Großmut kommt vor dem Fall

Eine Replik auf Planungsstadträtin Maria Vassilakous Kommentar im Standard vom 11.3.2013

Seit Dienstag ist es also offiziell vom Tisch. Keine olympischen Spiele in Wien – zumindest vorerst. Bis die nächste Populismuswelle über uns drüber schwappt und wir vielleicht über Winterspiele abstimmen dürfen. Eines ist allerdings von der kurzen, jedoch intensiven Debatte der letzten Wochen geblieben: ein unangenehmer Beigeschmack in Bezug auf die Wiener Planungskultur. Denn es hat sich gezeigt: wenn wir über olympische Spiele diskutieren, diskutieren wir stets darüber, ob die Planung dafür gerüstet ist. Wieso aber war Olympia in Wien nur eine Frage der Machbarkeit? Wäre es nicht notwendiger gewesen, sich der grundlegenden Frage nach den stadtpolitischen Zielen eines solchen Großevents zu stellen?
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Ringvorlesung: Europa: Metropolen im Wandel

Ringvorlesung am Institut für Geographie und Regionalforschung an der Universität Wien

„Europa: Metropolen im Wandel“ immer Donnerstags von 15-16.30h

21.03.2013 Christian Zeller: Globaler Pharmaknoten Basel: Regionale und industrielle Restrukturierung
Fachbereich Geographie und Geologie der Universität Salzburg

11.04.2013 Sabine Dörry und Marit Rosol: Kreativwirtschaft als Motor der Stadtentwicklung? Das Beispiel Zürich
Department of Geography and Development (GEODE) des CEPS/INSTEAD Luxembourg /
Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt

Wohnen in Wien – Einblicke ins Verborgene: Teil 1 Delogierungen

Dieser Artikel wurde am 2.9.2016 upgedated: Die Zahlen für 2004-2008 wurden aufgrund aktualisierter Datenlage korrigiert.

Problemen rund ums Wohnen wird in Wien in den letzten Monaten zunehmend öffentliche Aufmerksamkeit geschenkt. Berichte über steigende Mieten, Leistbarkeitsprobleme oder Konflikte mit Vermieter_innen finden sich fast täglich in den Zeitungen.

Traditionell galt Wien jahrzehntelang als „anders“ im Bezug auf Fragen des Wohnens: Wohnungsprobleme, wie sie in anderen Städten vorherrschten, waren in Wien nur in wesentlich geringerem Ausmaß anzutreffen – nicht zuletzt das Resultat einer umfassenden öffentlichen Regulierung des Wohnungsmarkts, die sich seit den 1920ern im Rahmen des „Roten Wiens“ etabliert hatte. Seit den 1980ern wurde das sozialpolitisch orientierte Wiener Wohnungspolitikregime allerdings zunehmend von Liberalisierungstendenzen erfasst. Schrittweise – und im Einklang mit wohnungspoltischen Trends in anderen Städten – verlässt sich auch Wien zunehmend auf „den Markt“ für die Versorgung mit Wohnraum.
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Leerstand: Diskussion & Workshop

16. März 201315:00-20:00
21. März 201318:00-20:00

Es bewegt sich wieder etwas in Sachen Leerstand:

Am Samstag lädt die dann IG Kultur Wien zu einem zweiteiligen Workshop ins TÜWI:

Workshop: Leerstand? — Was tun?!

1. Teil, 15-17 Uhr: „Leerstand?“

Es gibt kurze Inputs zum Thema Gentrifizierung, „die kreative Stadt“, und Urban Commons; einige Ergebnisse der Studie „Perspektive Leerstand“, des Positionspapiers der IG Kultur Wien und der Leerstandsmelder werden vorgestellt. Umrissen werden außerdem die Kampagne „Recht auf Stadt“ und die Idee der Stadtentwicklung von unten.
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Fast wia im richtigen Leben

Gerhard Polt ist wohl vielen bekannt – jenen die mit Stadt zu tun haben und ihn noch nicht kennen sei er hiermit empfohlen. Am Beginn seiner Karriere stand ein Hörspiel mit dem Titel „Als wenn man ein Dachs wär’ in seinem Bau“. Dabei geht um Personen, die im Laufe der Stadterneuerung im München der 70er verdrängt werden. Das Hörspiel gab es zwar mal auf CD, es scheint aber leider vergriffen. Falls es jemand hat oder beschaffen kann würde ich mich freuen.
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Die große Chance?

Demokratie?

Es fällt schwer einen seriösen Text über die Wiener Volksbefragung zu schreiben. Das liegt nicht nur an dem wie sie wohl zustande kam – als Abwehr gegen die Anti-Parkpickerl-Partei. Jene die damit vertraut sind wie man mit Fragen Antworten steuert oder eben nicht (doch zumeist das Ziel in der empirischen Sozialforschung) sind irritiert bis amüsiert – wohl auch darüber darüber, dass wohl nicht nur unabsichtlich die Fragen so gestellt wurde, das sie das Ergebnis bringen das von der Stadtregierung erwünscht ist. Verfassungrichter Heinz Mayer sieht die Wiener Volksbefragung gar „Nahe am Missbrauch – und das nicht nur weil es möglich scheint auch nach der Verkündigung eines Zwischenergebnisses noch taktisch abzustimmen. Personen denen es ernst ist mit der direkten Demokratie halten damit auch nichts von der Abstimmung.
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Brot und Spiele: Beim Monolog-Team

Die Wiener Volksbefragung hat viele Aspekte. So ist das Zustandekommen der Befragung selbst ja schon interessant. Es gibt dazu zwar wohl keine offizielle Stellungnahme aber niemand wird bezweifeln, dass es etwas damit zu tun hat, das die ÖVP Wien zu einer „Anti-Parkpickerl“ Volksbefragung trommelt und dafür bereits seit langem ausreichend viele Unterschriften gesammelt hatte. Jetzt kann man sich fragen worin das Glück einer Partei besteht deren kommuniziertes Programm in letzter Zeit wohl daraus besteht gegen Parkraumbewirtschaftung zu sein. Aber das ist nicht so wichtig. Die Volksbefragung über das Pickerl wurde vorerst jedenfalls nichts – weil die Wiener Stadtverfassung eine solche über Gebühren verbietet. Das Versprechen der Stadtregierung war dann später in einem anderen Zusammenhang zu befragen. Soweit die bekannte Vorgeschichte.
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David Harvey, Neoliberalism and the City + the (different?) case of Vienna

12. März 201318:00-18:00

mit Felix Wiegand – geb. 1983 studierte Politikwissenschaft an der Universität Wien und ist zurzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind kritische Raum- und Stadtforschung, das Werk von David Harvey sowie materialistische Staats- und Gesellschaftstheorie.

und INURA Wien – Bettina Köhler, Franziska Lind, Johannes Puchleitner

12.3.2013, 18:00 Uhr, Atelierhaus, Lehargasse 6-8, 1060, 1.Stock, in der Klasse für konzeptuelle Kunst von Marina Gržinić
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Radio dérive über die Aktionstage „Wilder Wohnen“

Ware Wohnen?

Wilder Wohnen Aktionstage, Wien
Jetzt als Download bzw. Stream verfügbar: cba.fro.at/105538

Explodierende Wohnkosten führen in vielen Städten zu Protesten. Auch in Österreich rückt die Wohnungsfrage und damit die Frage nach der Sicherung von „Wohnen als Grundrecht“ wieder stärker ins Zentrum der gesellschaftlichen und politischen Debatte. Denn auch hierzulande steigen Mieten weitaus schneller als Löhne und immer mehr Menschen sind gezwungen, einen immer höheren Anteil ihres Einkommens für das sprichwörtliche „Dach über dem Kopf“ auszugeben. „Wohnen darf keine Ware sein“ lautete daher das Motto umfangreicher Aktionstage, die Anfang Dezember 2012 vom „Bündnis Wilder Wohnen“ in Wien veranstaltet wurden. Von 5. bis 8. Dezember luden zahlreiche Initiativen mit Diskussionen und Vorträgen, einem öffentlichen Wohnzimmer am Praterstern und Führungen zur Auseinandersetzung mit aktuellen Wohnungsfragen. dérive – Radio für Stadtforschung hat sich bei den „Wilder Wohnen Tagen“ umgehört.
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Nächstes Treffen Bündnis Wilder Wohnen + Film

5. Februar 201318:00-22:00

Dienstag, 5.2.2013, 18 Uhr in der PizzeriA, Mühlfeldgasse 12, 1020 Wien

um 20 Uhr Film „Creativity and the capitalist City- the struggle for affordable space in Amsterdam, Tino Buchholz, NL, 2011, 55 min

Dokumentarfilm zum aktuellsten Stadtentwicklungsmantra heutzutage: Kreativität. Thematisiert wird Kreativität als Überlebenskunst in hoch entwickelten, westlichen, kapitalistischen Städten und die Suche nach bezahlbarem Wohn- und Arbeitsraum in Amsterdam, d.h. Zwischennutzungen, Hausbesetzungen, etc.

Lesekreis: Michael Davis – Planet of Slums

14. Februar 201319:00-21:00

Michael Davis Buch „Planet of Slums“ ist wohl das bekannteste Werk zum Thema informelle Siedlungen. Die österreichsiche Sektion der Internationalen Organisation für ein Partizipatorische Gesellschaft (IOPS) – ein mir unbekannter Verein der so etwas werden will wie eine „globale Graswurzelbewegung“ – veranstaltet nun einen Lesekreis dazu. Neben der Frage, ob eine „globale Graswurzelbewegung“ nun ein produktiver Widerspruch ist oder nicht kann man also potentiell gleichgesinnte LeserInnen kennen lernen.
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Exklusiv: FPÖ und Stenzel gegen die Stadt?

29. Januar 201318:00-18:00

Seit Sommer letzten Jahres läuft – von den Medien relativ wenig beachtet – ein Beteiligungsverfahren zur Umgestaltung des Schwedenplatzes. Die Ergebnisse des von Plansinn im Auftrag der Stadt Wien gestalteten Prozesses kann man gutenteils auch online einsehen.

Viele Seiten haben Bedenken. Fürchten die einen die weitere Zurückdrängung für eine optimale kommerzielle Verwertung des Platzes und der Umgebung unerwünschter Personen wie Obdachloser oder Alkoholiker so fürchtet die FPÖ genau das Gegenteil. Georg Fürnkranz, FPÖ Klubobmann im 1. Bezirk (und ehemaliger Kabinettschef im Verkehrsministerium unter Hubert Gorbach mit einer entsprechenden „Karriere“ in einem Staatsbetrieb) fürchtet um die betroffenen Anrainer – auf einem Platz, der mit 150.000 Personen pro Tag der am stärksten frequentierte von Wien ist. Und er fürchtet damit einen zuwenig exklusiven Charakter im Ergebnis – das wären nämlich „neue, womöglich überdachte Bänke, damit es die Sandler gemütlich haben und die Jugendlichen in Ruhe vorglühen können, um dann grölend durch die Stadt zu ziehen“.
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Gespaltene deutsche Städte?

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlicht dieser Tage eine Serie von Karten zum Thema „Gespaltene Stadt“ und fragt sich, ob die Spaltung deutscher Großstädte zwischen 1991 und 2005 zugenommen hat. Vor diesem Hintergrunf werden sechs Großstädte betrachtet: Essen, Frankfurt, Berlin, Köln, Leipzig und Stuttgart.

Die interaktiven Karten zeigen in ihrer Färbung, dass die Spaltung in den untersuchten Städten durchwegs zugenommen hat. Besonders stark sind die Veränderungen laut farblicher Skalierung in Stuttgart und Berlin.
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Die Scheiß Miete ist zu hoch Nr.7

19. Januar 201316:00-18:00

Versammlung am Volkertplatz, 1020 Wien.

Samstag, 19. Jänner 2013, 16 Uhr

immer am 3. Samstag im Monat; „Die Scheiß Miete ist zu hoch Nr. 8“ am Samstag, 16. Februar 2013, 16 Uhr Volkertplatz, 1020 Wien.

link: http://pizza.noblogs.org/post/2013/01/14/die-scheis-miete-ist-zu-hoch-nr-7-19-1-2013/