Stadterforschung 26 – Marchfeldkanal

Der Bau des etwa 100 km lange Gewässerberbundsystems, zu dem der Marchfeldkanal gehört, wurde 1983 begonnen, um das weitere Absinken des Grundwasserspiegels im Marchfeld (1983 und 1984 jährlich ca. 50 cm) zu verhindern. Der Kanal wurde 1986 bis 1995 errichtet, „naturnah“ gestaltet und flutet den Rußbach mit Wasser aus der Donau. Der 18 Kilometer lange Kanal ist unter anderem ein wichtiger Wasserlieferant für die Gemüsebäuer_innen des Marchfelds und ein Naherholungsgebiet. Zum Gewässerverbund gehören Marchfeldkanal, Rußbach, Obersiebenbrunner Kanal und Stempfelbach.

Im Rahmen der Stadterforschung wird der Marchfeldkanal von Deutsch-Wagram bis zur Einmündung an der Donau befahren. Die Strecke ist etwa 19 km lang.

Treffpunkt mit Fahrrad: Samstag, 01.09.2012 um 12.30 Uhr beim Betriebshof Marchfeldkanal in Deutsch Wagram (siehe:http://www.marchfeldkanal.at/download/marafolder_karte.pdf)

Stadterforschungen in Wien und darüber hinaus sollen zur Selbstaneignung von (Stadt-)Geschichte dienen, zur Entwicklung eines kritischen Blicks auf Stadt(-entwicklungen, -planungen) beitragen. Aus verschiedenen Gründen interessante Orte gibt es ja genug. Also: bei Interesse kommen, und wenn wer was über die jeweiligen Orte weiß einfach erzählen.
Kontakt: stadterforschung (at) gmx.at

Wie digitale Karten unser Leben verändern (könnten)

Der Guardian widmet sich in einem Artikel der Frage, auf welche Weise Services wie Google Maps unser Leben nicht nur erleichtern, sondern auf vielfältige Weise auch beeinflussen. Wie nützen wir digitale Kartenservices? Was liefern wir damit Konzernen wie Google für Informationen? Und wie beeinflusst Google mit seinen Services unsere Wahrnehmung der Welt?

Hier gehts zum Artikel: http://www.guardian.co.uk/technology/2012/aug/28/google-apple-digital-mapping

Immobilien-spekulation und (il)legaler Delogierungsdruck – auch in Wien

Im zweiten Wiener Gemeindebezirk gibt es derzeit Aufregung um ein Wohnhaus in der Mühlfeldgasse, in dem von Vermieterseite Druck auf MieterInnen ausgeübt wird, das Haus zu verlassen. Konkret geht es um drei Parteien mit unbefristeten Mietverträgen sowie eine Partei mit befristetem, einjährigen Mietvertrag.

Die Geschichte ist noch am Laufen, aber hier schon ein paar Zeitungslinks zum Thema:
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Städtischer Immobilienboom – Fallbeispiel Toronto

Die ARD berichtet in einem kurzen Audiobeitrag über immobilieninduzierte Veränderungen in Toronto. In der kanadischen Stadt werden derzeit 350 Apartmentprojekte gebaut, was in etwa 100.000 neuen Wohnungen entspricht. Einerseits verändern die neuen Wohnungen die bauliche Struktur der Stadt – von Einfamilienhäusern hin zu Wolkenkratzern. Andererseits sind die Mieten in den Neubauten in vielen Fällen nicht leistbar für niedrigverdienende Haushalte in der Stadt. Dies lässt eine Veränderung der sozialen Struktur in der Stadt befürchten, wie der Beitrag berichtet.

Hier der Link: http://www.tagesschau.de/ausland/toronto124.html

Urbanismweek

Von 24. bis 28. Oktober wird in Delft (NL) die Urbanism Week statt finden. An den ersten drei Tagen finden Workshops statt, an den anderen beiden Tagen gibt es ein Symposium mit internationalen Keynote Speakers.

Das Thema der Veranstaltung lautet „Second Hand Cities – re-thinking practices in times of standstill“. Die Teilnahmegebühr beträgt 180€, doch Studenten zahlen nur 20 €. Wer schnell ist, kann auch noch einen „early bird discount“ erhalten…

Blog Eröffnung! 30. August

Wir besprechen / feiern die Eröffnung des Blogs. Und zwar am Donnerstag,
den 30. August um 17h.

Wir freuen uns über Interesse! Nachdem das Ziel aber ist eine Gruppe zu
finden und zu festigen bitten wir um Anmeldungen/Interessensbekundungen an
opening@urbanizm.net.

Immer nehmen wir das Wort „urban“ in den Mund. Warum? Warum nicht Gesellschaft?

Die taz hat ein Interview mit Doreen Massey veröffentlicht. Sie kritisert darin die Ausrichtung der urbanen Linken auf die Städte:

Gerade dreht sich eine Menge um das Recht auf Stadt und um urbane Kämpfe. In derselben Weise, wie mich die Überfokussierung auf Multikulturalismus besorgt macht, beunruhigt mich auch die übermäßige Konzentration auf Städte, nur weil wir uns gerade in ihnen befinden. Und auch eine Dominanz der Politik durch die großen Städte. Kann ja sein, dass dort die Dinge explodieren, in diesem Sinne ist es richtig, auf sie zu schauen. Aber es ist auch eine Form von Insularität und Selbstobsession, dass wir alle dorthin sehen, wo wir sind, anstatt nach außen gerichtet zu denken.
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IV. Forschungs­werkstatt Kritische Geographie in Bern

Das rageo-Kollektiv veranstaltet von 3. bis 6. September eine Forschungswerkstatt und möchte:

zur FreiRaumSchaffung aufrufen, um aktiv(istisch)e Stadt-(Land)erkundungen durchzuführen, für Austausch und Reflektion über Widerstand gegen alle Formen der Ausbeutung, und – dies primär – die kollektive Erarbeitung von Verständnis und radikaler Praxis für und gegen die gegenwärtigen (Geo-)Polit(ökonom)ischen Geschehnisse [sorgen].

http://rageo.twoday.net/stories/97016215/

Der Recht auf Stadt Kongress, der ursprünglich hätte im Anschluss stattfinden wurde abgesagt.

Die reguläre Anmeldefrist endet übrigens heute.

Second Hand Spaces

Im Juni ist relativ zeitgleich zu dem Kongress „Second Hand Spaces – Die Nutzung vakanter Orte als partizipative Politik“ auch das Buch „Second Hand Spaces“ erschienen. Die Kurzbeschreibung lautet:

„Second hand spaces schöpfen an vakanten Orten aus der Atmosphäre, den Spuren, den Überbleibseln und der Geschichte der vorherigen Nutzung. Ihre Akteure entwickeln aus dem Ort heraus eine eigene Ästhetik, die durch Einfachheit und Improvisationen gekennzeichnet ist. Neue Ideen werden ausprobiert und Überraschungsmomente in der Stadt geschaffen. Second hand spaces entwickeln sich vor dem Hintergrund veränderter Ansprüche an Stadträume und bieten bei geringer Miete Platz für Interaktion, Partizipation und Start-ups. Sie eröffnen der Stadtplanung neue Handlungsansätze und leisten gleichzeitig einen nachhaltigen Beitrag zum städtischen Wandel. „
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Enzi = Kultur = Erfolg. Ein Stadtmöbel verselbständigt sich

Egal ob „echte“ Wiener oder Zuagraste – jeder kennt das Museumsquartier, und jeder kennt die Enzis. Wer wurde noch nicht Opfer dieser schicken Bobomagneten und hat sich niedergelassen auf einem der Sitzmöbel im Herzen der „Kulturoase„? An lauen Abenden verwandelt sich der halböffentliche Raum zwischen den Kulturpalästen zum belebten Treffpunkt für ein halberlaubtes Bier. Die Enzis sind damit zum Marker einer neuen Stadtkultur mutiert, zum Symbol für Wien.
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Saskia Sassen im Interview

Ein kurzes Interview mit Saskia Sassen bringt die Schweizer Sonntagszeitung. Sassen nimmt Stellung zum Thema von Protesten im öffentlichen Raum, der Qualität öffentlicher Räume und dem Austausch von stillem Wissen in Städten. Für letzteren gibt sie eine interessante Definition:

Du kannst halb betrunken sein nach einer sehr langen Party mit Freunden und jemandem erzählen, dass du jemanden kennst, der gerade in Ulan Bator ist. Und der andere, ebenso betrunken, denkt sich, das ist vielleicht genau die Person, die ich suche. Die Zone dieses informellen Wissensaustausches ist viel wichtiger als formale Sitzungen.

Das ganze Interview gibt es hier: http://www.sonntagszeitung.ch/fokus/sonntagsgespraech/sonntagsgespraech-detailseite/?newsid=224810