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Die Stadterforschung widmet sich der Geschichte und Gegenwart autonomer Räume in Wien. Die Route führt per Rad zu Orten autonomer Selbstorganisation, will historisches Wissen in Erinnerung bringen sowie Möglichkeiten und Chancen alternativer Raum- und Selbstorganisation aufzeigen und diskutieren. Ausgangspunkt für die Stadterforschung ist die Aegidigasse 13 im 6. Wiener Bezirk, wo sich bis 1988 mit der Aegidi/Spalo eines der legendären besetzten Häuser Wiens befand, und heute ein Kinderspielplatz angesiedelt ist. Von dort erkundet die Stadterforschung ehemalige und gegenwärtige Räume der Selbstorganisation. Die Erkundung will das Bewusstsein für die Geschichte gesellschaftspolitischer Auseinandersetzungen mit ‘Stadt’ schärfen, aktuelle Formen autonomer Lebensentwürfe vorstellen, potentielle Handlungsräume aufzeigen und Austausch und Vernetzung anregen.

Die (voraussichtliche) Route der Stadterforschung: Aegidi/Spalo – dasbaeckerei – Bikekitchen – Epizentrum Lindengasse/Westbahnstraße – Rotstilzchen – Bacherpark – Humboldtgasse – EKH – und gegebenenfalls ein aktueller Hotspot.

Sa, 6. Oktober 2012, 12:30 bis 16.30 Uhr,
Treffpunkt: Aegidigasse 13, 1060 Wien.
Fortbewegungsmittel: Fahrrad

Die Stadterforschung findet bei jedem Wetter statt. Bei (heftigem) Regen Alternativroute zu Fuß. Aktuelle updates: http://www.urbanize.at

Stadterforschung deutet ein aktives Element von Sehen, Aufnehmen, Umsetzen an. Seit 2007 dienen die Erkundungen der Selbstaneignung von (Stadt- )Geschichte und der Entwicklung eines kritischen Blicks auf Stadt(- entwicklungen und -planungen). Bisherige Themen waren etwa der Wiener Neustädter Kanal, die Seestadt Aspern, mathematisches und physikalisches Wien, das NS-Konzentrationslager Hinterbrühl oder der Wiener Zentralbahnhof. Interessierte sind eingeladen teilzunehmen und eigenes Wissen über die jeweiligen Orte einzubringen.
Information und Kontakt: stadterforschung@gmx.at

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Die erste Folge des Ö1 Radiokolleg am Montag 1.10. unter dem Übertitel  “Smart, Nachhaltig und Inklusiv”, gestaltet von Brigitte Voykowitsch, brachte einen interessanten Einblick in die aktuellen Themen der Stadtentwicklung in Danzig und Warschau. Die anstehende Umnutzung von ehemaligen Industrieanlagen, wie beispielsweise jener Werft in welcher Solidarność gegründet wurde, birgt das Risiko Verdrängungsprozesse anzustoßen. Nach dem Ende des Kommunismus in Polen haben massive Privatisierungen stattgefunden, insbesondere in Warschau herrscht ein regelrechter Bauboom. Doch auch die Zivilgesellschaft fordert in den letzten Jahren verstärkt Mitsprach- und -gestaltungsrechte. Anarchisten und Akademiker bilden hierzu Koalitionen um ihr “Recht auf Stadt” einzufordern.

Die Sendung ist noch bis 7.10. im Webradio abrufbar (Sendung im 9:05). Es war die erste von vier Teilsendungen, in den nächsten drei Tagen folgen die weiteren Teile, bei welchen weitere Beispiele gebracht werden. Die Sendung findet jeweils um 9:05, bzw. eine Wiederholung um 22:15, statt.

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Am Samstag hat Radio Orange 94.0 die Sendung “Widerhall” der aktuellen städtischen Wohnungskrise gewidmet. Zu hören gibt es ein Studiogespräch mit Justin Kadi über aktuelle Trends in der Wohnungspolitik in Städten wie Wien, Amsterdam und New York, Gentrifizierungsprozesse und die Ursachen für die Transformation städtischer Wohnungsmärkte über die letzten 30 Jahre.

http://cba.fro.at/64409

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Neil Smith ist heute Früh in einem Krankenhaus an multiplem Organversagen verstorben. Er war letzten Mittwoch in offenbar sehr ernstem Zustand in das Krankenhaus eingeliefert worden.
Es wird nun überlegt auf der nächsten AAG einen Track mit Diskussionen zu seinen Forschungschungsschwerpunkten abzuhalten. Hier sein letzter Vortrag auf der AAG im Jahr 2011: “Of Social Interests and Critical Intent: From Ideology to Discourse and Back”

Unter http://pcp.gc.cuny.edu/2012/09/neil-r-smith-1954-2012/ findet sich eine Art Kondolenzbuch.

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Am Freitag, 5. Oktober, startet zum 3. Mal urbanize! – Int. Festival für urbane Erkundungen. Thema des Festivals ist “Stadt selber machen”. Es gibt Vorträge und Diskussionen zu Themen wie: Liegenschaftspolitik, Partizipation, Zwischennutzung, Gentrification, des weiteren Workshops (z.B. Streetart), Führungen (Siedlerbewegung) und den Filmschwerpunkt Stadt filmen – von unten (Kooperation mit dem Filmmuseum). Erstmals steht auch eine Festivalzentrale zur Verfügung, die täglich (außer am 7.10) vom 5. bis 13. Oktober geöffnet hat. In der Zentrale finden täglich Veranstaltungen statt, sie dient als Treffpunkt und Ort der Diskussion.

Alle Infos: www.urbanize.at

Auftakt: 5. Oktober, 19 Uhr

Ort: Festivalzentrale Schraubenfabrik, Lilienbrunngasse 18, 1020 Wien

Vortrag Ellen Bareis: Die Stadt in der Revolte revisited: Revolten und Platzbesetzungen

Magazin-Präsentation dérive 49, Schwerpunkt: Stadt selber machen

Festivaleröffnung mit Speis, Trank und Musik von Zirkus Maximus


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Ilija Trojanow lädt zur Schule der der Intellektuellen Selbstverteidigung. Am 2.Oktober zum Thema Recht auf Stadt:

“Recht auf Stadt” steht für die Summe von Projekten, Bewegungen oder Ideen, die sich gegen das Zurückdrängen partizipativer Stadtplanung zugunsten der Verwertungsinteressen von Großinvestoren aus der Bau- und Finanzbranche wehren und sich mit dem Ausschluss unerwünschter sozialer Gruppen aus den Zentren der Städte auseinandersetzen. Sie setzen sich für bezahlbaren Wohnraum, nichtkommerzielle Freieräume, eine neue demokratische Stadtplanung und die Erhaltung von öffentlichen Grünflächen ein. Und sie bestreiten, dass die angestrebte flächendeckende Kontrolle des öffentlichen Raums (durch Überwachungkameras u.a.) eine notwendige Reaktion auf das Unsicherheitsgefühl vieler Menschen ins der Stadt ist. Im Rahmen des Abends wird auch dei Ausstellung WELTWEITWARTEN von Mario Lang eröffnet.
Gäste: Sabine Gretner, Roman Seidl, u.a.
http://www.aktionsradius.at/gaussplatzelf/2012/10/aktionsradius_sept-okt2012jpg_page5.jpg

Di. 2.10.2012 19.30 – Aktionsradius Wien – Gaußplatz 11

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*English version follows below*

Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

Podium:
Britta Grell (INURA Berlin)
Anna Hirschmann (Pizzeria Mühlfeldgasse)
Philipp Klaus (INURA Zürich)
Bettina Köhler (INURA Wien)
Lukas Tockner (Arbeiterkammer)

Moderation: Justin Kadi (INURA Wien)

Die Stadtpolitik Wiens stellt sich gerne als im internationalen Vergleich „anders“ dar. Verwiesen wird unter anderem auf sozialpolitische Errungenschaften des „Roten Wien“, auf den Bestand an “Gemeindebauten”, auf die funktionierende öffentliche Infrastruktur, auf eine vergleichsweise geringere soziale Fragmentierung und auf die “hohe Lebensqualität“. Zugleich folgt die stadtpolitische Ausrichtung Wiens schon längst auch einem „neuen metropolitanen Mainstream“. Wie in vielen anderen Städten werden die Rolle des Standortwettbewerbs betont, bauliche Großprojekte und innerstädtische Räume für Konsum gefördert, „gehobenes Wohnen“ und Immobilienspekulation erschlossen, sowie sozialräumliche Konflikte zunehmend auch mit sicherheitspolitischen anstelle von sozialpolitischen Maßnahmen bearbeitet. Und nicht erst seit der jüngsten Krise sind zunehmende Verdrängungsprozesse, wachsende Wohnungsnot und sozialräumliche Polarisierung sowie die Präkarisierung von städtischen Lebensverhältnissen beobachtbar. Die Frage nach dem Zugang zu städtischen Räumen für unterschiedliche soziale Gruppen wird inzwischen wieder existentieller und konfliktiver thematisiert. Im Rahmen der Veranstaltung werden aktuelle stadtpolitische Entwicklungen sowie Ansatzpunkte unterschiedlicher AkteurInnen diskutiert.

http://inuravienna.bplaced.net/wordpress/?page_id=35

Als Pre-Opening im Rahmen des urbanize-Festival
http://urbanize.at/new-metropolitan-mainstream/

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Die Abteilung Kommunalpolitik der AK Wien  veranstaltet eine Fachtagung zum Thema Privatisierung öffentlicher Leistungen. Dabei sollen die Folgewirkungen derartiger Maßnahmen diskutiert werden. Das Programm umfasst etwa Beiträge von Andrej Holm zum über “Privatisierungserfahrungen aus Berlin am Beispiel Wohnungen und Wasser”, einen von Sylvia Leodolter zu Privatisierungen im Öffentlichen Verkehr.

Das detaillierte Programm findet sich hier.

Mo, 15. Oktober 2012 von 9.00 –  17.00
AK-Bildungszentrum (BIZ), Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien

Anmeldungen bis Mo, 8.10.2012 hier oder per email an stadt@akwien.at.

 

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Termine/Orte: Wenn nicht anders angegeben, finden alle Veranstaltungen statt in: Feuerwerk (ehemaliger Feuerwerksladen an der Südbahnböschung), 1100 Wien, Gudrunstraße 196b

Seit zehn Jahren ergründet Tomash Schoiswohl “Geschichte, Witz und Gestalt” des Matzleinsdorferplatzes und der ehemaligen Vorstadtsiedlung Matzleinsdorf. Fast ebenso lange untersucht er den Ort als Möglichkeitsraum und Experimentierfeld für kritische künstlerische, aktivistische und wissenschaftliche Überlegungen in Theorie und Praxis.

Im Rahmen von WIENWOCHE errichtet Schoiswohl im ehemaligen Feuerwerksladen am Platz die raumgreifende Installation “Die große Geschichte des Wiener Matzleinsdorferplatzes”. Neben der Dokumentation von Widerstand und Protest in der langen Geschichte dieses Ortes, dessen Wahrnehmung als schmutzig, chaotisch, unheimlich u.ä. spezifischen herrschaftspolitischen Bedingungen unterliegt, präsentiert die Ausstellung die wichtigsten historischen Abschnitte dieses bedeutsamen Wiener Verkehrsknotenpunktes.

Ebenfalls auf dem Programm stehen ein experimenteller Stadtspaziergang über den Matzleinsdorferplatz und ein Kinomontag. Unter dem Titel “Zur inneren Sauberkeit” werden in einer Diskussionsveranstaltung “Schmutz” und “Sauberkeit” im Kontext der Wiener Ordnungspolitik thematisiert und ein Fokus auf die Arbeitsverhältnisse in den Bereichen der Cleanliness-Arbeit, der Kehr-Tätigkeit und anderer Putz- und Reinigungsdienste gerichtet.

Auf der “Geschichtsbaustelle” des Matzleinsdorferplatzes sollen die Erfahrungen im städtischen Raum reflektiert und widerständige Handlungspotenziale gebündelt werden. In diesem Sinne sollte der Matzleinsdorferplatz weiterhin unbequemes Terrain bleiben – als Durchgangsort für radikale visuelle und politische Inhalte.

siehe auch: http://wienwoche.org/de/programm/#/125/matz_ab!_sie_sch%C3%A4tzen_ordnung?_wir_nicht!

  • So, 23.9., 16.00: Eröffnung der Ausstellung “Die große Geschichte des Wiener Matzleinsdorferplatzes”
  • Mi, 26.9., 18.30: Diskussion: “Zur inneren Sauberkeit. Some thoughts about cleanliness, dirt and shit in everyday life and work”, mit Edith Blaschitz, Luzenir Caixeta, Verena Sommer (Initiative Abfallberatung), Tomash Schoiswohl, Moderation: Lisa Bolyos; Planet 10, 1100 Wien, Pernerstorfergasse 12
  • Sa, 29.9., 17.00–20.00: Stadtspaziergang: Matzleinsdorf und Matzleinsdorferplatz,  Treffpunkt: Feuerwerk
  • Mo., 1.10., 19.00-21.00: Kinomontag: Schulverkehrserziehungs-Filme
  • Fr., 5.10., 21.00: Finissage & Konzert: Bernhard Schnur Solo

link und Quelle: http://matzleinsdorferplatz.at/

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Die Pizzeria Mühlfeldgasse veranstaltet eine Leusng / Performance (was auch immer das sein möge) zum Thema Mietspekulation:

Lesung „Einsichten in die Gedankenwelt eines Häuserspekulanten“
„Hätte ich gewusst, dass Sie Sozialist oder arm sind, ich hätte Ihnen nie eine Wohnung in meinem Haus vermietet!“ Lesung aus Briefen an Baupolizei, Mieter_innenschutz, Gerichte, Konkurrent_innen und unbeugsamen Mietparteien. Großes Kino!
http://pizza.noblogs.org/

Do 27.09, ab 20h –  Mühlfeldgasse 12, 1020 Wien

Immobilienkrise

Weiters gibt es im Ö1-Radiokolleg  eine vierteilige Reihe von Margit Hainzl und Emil Wimmer zur Immobilienkrise in Spanien und die Folgen:

Während der reale Bedarf bei 300.000 Wohnungen pro Jahr lag, wurden bis zu 800.000 gebaut, mit der Folge, dass nun mindestens 1,5 Millionen Wohnungen keine Käufer/innen mehr finden und leer stehen. Könnte man Wohnungen exportieren, wäre Spanien nicht nur im Fußball Welt- und Europameister.
http://oe1.orf.at/programm/312937

Die Beiträge finden sich noch etwa drei Wochen lang hier:
Folge 1Folge 2Folge 3Folge 4

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