tschuldigen für die Werbung

Um die „gängige Klischees im Straßenverkehr aufzubrechen“ gibt es diese wohl nicht so klischeefreie Werbekampagne der Stadt – übrigens mit „wissenschaftlicher Begleitung„. Gewarnt werden muss auch vor den großen Gesten der DarstellerInnen und der Hintergrundmusik, die irgendwie wie eine schlechte Fahrstuhlvariante von „Sound and Vision“ klingt.

Es gibt dazu noch Bastelbögen und Plakate, die unter anderem empfehlen vor dem Aufprall noch schnell „passt schon“ zu rufen –  im Krankenhaus könnte es zu spät sein.

http://tschuldigen.at/

Olympia als Gentrification Motor

Spiegel Online berichtet über Stratford, ein bisher eher als Arbeiter-Viertel wargenommener Stadtteil in London. Die Olympischen Spiele finden gleich ums Eck statt, das heißt: Large-Scale Investments wie zB in Shopping Malls finden nur ein paar Straßen weiter statt. Das Resultat? Beginnende Gentrifizierung.

„[…] Die Eröffnung des größten Einkaufszentrums Europas im zweitärmsten Bezirk Englands hat die lokale Ökonomie durcheinandergewirbelt. „Der Morgenhandel ist komplett weggebrochen“, klagt Obsthändler Reggie Metcalfe. Er baut seinen Stand jeden Tag um sieben Uhr auf, doch Westfield öffnet erst um zehn Uhr – und die Leute richten sich danach. Sein Umsatz sei um 30 Prozent zurückgegangen, sagt er. Dabei liegt sein Stand noch am nächsten dran an dem neuen Gravitationszentrum der Nachbarschaft. […]
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sub\urban Zeitschrift für kritische Stadtforschung

Gründungsworkshop am 18-19. Oktober in Berlin

Mit einem Workshop soll am 18. und 19. Oktober 2012 in Berlin die Zeitschrift sub\Urban gegründet werden. Auf diesem Workshop sollen programmatische, innovative und kontroverse Beiträge für eine interdisziplinäre und kritische Stadtforschung diskutiert werden. Neben der Vorstellung und Weiterentwicklung eines kollaborativen Arbeitsprogramms werden die zentralen Fragen und Themen diskutiert, denen sich die Zeitschrift annehmen soll.
Ein vorläufiges Programm und weitere Details werden in Kürze auf der Homepage und in den Newsletters veröffentlicht. Die Veröffentlichung des Programms erfolgt Anfang September.

Zur Anmeldung genügt eine Email mit Name, Kontaktdaten und evtl. Affiliation bis zum 10. Oktober an: info@zeitschrift-suburban.de.
Gebühren: 15 € voll / 5 € ermäßigt.

Beitragsvorschläge können nun eingereicht werden – in Form von Statements, Positionsbestimmungen und Vorträgen ebenso wie als Panels, offene Debatten oder in anderen Formaten. Die Beiträge sollen sich vor allem auf konzeptionellen, programmatischen, genealogischen und explorativen Ebenen mit aktuellen Fragen und Möglichkeiten kritischer Stadtforschung befassen.
Abstracts für den Workshop können bis zum 15. August an info@zeitschrift-suburban.de gesendet werden.

zeitschrift-suburban.de

Kleinräumige Unterschiede in Lebenserwartung in London

Eine interessante Karte über Lebenserwartung in London, kartiert entlang der London Tube Lines. Die Unterschiede sind eklatant.

Lives on the Line
by James Cheshire & Oliver O’Brien – UCL CASA

Die Karte gibts hier: http://life.mappinglondon.co.uk/

Einen kurzen Artikel der Daily Mail zum Thema hier: http://www.dailymail.co.uk/health/article-2176556/Interactive-tube-map-reveals-stark-inequalities-London-depending-local-station.html

Sichtbare Segregation

Eric Fisher hat die Ergebnisse der US-amerikanischen Volkszählung von 2010 und 2000 visualisiert. Jeder Punkt entspricht 25 Einwohnern, wobei Rot Weiß, Blau Schwarz, Grün Asiatisch, Orange Hispanisch und Gelb andere „Race“ oder „Ethnicity“ bedeutet.

Die Bilder, welche daraus für mehr als Hundert Städte entstanden sind, zeigen wie es in den USA mehr als 55 Jahre nach dem richtungsweisenden „Brown v. Board of Education“ Urteil des Obersten Gerichtshofes um die Segregation bestellt ist.

Hier abgebildet: Detroit – die Stadt mit dem höchsten Segregationsindex der USA

Race and ethnicity: Detroit
© Eric Fischer. Data from Census 2000. Base map © OpenStreetMap, CC-BY-SA

Alle weiteren Bilder sind (auch höher aufgelöst) zu finden unter:
http://www.flickr.com/photos/walkingsf/sets/72157626354149574/

Global Cities Institute an der Universität Toronto

An der John H. Daniels Faculty of Architecture, Landscape, and Design der Universität Toronto wurde das Global Cities Institute gegründet.

“The Global Cities Institute will launch a democratic, global conversation that crosses political, social, economic and disciplinary boundaries,” says Patricia McCarney, newly appointed Director of the GCI. “We will welcome and seek the perspectives and ideas of political and business leaders, non-profit organizations, international agencies, designers, planners, academics, and the general public to address the core challenges confronting cities globally.”

Mehr Informationen hier:
http://media.utoronto.ca/media-releases/university-of-toronto/announcing-the-global-cities-institute-at-the-university-of-toronto/

Eine sinnvolle Bodenpolitik für Berlin?

Deutschlandradio stellt in einem 20-minütigen Beitrag die Frage, was eine sinnvolle Grund- und Bodenpolitik für die Stadt Berlin wäre, und wie langfristig Gestaltungshoheit über den Boden erhalten werden kann.

Gestaltungshoheit oder Grundstücksverkauf – Wie soll Berlin mit seinem Grund und Boden umgehen?

Die dazugehörige Sendungsbeschreibung findet man hier:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/laenderreport/1814942/

„Little America“ in Oberwaltersdorf – elitäres Wohnen am Golfplatz

Fontana Vienna Euro PGA 2008

Fontana Vienna Euro PGA 2008 – (c) by Gryffindor from Wikimedia Commons

In Oberwaltersdorf liegt die Magna Europazentrale. Dafür wurden 1994 das Schloss Oberwaltersdorf und der zugehörige landwirtschaftliche Betrieb erworben. Bald darauf kam es zur Errichtung eines  „Golfresorts mit privaten Häusern und Apartments nach amerikanischem Vorbild“ so das Magazin „Vienna Deluxe„.
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Life after Olympia – wasteland Fotos aus Bejing (Peking :-)).

From Richard Florida’s the Atlantic Cities page, but the pictures are nevertheless great:

While being awarded the 2008 Summer Olympics allowed Beijing to construct new architectural icons and receive international accolades, its current reality is a collection of unused sports facilities with few if any plans for reuse.

It could take 30 years to pay off the $471 million bill for the Bird’s Nest, while the Water Cube lost about $1 million last year even after public financial assistance and the addition of a water park.
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Die Bewerbung städtischer Luxusimmobilien

Ein interessanter Artikel in der Süddeutschen zur Frage, wie die neuen städtischen Luxusimmobilien vermarktet werden. Welche Sujets werden verwendet? Welche Themen angesprochen? Und was sagt das aus über die veränderte Rolle von Stadt? Das Thema ist viel umfangreicher als ein kurzer Artikel es abbilden kann, aber als Einstieg ist der Text ganz spannend zu lesen.
Hier der Link: http://www.sueddeutsche.de/leben/gentrifizierung-in-deutschland-wohnst-du-noch-oder-residierst-du-schon-1.1412458

Baugruppe JAspern – jung, dynamisch, gebildet häuslbauen?

Wien hat nun nach langen Debatten öffentlich unterstützte Baugruppen. Und zwar im aktuellen Labor der Wiener Stadtentwicklung wo alles passieren möge – so lange nur etwas passiert: in Aspern.

Von den 12 auf der Homepage angegebenen ProponentInnen  sind drei deklarierte DoktorInnen, sieben nur AkademikerInnen und bei zwei ist es gar möglich, dass sie über keinen akademischen Grad verfügen. Einer der Porponenten ist gar Kurt Hofstätter – seines Zeichens Stadtplaner und Mitarbeiter der  Wien 3420 AG – also jener Gesellschaft, die die Seestadt entwickelt.

Wie sich das Leben wohl anfühlt in einem Haus voller DoktorInnen etwa als deklassierte Sonderschullehrerin? Gelegenheit das und weiteres herauszufinden wäre etwa bei einem Treffen der Baugruppe im August.

7.8.2012 18.30 – Büro pos Architekten ZT, Maria Treu-Gasse 3/15, 1080 Wien

http://www.jaspern.at/aktuelles/