Hörbares über Mietspekulation & Immobilienblasen

Die Pizzeria Mühlfeldgasse veranstaltet eine Leusng / Performance (was auch immer das sein möge) zum Thema Mietspekulation:

Lesung „Einsichten in die Gedankenwelt eines Häuserspekulanten“
„Hätte ich gewusst, dass Sie Sozialist oder arm sind, ich hätte Ihnen nie eine Wohnung in meinem Haus vermietet!“ Lesung aus Briefen an Baupolizei, Mieter_innenschutz, Gerichte, Konkurrent_innen und unbeugsamen Mietparteien. Großes Kino!
http://pizza.noblogs.org/

Do 27.09, ab 20h –  Mühlfeldgasse 12, 1020 Wien

Immobilienkrise

Weiters gibt es im Ö1-Radiokolleg  eine vierteilige Reihe von Margit Hainzl und Emil Wimmer zur Immobilienkrise in Spanien und die Folgen:

Während der reale Bedarf bei 300.000 Wohnungen pro Jahr lag, wurden bis zu 800.000 gebaut, mit der Folge, dass nun mindestens 1,5 Millionen Wohnungen keine Käufer/innen mehr finden und leer stehen. Könnte man Wohnungen exportieren, wäre Spanien nicht nur im Fußball Welt- und Europameister.
http://oe1.orf.at/programm/312937

Die Beiträge finden sich noch etwa drei Wochen lang hier:
Folge 1Folge 2Folge 3Folge 4

Kollektives Kritisches Kartieren

Im Rahmen des Stadtfests bzw. Donauinselfests in grün – also der Wienwoche – gibt es einen Beitrag aus dem Platzda?!-Netzwerk.

Es geht um Urban Commons und darum diese zu kartieren – und das irgendwie kritisch:

Während der WIENWOCHE wird eine Karte von Wiener Urban Commons erarbeitet und verteilt. Sie soll vorhandene Projekte und Ressourcen solidarischer und umsonstökonomischer Strukturen sichtbar machen und die Möglichkeiten der kollektiven Aneignung des städtischen Raums ausloten.
http://platzda.blogsport.eu/2012/09/08/workshop-kollektives-kritisches-kartieren-in-der-praxis/

Daz gibt es zwei Workshops und zwei Diskussionsveranstaltungen:

Workshop

Di, 25.9., 12.00–14.00: 1100, Viktor-Adler-Platz, (Ecke Favoritenstraße)
Di, 25.9.,  15.00–17.00: 1050, Bruno-Kreisky-Park (Margartengürtel/Schönbrunner Straße)

Diskussion mit orangotango: Kollektives Kritisches Kartieren und Urban Commons

Mo, 24.9., 19.00: U45, 15., Ullmannstraße 45

Abschlussdiskussion: Erfahrungen der Workshops und Perspektiven von Urban Commons

Do, 4.10., 19.00: 1150, U45, Ullmannstraße 45

TV-Tipp: Mieterschikanen in Wien

ORF2 bringt heute in „Ein Fall für Resetarits“ eine Reportage über Mieterschikanen in der Siebenbrunnengasse. Als Vertiefung für die in den letzten Wochen durch die Medien gegangenen Berichte über unter Druck gesetzte Mieter sicherlich empfehlenswert.

Den Programmtipp gibts hier: http://tv.orf.at/program/orf2/20120921/575598701/345282

bzw. einen Kurztrailer hier: http://tvthek.orf.at/programs/1662-TVthek-special/episodes/4636791-Ein-Fall-fuer-Resetarits/4636793-Ein-Fall-fuer-Resetarits

In der TVTHEK ist die Sendung möglicherweise auch noch nach heute Abend zum Anschauen verfügbar: http://tvthek.orf.at/

wien prekär – Streifzüge durch Prekarisierung und Organisierung

wien prekär ist eine vom Prekär Café zusammen gestellte exemplarische Sammlung von Erzählungen zu Prekarisierung und Organisierung. Im Zentrum steht das bedingungslose Grundeinkommen als konkrete Utopie.

Audioarchiv

Um keine Einzelgeschichten wieder zu geben, sondern kollektivere Erfahrungen zu schaffen, wurden die Geschichten von anderen Menschen nachgesprochen und zu Audio-Installationen weiter verarbeitet. Das Projekt wurde im Rahmen der wienwoche, die vom 21.09-07.10.12 stattfindet, durchgeführt. In diesem Zeitraum und teilweise darüber hinaus können die Gespräche auf folgende Weise angehört werden:
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Immobilien-spekulation und (il)legaler Delogierungsdruck – auch in Wien II

Aufregung gibt es im Moment in Wien um illegale Delogierungsmethoden von Hauseigentümern im 2., 20. und 5. Bezirk – über einen Fall im 2. Bezirk haben wir auf diesem Blog im ersten Teil dieses Posts bereits berichtet. Im Konkreten geht es um Schikanen von zwei Vermietern gegenüber MieterInnen, die anscheinend ein rasches Ausziehen der letzteren erreichen wollen. Laut Kurier gibt es mittlerweile Beschwerden aus 16 Zinshäusern. Die Vorwürfe reichen von unangekündigten Besuchen, Drohungen bis hin zu nicht behobenen Gas- oder Wassergebrechen. Anfang September brach in einem Haus in der Heinestraße im Besitz der zwei Vermieter ein Großbrand aus.
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In Wien fehlt der Diskurs zu Gentrifizierung

Elisabeth Mittendorfer hat unter dem Titel „In Wien fehlt der Diskurs zu Gentrifizierung“ ein Interview mit Mara Verlic und Justin Kadi zum Thema Gentrifizierung in Wien veröffentlicht. Thema ist die Situation am Wiener Wohnungsmarkt und die fehlenden Diskurse über Fragen der Gentrifizierung in Wien:

http://derstandard.at/1345166255203/In-Wien-fehlt-der-Diskurs-zu-Gentrifizierung

Die Wahrheit ist kein Camp

Im mittlerweile ja wohl wieder abflauenden internationalen Trend städtischen Campierens setzt der steirische Herbst 2012 auf ein einwöchiges 24/7 Camp mit dem Titel „Truth is Concrete„. Das Programm ist sehr umfangreich und orientiert vor allem auf eine bunte Mischung internationaler kritischer KünsterInnen und AktivistInnen. Darunter sind auch Lieblinge des westlichen Medien-Mainstreams wie Femen oder – irgendwann angekündigt aber wohl nicht möglich – Pussy Riot.
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Expedition Donaustadt: das unbekannte Land?

Der Fachbereich Örtliche Raumplanung der TU Wien veranstaltet wieder seine Serie „Zukunft Stadt“. Der Erste Termin ist eine Expedition in die Donaustadt unter der Leitung von Boris Sieverts vom Büro für Städtereisen:

Wir begeben uns auf eine Reise in das für viele unbekannte Land Donaustadt und machen uns auf die Suche nach neuen Bildern dieser urbanen Landschaft. Wir wollen Qualitäten im Zufälligen entdecken, die Eigenlogik und Eigenästhetik dieses Raumes erkennen und die Fragmente dieses Patchworks zusammenfügen. Gemeinsam mit Boris Sieverts machen wir uns auf den Weg, um per Rad die Donaustadt zu »erfahren« und das Besondere und Überraschende zu finden. In einem abschließenden Salongespräch wird diese Tour reflektiert und die Frage diskutiert, welche Planungsansätze in solchen Räumen greifen.
(aus einer Aussendung des IFÖR)

Di, 25.9.2012
10.00 – Genochplatz, 1220 Wien – Expedition
19:00 – Stadlauer Vorstadtbeisl zum Selitsch, Konstanziagasse 17, 1220 Wien – Salon Expedition

Um Anmeldung unter zukunftstadt@ifoer.tuwien.ac.at wird gebeten.

Die Praxis der Recht auf Stadt Bewegung

Neuordnungen des Städtischen hat Andrej Holms Vortrag von letzter Woche am Berner Recht auf Stadt-Kongress oder dem was doch noch stattfand veröffentlicht.

Er spricht über die Geschichte der Bewegung, seine Eindrücke von der Berner Forschungswerkstatt der Kritischen GeographInnen, und  der Entwicklung von Konzepten der Kommodifizierung des Urbanen und der unternehmerischen Stadt zur gespaltenen Stadt.

Laut Holm führen im Klima des „post-politischen“ gerade „linkere“ Stadtregierungen dazu, dass sich Recht auf Stadt-Bewegungen gründen. Außer in Düsseldorf waren zum Zeitpunkt der Gründung immer die Grünen oder die SPD in der Stadtregierung. Die Ursache sieht er in einem dann vorhandenen Vakuum für Bündnispartner von Bewegungen an Bündnispartnern in der Stadtpolitik.

Wo ist die in Wien? Gibt es zu wenige Konflikte für Bewegungen? Sind die Bewegungen eher bürgerlich – wie etwa die BürgerInneninitative gegen die Verbauung der Steinhofgründe? Ist die Stadtregierung im Sinne allumfassender sozialdemokratischer Hegemonie gar ein Bündnispartner gegen die Stadtregierung? Oder die gute alte Formel: Bern brennt, Wien pennt?

Die Hinweise auf Karten und Grafiken sind leider ein wenig herausfordernd bei einer Tonaufnahme.

http://www.neuordnungen.info/2012/09/11/vortrag-recht-auf-stadt/

Wohnungs­politischer Diskurs

Die Zeitschrift Augustin lädt zum nächsten wohnungspolitischen Treffen ein, das unter anderem eine Manifestation am 7. Dezember 2012 (90. Jahrestag der Verabschiedung des Mietengesetzes) vorbereitet und darüber hinaus Überlegungen über eine dauerhafte neue MieterInnenbewegung anstellt.

Ziel ist eine Plattform gegen Gentrifizierung und Mietwucher, die AkteurInnen auf dem Feld der Wohnungspolitik, der Stadtentwicklung und der MieterInnen-Interessensvertretung vereinigt. Das ist nicht leicht (wie die beiden bisherigen Treffen zeigten), weil sehr unterschiedliche „Kulturen“ der Auseinandersetzung mit Stadt- und Wohnpolitik aufeinandertreffen – von den service-orientierten MieterInnenvertretungen über die junge „Häuserkampfszene“ bis zu den PraktikerInnen und TheoretikerInnen einer sozialen, ökologischen, demokratischen Stadtplanung oder zu den Anti-Privatisierungsinitiativen.

Das nächste Treffen findet am Mittwoch, 12. September um 18 Uhr im Augustinhaus statt (1050 Wien, Reinprechtsdorfer Straße 31, im Hof).

http://www.augustin.or.at/article2035.htm

Fatsa Gerçeği – Fatsa, eine Stadt in Selbstverwaltung

Kollektive Selbstverwaltung jenseits von WG und Hausprojekt – wie schaut das aus, wenn eine ganze Stadt beschließt, ihre Stadt in kollektiver Selbstverwaltung zu übernehmen.
Ein Traum? Nein. 1979 wurde in der Türkei, in der kleinen Stadt Fatsa, am Schwarzen Meer, genau das realisiert. Lokale Volkskomitees beschließen, was zu tun und wie es umzusetzen ist. In diesen acht Monaten versuchen die Bewohner Probleme, die jahrelang als unlösbar galten, gemeinsam zu lösen: von den Problemen der Haselnussbauern und ihren erdrückenden Schulden, über Spielsucht der Männer bis zu häuslicher Gewalt… Noch vor dem Militärputsch setzte die Regierung dem Experiment im Juli 1980 ein Ende. Im Dokumentarfilm erzählen Zeitzeugen von ihren Erfahrungen dieser Zeit.

(Dokumentarfilm / 2007 / 80 min. / OF : Türkisch, deutsche Untertitel ) Regie: Cahit Akçam

Samstag 8. September 2012, Urania Mittelsaal, 20:00

Im Rahmen der Programmreihe „Die Vergessenen “ präsentiert KULTUR HORIZONTE 32 Jahre Militärputsch in der Türkei.

Call for Entries! Stadt selber machen A-Z

Für das von dérive veranstaltete urbanize!-Festival (5. – 14. Oktober) entwickelt Lars Schmid, Performance-Künstler aus Wien, eine  „Wörterbuchinstallation“ zum Festival-Thema „Stadt selber machen“: Begriffe und kurze Texte rund um das „Stadt-selber-Machen“ (von A wie Aneignung bis Z wie Zweckentfremdung) werden auf große Pappkarten (ca. 60x60cm) gedruckt, die beim Festival aufgehängt und zum Lesen von den BesucherInnen abgenommen werden können. Dabei wird auf die Vorderseite der Karten der Begriff und eine kurze Definition gedruckt und auf die Rückseite ein ausführlicherer Wörterbucheintrag. Als „Guide“ durch das Wörterbuch dient eine Audio-Ebene (die man über Kopfhörer in der Installation anhören kann): Alle Kurzdefinitionen der Begriffe werden eingelesen und zu einem Querfeldein-Kurztrip durch das Wörterbuch montiert.

Vorgaben für die Wörterbucheinträge:

– Kurzdefinition (max. 300 Zeichen), Querverweise zu anderen Begriffen
– Eintrag (max: 2500 Zeichen). Interessant wären z.B. Herkunft des Begriffs, seine heutige Bedeutung und auch die Kritik daran.
– Auch bis zu 3 Fotos können dem Artikel hinzugefügt werden.

Deadline: 20.9., alle Infos: urbanize.at/call-a-z

Wo liegen die Probleme am Wiener Wohnungsmarkt?

DerStandard.at bringt heute ein Interview mit Jörg Wippel, Geschäftsführer der Wohnbauträger-Firma WVG Wippel sowie Initiator der Baukulturgespräche beim Forum Alpbach. Wenn man etwas zwischen den Zeilen liest, liefert Wippel einige interessante Denkanstöße, woran es am Wiener Wohnungsmarkt im Moment hakt. Unter anderem wirft er folgende Punkte auf:

  • Der Bürokratieaufwand für den geförderten Wohnbau ist unverhältnismäßig hoch
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„Auf der Straße waren wir bis heute freie Menschen…“

– so ein Mitglied der Breakdancegruppe „Street Life Supreme“ im Videointerview mit standard.at anlässlich der seit Juni verschärften Verordnung für Straßenkunst in Wien. Im Detail lässt sich diese Verordnung hier nachlesen, die Quintessenz ist: Die Ausübung akustischer Straßenkunst (und darunter fallen auch Breakdancer) ist nur an einigen wenigen Orten des Wiener Stadtgebiets erlaubt (siehe Anlage I der Verordnung) und ab diesem Sommer außerdem nur mehr zwischen 16.00 und 20.00 möglich und auf zwei Stunden pro Darbiertung  begrenzt.

Presse und Standard sprechen von der Vertreibung  von Straßenkünstler_innen aus der Wiener Innenstadt, da duch Platzzuweisung (auch an unlukrative Orte wie den Praterstern) und zeitliche Begrenzungen lebenswichtige Einnahmen nicht mehrz erzielt werden können. Ein Ausweichen wird sich für die Künstler_innen nicht leicht gestalten – in Graz weht ein ähnlicher Wind. Gegen den Grazer Stadtsäuberer haben Staßenmusiker_innen bereits ein kleines Lied geschrieben:

Ggegen das Wiener Äquivalent kann man zum Beispiel vom 14.-16.09 ein ganzes Festival besuchen: das Erste Wiener Straßenkunst Festival Buskers.