verfall preisgegeben wurde, wird es nun plötzlich in einem sehr fragwürdigen Eilverfahren an Planungsbüros zur ‘Entwicklung’ und Verwertungsvorbereitung weitergeben. Dieses Eilverfahren endet nach nur drei Wochen am 15. Oktober (kommenden Montag). Zur Einreichung zugelassen sind dabei nur staatlich geprüfte Ziviltechniker_innen mit Kammermitgliedschaft.

Diese strategisch gesetzte Zugangsbeschränkung widerspricht nicht nur sehr augenscheinlich der angeblichen ‘Offenheit’ dieser ersten Planungsphase, sondern stampft auch gleichzeitig den vollmundigen Anspruch eines generell ‘kooperativen’ Planungsprozesses in den Boden.

Es ist wie immer: Die Stadt hat durch äußerst eng gesteckte Rahmenbedingungen jedwede mögliche kreative Teilhabe durch die Bevölkerung an der Ideenfindung im Keim erstickt. Diese Situation muss verhindert werden! Es kann nicht sein, dass ein historisches und einzigartiges Objekt in der Größe eines ganzen Stadtteiles (23,5 ha) in einem üblichen Schnellverfahren ohne die breite Beteiligung der Bevölkerung einer neuen Nutzung zugeführt wird. Deswegen fordert das CIT-Collective:

1) Stoppt die derzeitige Einreichfrist für die erste Phase des Planungsverfahrens! – Ideen, Diskussion und echte Teilhabe brauchen viel Zeit!

2) Öffnet den Zugang für alle Interessensgruppen und Individuen – auch ohne explizit ziviltechnische Ausbildung! – Echte Partizipation sortiert nicht aus, sondern bindet unterschiedliche Positionen ein!

3) Veröffentlicht umgehend die bisher unter Verschluss gehaltenen aktuellsten Kontaminations-Berichte über das Gaswerk Leopoldau! Denn die dortige Schadstoffbelastung des Bodens stellt nachweislich noch immer eine weitreichende Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung dar! – Offene Prozesse geben Informationen frei, statt sie zu verstecken!“

—-

Also: kommt zur Stadterforschung zum Gaswerk Leopoldau am 01.06.2013. Ein interessantes Gelände, sicher einen Besuch wert.

Stadterforschungen in Wien und darüber hinaus sollen zur Selbstaneignung von (Stadt-)Geschichte dienen, zur Entwicklung eines kritischen Blicks auf Stadt(-entwicklungen, -planungen) beitragen. Aus verschiedenen Gründen interessante Orte gibt es ja genug. Also: bei Interesse kommen, und wenn wer was über die jeweiligen Orte weiß einfach erzählen.
Kontakt: stadterforschung (at) gmx.at

Recht auf Stadt!

links:

Cit-Collective: http://citcollective.wordpress.com/

Stadterforschungen: http://no-racism.net/thema/113/

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Für alle, die sich für Themen wie Gentrifizierung, Immobilienkrise und Stadtentwicklung interessieren strahlt ARTE am Donnerstag, 30.5. um 23:30 eine interessante Doku aus. Die Beschreibung von “Betongold – Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam” liest sich wie folgt:

Das Haus in Berlin-Mitte, in dem Regisseurin Katrin Rothe lebt, bekommt wechselt eines Tages den Besitzer. Dieser Investor erscheint zunehmend als übermächtiger Feind, dem die Mieter hilflos gegenüber stehen – trotz ihrer Mietverträge. Eine Dokumentation über den europäischen Immobilienboom, Angst und die Unsicherheit der Betroffenen.

Vor sechs Jahren wurde die globale Finanzkrise durch amerikanische Immobilienkrediten ausgelöst. Jetzt droht die nächste Immobilienblase: In Europa investieren Anleger nicht mehr in Aktienfonds, sondern in sogenanntes Beton-Gold. Vor allem in den Großstädten ist die Nachfrage riesig, die Quadratmeterpreise für Wohnraum explodieren. Wenn ein Haus in die Hände eines Investors fällt, heißt das für die Mieter Angst und Unsicherheit. Im Briefkasten landen Abmahnungen, Kündigungen, Räumungsklagen. Nur ohne die Altmieter lassen sich aus den Wohnungen lukrative Anlageobjekte machen. Zwar schützt das deutsche Recht die Mieter, aber das wird in der Realität immer weiter ausgehöhlt. Auch das Haus in Berlin-Mitte, in dem die Regisseurin Katrin Rothe lebt, bekommt eines Tages einen neuen Besitzer. Es ist ein Investor, spezialisiert auf “einzigartige Wohnungsbauten in Toplagen” und “Wohnhäuser mit Entwicklungspotenzial”. Bei ihren Recherchen stößt sie auf Firmen, die mit dubiosen Mitteln arbeiten. Es ist eine neue Welt, mit der sie da konfrontiert wird. Der Investor erscheint zunehmend als übermächtiger Feind, dem die einzelnen Mieter hilflos gegenüber stehen – trotz gültiger Mietverträge. Der Dokumentarfilm erzählt emotional und berührend die Geschichte einer Hausgemeinschaft, die plötzlich in den Strudel des Immobilienhypes gerät. Mit ihrer Kamera hält die Ich-Erzählerin den monatelangen Kampf der Mieter gegen Einschüchterungen und Schikanen fest. Was sie nicht filmen darf, zeichnet sie. Bei den Besichtigungsterminen unterscheiden sich die Kaufinteressenten kaum von den bisherigen Mietern. Auch sie gehören zur Mittelschicht, auch sie sind Getriebene der Finanzkrise, auch sie versuchen nur, ihr Geld existenzsichernd anzulegen. Für Solidarität mit den Mietern bleibt da kein Platz. Die Filmemacherin thematisiert den schleichenden städtischen Umbau der Eigentumsverhältnisse und zeigt dabei auch die innere Zerrissenheit der Betroffenen, denen – wenn sie nur schnellstmöglich ausziehen – immer höhere Abfindungen angeboten werden. Doch was tun mit all dem Geld? Eine Wohnung anzahlen, Schulden machen? Selbst in Beton-Gold investieren? (ARTE.tv)

 

 

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Samstag, 20. April 2013, Treffpunkt 12.30 Uhr beim Fluc/ Praterstern, 1020 Wien.
Stadterforschung per Fahrrad in den 22. Bezirk, Stadtentwicklungsgebiet Aspern “Seestadt” und Wagenplatz Gänseblümchen.

Weil alles am Weg liegt wird die Route der Stadterforschung (mit Fahrrad) ausgehend vom Praterstern vorbei an der Baustelle der neuen Wirtschaftsuniversität Wien, zum Viertel Zwei, vorbei am Sportclub Hakoah und der ÖGB-Zentrale, über die Praterbrücke und entlang der U2 in Stadlau führen.

Der Wagenplatz Gänseblümchen

Dem Wagenplatz Gänseblümchen wurde im Juli 2012 ein Grundstück in der “Seestadt” Aspern in Aussicht gestellt, dann aber doch verweigert. Die Seestadt argumentierte mit zu wenig Platz und Sicherheitsproblemen. Nach einem Monat Demonstration am Straßenrand und kritischer Nachfrage von einigen Medien, wurde dem Wagenplatz für zwei Monate (August bis September 2012) eine kleine Fläche zur Verfügung gestellt. Diese Zeit sollte genutzt werden um in Kooperation mit der Stadt eine längerfristige Lösung für den Wagenplatz zu finden.

Daraus wurde schlussendlich nichts und die Gruppe musste zurück auf die Straße (Oktober bis Dezember 2012) um von dort wieder auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Nach zähen Verhandlungen und weiteren Anfragen verschiedener Medien wurde erneut kurzfristig die Überwinterung in der Seestadt ermöglicht. In Gesprächen hieß es anfänglich sogar, dass eine längerfristige Lösung in der Seestadt ermöglicht werden könnte.

Am 05. April 2013 musste der Wagenplatz nun erneut seinen Standort wechseln. Aus der Presseaussendung:

“Ganz offensichtlich sind Menschen, die in Wagen leben, in Österreich und insbesondere in Wien immer noch nicht wünschenswert.

Für die Entwicklungsgesellschaften ist der Wagenplatz eine Gefahr, das Bild einer sauberen und modernen Stadt zu stören. Dabei wird das Top-Down-Planungskonzept auch von vielen Fachleuten als zu steril kritisiert. Bottom-Up organisierte Inseln, wie der Wagenplatz Gänseblümchen, wären ideal um auch natürliche Stadtentwicklungsprozesse anzustoßen.

Hier will eine private Gesellschaft, die 3420 Aspern Development AG, beim Stadtbauen lieber ungestört bleiben: Rechtlich seien sie den Gänseblümchen gegenüber zu nichts verpflichtet, heißt es. Die private Besitzerin, die Wirtschaftsagentur Wien, brauche keine Argumente. Wer trotzdem welche hören möchte bekommt zu hören ‘Hier ist kein Platz’ oder ‘Es ist viel zu gefährlich’.

Dabei präsentiert sich hier ein ganz anderes Bild: Freie Flächen gibt es in der Seestadt ohne Ende, das Entwicklungsgebiet umfasst 240 Hektar Acker, von dem derzeit nur ein kleiner Anteil bebaut wird. Die Seestadt versucht sich daher als offenes und partizipatives Projekt darzustellen, um die Aufmerksamkeit und Akzeptanz der Wiener Seele zu erreichen. Wer an dieser Entwicklung aktiv mitmischen will, wird aber vor die Tür gesetzt.

‘Von allen Seiten bekommen wir zu hören wie schade es sei, dass wir es bei der Platzsuche so schwer haben; doch was nützt uns Sympathie und Nettigkeit wenn uns die Verantwortlichen immer wieder auf die Straße setzen?’ so eine Bewohnerin des Platzes.

Wir fordern die Seestadt Aspern auf ihrer Verantwortung als größtes Stadtentwicklungsprojekt nachzukommen, den Wagenplatz Gänseblümchen auf ihrem 240 ha Grundstück zu belassen und damit selbst organisierten Strukturen die Möglichkeit zu geben aktiv an der Stadtentwicklung teilzunehmen.”

Die “Seestadt” Aspern

2008 wurde das Stadtentwicklungsgebiet Flugfeld Aspern “gebrandet” und heißt nun “Die Seestadt”. Ein neuer “lebenswerter, attraktiver, multifunktionaler, moderner, innovativer Stadtteil mit überregionaler Bedeutung” soll dort in den nächsten Jahren entstehen. Die Linie U2 wird im Oktober 2013 dorthin verlängert, ein innovatives Konzept für die Stadterweiterung Wiens soll umgesetzt werden. Mittlerweile versucht die “Wien 3420 Aspern Development AG” über diverse Veranstaltungen symbolisches und kulturelles Kapital auf die Brache zu holen. Damit soll bezweckt werden, keinen leblosen Stadtteil am Rand von Wien zu schaffen, sondern Menschen von Beginn an in die Entwicklung und Gestaltung einzubeziehen. Ob das gelingen wird, wird sich zeigen.

Viel ist vom neuen Stadtteil bis jetzt nicht zu sehen. Ein Infopoint in Form eines Containerdorfes und das sogenannte Flederhaus stehen am ehemaligen Flugfeld und sollen die Bürger_innen über die geplanten Baumaßnahmen informieren. Die U2-Endstation ist beinahe fertig, der zur “Seestadt” gehörende namensgebende künstliche See spiegelt ruhig vor sich hin. Als erstes Gebäude wurde im Oktober 2012 das Technologiezentrum “Aspern IQ” eröffnet. Ansonsten: eine weite, freie Fläche, auf der noch die Reste des früheren Flughafen Aspern zu erkennen sind. Aber doch ein interessanter Ort, wenn man bedenkt, welche stadtplanerischen, verkehrstechnischen, umweltpolitischen und sozialen Folgen dieses Projekt haben wird.

Zur Geschichte von Aspern:

In Aspern wurde nach österreichischer Geschichtsschreibung dem Heer Napoleons im Mai 1809 die erste Niederlage zugefügt, in französischer Geschichtsschreibung wird dieser vermeintliche österreichische Sieg jedoch negiert. Zeug_innen dieser Schlacht sind heute noch der “Löwe von Aspern”, ein Steinmonument am Asperner “Siegesplatz”, unweit des Asperner “Heldenplatzes”.

Der Flughafen Aspern wurde 1912 eröffnet und war zu dieser Zeit der größte und modernste Europas. Im II. Weltkrieg war das Flugfeld Aspern Luftwaffenstützpunkt für die Nazi-Flieger. 1945 wurde der Flugplatz von der Roten Armee besetzt und die sowjetische Kommandatur in Aspern eingerichtet. In den 60er und 70er Jahren wurde das Flugfeld auch als Autorennplatz benutzt. 1977 wurde der Flughafen Aspern aufgelassen da Schwechat wichtiger wurde. Seit 1982 befindet sich dort das Werk von General Motors Austria.

Im Südosten des ehemaligen Flugfeldes befindet sich der sogenannte Holocaust-Gedächtniswald. 1987 wurde dort zum Gedenken an die während der Nazi-Diktatur ermordeten jüdischen Wienerinnen und Wiener für jedes Opfer ein Baum gepflanzt.

In Aspern befand sich von September 1944 bis April 1945 ein Zwangsarbeitslager für ungarische Jüd_innen. Es ist jedoch bis heute nicht klar, wo genau sich dieses Lager befand.

Stadterforschungen in Wien und darüber hinaus sollen zur Selbstaneignung von (Stadt-)Geschichte dienen, zur Entwicklung eines kritischen Blicks auf Stadt(-entwicklungen, -planungen) beitragen. Aus verschiedenen Gründen interessante Orte gibt es ja genug. Also: bei Interesse kommen, und wenn wer was über die jeweiligen Orte weiß einfach erzählen.
Kontakt: stadterforschung (at) gmx.at

links:
Wagenplatz Gänseblümchen: http://gaensebluemchen.wagenplatz.at
Stadterforschungen: http://no-racism.net/thema/113/

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Wer Informationen über Wohnen in Wien aus erster Hand der Entscheidungsträger erhalten will, hat heute die Möglichkeit u.a. Stadtrat Michael Ludwig in einem Speeddating in der GB*3/11 zu treffen. Die Einladung liest sich wie folgt:

Technische Neuerungen wie Niedrigenergie- und Passivbauweise, der Wunsch nach Mitbestimmung beim Bau, die Nachfrage nach Wohnungen, die sich flexibel an unterschiedliche Lebensphasen adaptieren lassen, gemeinschaftliche Wohnformen, die Entwicklung von neuen Stadtteilen in teils dicht bebautem Stadtgebiet sind nur einige Aspekte, die das Wohnen in Zukunft prägen werden. Im Rahmen eines Speed-Datings beantworten Expertinnen und Experten aus Politik, Planung, Verwaltung und Forschung Fragen zum Thema.

In jeweils 5-minütigen 4-Augen-Gesprächen haben die BesucherInnen so Gelegenheit, mit verschiedenen ExpertInnen zu sprechen.

Also, für alle, die noch keinen Diskussionspartner über Wohnthemen für heute Nachmittag gefunden haben – auf nach Erdberg, Fiakerplatz 1, 1030 Wien. Folgende ExpertInnen bitten zum Dating:

Michael Ludwig, Wohnbaustadtrat – Kostengünstiges Wohnen
Rudolf Zabrana, Stv. Bezirksvorsteher Landstraße – Entwicklungen im Bezirk
Katharina Bayer, EINSZUEINS Architektur – Baugruppen
Ingrid Farag – Frauenwohnprojekt ro*sa KalYpso
Christiane Feuerstein, Architektin – Generationen-Wohnen
Georg Kogler, trans_city – Smart Wohnen
Maja Lorbek, TU Wien, Abteilung für Wohnbau –Trends im Wohnbau
Gabriele Aigner-Tax, Wohnservice Wien – Wohnberatung und Wohnungsvergabe
Christoph Reinprecht, Universität Wien, Institut für Soziologie – Zukunft des sozialen Wohnbaus
Rudolf Szedenik, s+s Architekten – Passivhaus

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Das IFK veranstaltet in Kooperation mit dem Department für Kulur- und Sozialanthropologie der Universität Wien eine Konferenz zum Thema Krise, Verdrängung, Städte und Migranten. In der Ankündigung heißt es:

The conference will address questions of diversity (including, but not limited to, cultural diversity), as well as social and spatial displacements (including processes of gentrification) that mark contemporary urban life in a variety of cities.

Genauere Informationen gibt es hier, das genaue Programm findet sich hier.

Die Veranstaltung wird auf Englisch abgehalten.

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Die Abteilung Kommunalpolitik der AK Wien veranstaltet eine Tagung zum Thema “BürgerInnenbeteiligung in der Stadt – Zwischen Demokratie und Ausgrenzung?”.

Das Programm ist eine Reihe von Vorträgen mit abschließender Podiumsdiskussion. Zu Wien sprechen etwa Hans Emrich über “Agenda 21 in Wien – Mitgestaltung nur für BesserverdienerInnen?” und Andrea Breitfuss über “Die Gebietsbetreuung Wien – Programm für schwer erreichbare Gruppen?”. Für den internationalen wissenschaftlichen Rahmen sorgen Norbert Kersting von der Universität Münster, Johanna Klatt vom Göttinger Institut für Demokratieforschung und Rolf Prigge von der Universität Bremen.

Anmeldung bis 2.4. unter stadt@akwien.at erbeten.

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Es bewegt sich wieder etwas in Sachen Leerstand:

Am Samstag lädt die dann IG Kultur Wien zu einem zweiteiligen Workshop ins TÜWI:

Workshop: Leerstand? — Was tun?!

1. Teil, 15-17 Uhr: “Leerstand?”

Es gibt kurze Inputs zum Thema Gentrifizierung, “die kreative Stadt”, und Urban Commons; einige Ergebnisse der Studie “Perspektive Leerstand”, des Positionspapiers der IG Kultur Wien und der Leerstandsmelder werden vorgestellt. Umrissen werden außerdem die Kampagne “Recht auf Stadt” und die Idee der Stadtentwicklung von unten.
Um einen Einblick vom Stand der Dinge der Stadtpolitik zu bekommen, wird eine “politische Wetterkarte” skizziert. Es werden die Positionen der städtischen Akteur_innen und deren Interessen am Thema Leerstand vorgestellt. Wir wollen eine Prognose wagen, was uns bei der Zwischennutzungsagentur erwartet. Es gilt auszuloten, ob der damit festgeschriebene Horizont der Möglichkeiten auch unserer sein soll, oder welche anderen Perspektiven wir haben.
Es sollen sich grundlegende Fragen herausschälen, die wir dann nach Bedarf diskutieren wollen.

Pause/Essen: 17-18 Uhr

2. Teil, 18-20 Uhr: “Was tun?!”

Im zweiten Teil des Workshops werden die konkreten Handlungsmöglichkeiten im Vordergrund stehen. Ist der erste Teil offen für alle Interessierten an diesem Thema und eher theoretisch, so ist dieser Teil gedacht für all jene, die Konkretes dazu planen und organisieren wollen. Es ist ein Raum für konzentriertes Überlegen und Vernetzen, für die Erarbeitung von gemeinsamen Schritten und Strategien, inspiriert von den Diskussionen des ersten Teils

ab 20.30 Volxküche und Austausch

ab 21 Uhr Soli-Fest “we demand our rights” für das Refugee Camp und für ein Recht auf Stadt für ALLE!

Sa., 16.03.2013 15-20.00h – Tüwi – Peter-Jordan 76, 1190 Wien

Erdgeschoße!

Am darau folgenden Donnerstag veranstaltet die GB*3/11 eine Diskussion zum Thema Erdgeschoßzonen:

Wie kommt Leben in die Stadt? Die Erdgeschoßzone ist die Schnittstelle zwischen privatem und öffentlichem Raum. Wie kann sie dazu beitragen, dass unsere Stadt lebendig bleibt?
Theresa Schütz/TU Wien, Willi Hejda/IG Kultur, Katharina Fohringer/ GB*9/17/18 und Philipp Reven/GB*3/11 diskutieren mit Ihnen die aktuellen Möglichkeiten und Probleme der Erdgeschoße in Wien.

Do., 21.3.2013 – 18-20.00h – Wohnzimmer Fiakerplatz in der GB*3/11 – Fiakerplatz 1, 1030 Wien

3 comments
  1. […] >> mehr Informationen HIER / via urbaniZm […]

  2. UrbaniZm says: 27.03.201323.38

    21 Mar 13 // Erdgeschosse // GB* 3/11 Wien | disurban said:

    […] >> mehr Informationen HIER / via urbaniZm […]

    at 09.03 on 20.03.2013
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  3. UrbaniZm says: 27.03.201323.38

    21 Mar 13 // Erdgeschosse // GB* 3/11 Wien | disurban said:

    […] >> mehr Informationen HIER / via urbaniZm […]

    at 09.03 on 20.03.2013
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mit Felix Wiegand – geb. 1983 studierte Politikwissenschaft an der Universität Wien und ist zurzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind kritische Raum- und Stadtforschung, das Werk von David Harvey sowie materialistische Staats- und Gesellschaftstheorie.

und INURA Wien – Bettina Köhler, Franziska Lind, Johannes Puchleitner

12.3.2013, 18:00 Uhr, Atelierhaus, Lehargasse 6-8, 1060, 1.Stock, in der Klasse für konzeptuelle Kunst von Marina Gržinić

Mit dem weltweiten Wiederaufschwung urbaner sozialer Bewegungen und den vielfältigen Konflikten im städtischen Raum ist in den letzten Jahren ein wachsender Bedarf nach einer kritischen Analyse und Deutung aktueller, neoliberaler Formen der Stadtentwicklung entstanden. In diesem Kontext stellt das Werk des kritischen Geographen und marxistischen Gesellschaftstheoretikers David Harvey für viele AktivistInnen und StadtforscherInnen einen wichtigen Bezugspunkt dar. Seit der Veröffentlichung seines bahnbrechenden Buches “Social Justice and the City” im Jahr 1973 beschäftigt sich Harvey – neben vielen anderen Themen – intensiv mit dem Zusammenhang von Urbanisierung und Kapitalismus, zuletzt ist von ihm 2012 “Rebel Cities. From the Right to the City to the Urban Revolution” erschienen.

Der Vortrag fragt danach, was Harveys Werk zum besseren Verständnis neoliberaler Stadtentwicklung – und ihrer Krisen – beitragen kann, und untersucht, worin aus dieser Perspektive die Chancen, aber auch die Schwächen aktueller Kämpfe für ein „Recht auf Stadt“ bestehen.

Weiters werden im Anschluss die oben genannten Themenbereiche noch anhand von lokalen (Wiener) Beispielen hinterfragt, verglichen und beurteilt.

With the global re-emergence of urban social movements and the multiple conflicts in urban space over the last couple of years a growing demand evolved for critical analysis of the current, neoliberal type of urban development. In this context the work of David Harvey, a critical geographer and Marxist social theorist, forms an import reference point for many activists and urban researchers. Since the publication of his groundbreaking book “Social Justice and the City” in the year 1973 Harvey is – among plenty of other topics – concerned with the interrelation of urbanization and capitalism, his latest book in 2012  called “Rebel Cities. From the Right to the City to the Urban Revolution”.

The lecture examines the contribution of Harvey’s work for a better understanding of the neoliberal urban development – and its crisis – and analyzes the chances, but also the weaknesses of existing struggles for the “right to the city”.

After that, we will have a deeper look on local (Viennese) examples and try to question, compare and evaluate some of the topics raised above.

3 comments
  1. […] >> mehr Informationen HIER (urbaniZm) […]

  2. UrbaniZm says: 27.03.201323.37

    12 Mar 13 // David Harvey, Neoliberalism and the City // Atelierhaus Wien | disurban said:

    […] >> mehr Informationen HIER (urbaniZm) […]

    at 08.51 on 12.03.2013
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  3. UrbaniZm says: 27.03.201323.37

    12 Mar 13 // David Harvey, Neoliberalism and the City // Atelierhaus Wien | disurban said:

    […] >> mehr Informationen HIER (urbaniZm) […]

    at 08.51 on 12.03.2013
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Dienstag, 5.2.2013, 18 Uhr in der PizzeriA, Mühlfeldgasse 12, 1020 Wien

um 20 Uhr Film “Creativity and the capitalist City- the struggle for affordable space in Amsterdam, Tino Buchholz, NL, 2011, 55 min

Dokumentarfilm zum aktuellsten Stadtentwicklungsmantra heutzutage: Kreativität. Thematisiert wird Kreativität als Überlebenskunst in hoch entwickelten, westlichen, kapitalistischen Städten und die Suche nach bezahlbarem Wohn- und Arbeitsraum in Amsterdam, d.h. Zwischennutzungen, Hausbesetzungen, etc.

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