Wohnungs­politischer Diskurs

Im Rahmen des wohnungspolitischen Treffens sollen eine Aktion/Demonstration für den 7. Dezember 2012 (90. Jahrestag der Verabschiedung des Mietengesetzes in Österreich) vorbereitet und darüber hinaus Überlegungen über eine dauerhafte neue MieterInnenbewegung anstellt werden.

Eine Plattform gegen Gentrifizierung und Mietwucher, die AkteurInnen auf dem Feld der Wohnungspolitik, der Stadtentwicklung und der MieterInnen-Interessensvertretung vereinigt. Unterschiedliche “Kulturen” der Auseinandersetzung mit Stadt- und Wohnpolitik treffen aufeinander – von den service-orientierten MieterInnenvertretungen über die junge “Häuserkampfszene” bis zu den PraktikerInnen und TheoretikerInnen einer sozialen, ökologischen, demokratischen Stadtplanung oder zu den Anti-Privatisierungsinitiativen.

Mittwoch, 24.10.2012; 18.30 Uhr @ MieterInnenselbsthilfezentrum, 1220 Wien, Schüttaustraße 1

Innovationspreis & Perspektive Leerstand

Die Ig Kultur Wien verleiht dieses Wochenende die zweijährlichen Innovationspreise für die freie Kulturszene:

Der partizipativ vergebene Preis soll einen Blick darauf bieten, was in der Stadt Wien abseits von touristischer Kultur passiert. Dabei gilt der Blick vor allem jenen Projekten und Initiativen, die wenig oder kein Geld von der Stadt bekommen. Fehlende Wertschätzung für die freie und autonome Kulturszene ist aber nichts, was sich nur durch den Mangel adäquater Förderungen festmachen lässt – auch der Zugang zu Räumen und Ressourcen sowie eine fehlende Gesprächsbereitschaft über Themen freier und autonomer Kulturschaffenden sind systematisch für die Wiener Politik. Der Preis soll dazu dienen all diese Projekte und ihre Anliegen sichtbarer zu machen.
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Gibt es doch Verdrängung in Wien?

Gestern wurde von JP Immobilien der erste so genannte „Wiener Grätzelbericht“ vorgestellt. Der im Rahmen einer Veranstaltung am Yppenplatz präsentierte Bericht, versteht sich selbst als Guide für rentable zukünftige Anlagemöglichkeiten am Wiener Immobilienmarkt. In den Worten von JP Immobilien liest sich das so:

„Der vorliegende Bericht zeigt vier Grätzel mit langer guter Tradition, für die sich, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, ein Aufschwung voraussagen lässt. Stadteile also, wo es sich lohnt zu investieren oder sich anzusiedeln, sei es als Unternehmen, sei es als Privatperson.“

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Leerstands­management zwischen Instrument und Instrumentalisierung – Podiumsgespräch @UR3ANIZE Festival

Heute wird beim urbanize Festival über Zwischennutzungen gesprochen mit Blick auf andere Städte (Amsterdam, Bremen) als auch mit Blick auf Wien:

Leerstandsmanagement zwischen Instrument und Instrumentalisierung

Ist Zwischennutzung die eierlegende Wollmilchsau auf die Kulturinitiativen, die lokale Wirtschaft und Stadtpolitik gewartet haben oder drohen Gentrification und Instrumentalisierung? Wofür und für wen ist Zwischennutzung sinnvoll? Und: Wie könnte ein Nutzungskonzept für Wien aussehen?

Jaap Draaisma, urban Ressort, Amsterdam
Daniel Schnier, Michael Ziehl, ZZZ Bremen
Bettina Leidl, departure
Mara Verlič, TU Wien
Jutta Kleedorfer, Stadt Wien

Di, 9.10.2012, 19.00  – Urbanize Festivalzentrale, Schraubenfabrik – 2., Lilienbrunngasse 18

s. http://urbanize.at/zwischennutzung/

Dieter Läpple: Metrozonen – städtische Möglichkeitsräume? (Vortrag)

Der Fachbereich Örtliche Raumplanung der TU Wien läd zum Vortrag von Dieter Läpple zum Thema „Metrozonen – städtische Möglichkeitsräume? Das Beispiel IBA Hamburg“.

Mit dem Konzept der Metrozonen hat die IBA Hamburg einen interessanten Stadtraumtypus eingeführt, der zunächst als ein heterogenes Gebilde von städtischen Grenz- und Übergangsorten charakterisiert wird. Er verweist darauf, dass Stadtentwicklung heute mit einer äußerst komplexen Vielfalt an unterschiedlichen Stadträumen verbunden ist und sich nicht auf eine Abfolge unterschiedlicher Entwicklungsphasen reduzieren lässt.

Man könnte die These aufstellen, dass sich aus dieser funktionalen, sozialen und kulturellen Vielfalt mit ihren vielschichtigen Überlagerungen eine spezifische Entwicklungsoffenheit ergibt, dass dieses »terrain vague« ein Raum ungeplanter Erneuerung und informeller Praktiken sein könnte. 

Mi 10.10.2012 – 19:00 Uhr, Kuppelsaal, TU Wien – Karlsplatz 13, Stiege 1, 4. Stock

Dieter Läpple ist Professor em. für Internationale Stadtforschung an der HafenCity Universität Hamburg und »Nonresident Senior Fellow« in dem »Metropolitan Policy Progam« der Brookings Institution in Washington.
Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zukunft Stadt – Kolloquium zur Praxis der Stadtentwicklung“ statt.
www.ifoer.at/zukunftstadt
www.facebook.com/Zukunft-Stadt-Kolloquium-zur-Praxis-der-Stadtentwicklung

Auch die polizeiliche Führung erforscht den Raum

Im Rahmen des Forschungsprojekts PARSIFAL organisiert das Kompetenzzentrum für empirische Forschungsmethoden der WU Wien eine Workshopreihe zum Thema Sozialraum – Öffentlicher Raum – Urbaner Raum“. Wer also immer schon mit Projektmitgliedern/ Studierenden des Bachelor-Studiengangs „Polizeiliche Führung“ in einem Kurs sitzen wollte, hat am 24.10. von 9-13 Uhr Gelegenheit den Workshop mit Dr. Hella von Unger zum Thema „Partizipative Forschung im öffentlichen Raum“ zu besuchen. Restplätze sind noch vorhanden!

Mi 24.Oktober 2012 – Freizeitzentrum der WU Wien, UZA 1, 1. Untergeschoß, Kern A, WU Wien – Augasse 2-6
Anmeldung: katharina.miko@wu.ac.at

Stadt selber machen? Gaswerk Leopoldau selber machen!

Die Stadt Wien hat vor etwa drei Wochen ein „offenes Planungsverfahren“ zum Gaswerk Leopoldau im 21. Wiener Bezirk eröffnet. Das cit-collective kritisiert, dass trotz der „Offenheit“ nur eine kleine Gruppe von Menschen mitreden kann und ausserdem viele Parameter schon vorgegeben sind. Weiters ruft das cit-collective dazu auf, diesen Teil der Stadt aktiv mitzugestalten.

Folgende Veranstaltungen finden in den nächsten Tag zu diesem Thema im Rahmen des urbanize!-Festivals statt:

Workshop: Nichts tun ist auch keine Lösung
Mi, 10.10.12, 13:00 Uhr, Depot – Breite Gasse 3, 1070 Wien – 

Workshop Wunschproduktion/Ideenaustausch zum Gaswerk Leopoldau
Do, 11.10.12, 17:00 Uhr, Festivalzentrale (Schraubenfabrik, Lilienbrunngasse 18, 1020 Wien):

Wer sich für weitere regelmäßige Informationen interessiert:
email mit dem Betreff „Newsletter“ an cit.collective@gmx.at

Weitere Informationen:  http://citcollective.wordpress.com

Susan S. Fainstein: Justice as the Governing Principle for Urban Development

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Spatial Justice Assessment Wien“ (was auch immer das sein soll?), die im Lehrveranstaltungsinformationsystem der TU Wien „Stegreifentwerfen Die gerechte Stadt“ heißt, haben Johannes Fiedler und Jördis Tornquist Susan Fainstein zu einem Vortrag eingeladen. Johannes Fiedler ist zur Zeit Gastprofessor am Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen an der TU Wien auf – wohl auf Einladung von Andreas Hofer vom Fachbereich Städtebau.
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Wir wollen uns nicht im Kämmerchen verstecken

Der folgende Text ist in St.u.P.i.D. 3/2012, der Zeitung der Studienvertretung Raumplanung an der TU Wien erschienen.

Seit Juli gibt es einen neuen Blog zu kritischer Stadtforschung und/oder Wien: urbaniZm.net . Dies ist der Versuch eines Selbstgesprächs zwischen Justin Kadi, Roman Seidl und Johannes Suitner über Ideen, Motive und Ziele des Mediums.

Roman: Meine erste Frage wäre: Wann sind wir das erste Mal auf die Idee gekommen einen Blog zu machen?
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Radikal hat Bestand: Stadtspaziergang „Archive und Bibliotheken“ in Wien

Ein Stadtspaziergang am Samstag, 6. Oktober 2012, zu selbstorganisierten und unabhängigen Archiven und Bibliotheken in Wien. Die Kooperation der Archive und Bibliotheken – hervorgegangen aus privaten bzw. projektbezogenen Sammlungen – entstand aus dem Wunsch nach Kollektivierung, sowie der Notwendigkeit die eigene politische Geschichte zu dokumentieren und zugänglich zu machen.

„Utopien einer befreiten Gesellschaft, die Versuche ihrer Umsetzung und vielfältige Formen des Protestes und Widerstands sollen verbreitet und reflektiert werden statt in Vergessenheit zu geraten. (…) Archive und Bibliotheken sind mehr als Räume reines Wissenserwerbs. Für uns sind sie Orte, um zu kommunizieren und zu diskutieren, Infos auszutauschen, zu schmökern, neue Zusammenhänge zu entdecken, Zeit miteinander zu verbringen.“

Der Stadtspaziergang ist eine Möglichkeit, die verschiedenen Projekte und ihre Bestände kennenzulernen.

Start: 14 Uhr, Archiv der Wiener Punkbewegung, Johnstrasse 45, 1150 Wien

15.30 Uhr Anarchistische Bibliothek & Archiv, Lerchenfelderstr. 124-126/3/1A, 1080 Wien

17.00 Uhr Bibliothek von unten und Archiv der sozialen Bewegungen Wipplingerstr. 23, 1010 Wien

18.30 Uhr bibliothEKH und KOLLEKTIV_GEDÄCHTNIS Wielandgasse 2-4, 1100 Wien

weitere Infos unter: http://radikalhatbestand.noblogs.org/

Aktionstag gegen Wettlokal-Inflation im 5. Wiener Bezirk

Im September 2012 wurde eine Bürger_inneninitiative namens „Republik Reinprechtsdorf“ gegründet um die Bevölkerung über die gesellschaftlichen Folgekosten von Wett- und Spielschulden aufzuklären. Die Initiative war entstanden, als die Buchhandlung der Volkshochschule Stöbergasse in der Reinprechtsdorferstrasse zusperrte und just dort das dreizehnte Wettlokal in der Strasse eröffnete.

Am Samstag, 6. Oktober 2012, gibt es nun einen Aktionstag gegen die Wettlokal-Inflation in Margareten.

Start: 11 Uhr, vor dem Cafe Matz, Reinprechtsdorferstrasse 1, 1050 Wien.

Artikel im Augustin: http://www.augustin.or.at/article2055.htm

Weitere Infos:
http://www.facebook.com/republik.reinprechtsdorf
https://republikreinprechtsdorf.wordpress.com/

Stadterforschung 27 – Autonome Räume – Besitzen? Besetzen!

Die Stadterforschung widmet sich der Geschichte und Gegenwart autonomer Räume in Wien. Die Route führt per Rad zu Orten autonomer Selbstorganisation, will historisches Wissen in Erinnerung bringen sowie Möglichkeiten und Chancen alternativer Raum- und Selbstorganisation aufzeigen und diskutieren. Ausgangspunkt für die Stadterforschung ist die Aegidigasse 13 im 6. Wiener Bezirk, wo sich bis 1988 mit der Aegidi/Spalo eines der legendären besetzten Häuser Wiens befand, und heute ein Kinderspielplatz angesiedelt ist. Von dort erkundet die Stadterforschung ehemalige und gegenwärtige Räume der Selbstorganisation. Die Erkundung will das Bewusstsein für die Geschichte gesellschaftspolitischer Auseinandersetzungen mit ‚Stadt‘ schärfen, aktuelle Formen autonomer Lebensentwürfe vorstellen, potentielle Handlungsräume aufzeigen und Austausch und Vernetzung anregen.
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Ö1 Radiokolleg über aktuelle Stadtentwicklung in Polen

Die erste Folge des Ö1 Radiokolleg am Montag 1.10. unter dem Übertitel  „Smart, Nachhaltig und Inklusiv“, gestaltet von Brigitte Voykowitsch, brachte einen interessanten Einblick in die aktuellen Themen der Stadtentwicklung in Danzig und Warschau. Die anstehende Umnutzung von ehemaligen Industrieanlagen, wie beispielsweise jener Werft in welcher Solidarność gegründet wurde, birgt das Risiko Verdrängungsprozesse anzustoßen. Nach dem Ende des Kommunismus in Polen haben massive Privatisierungen stattgefunden, insbesondere in Warschau herrscht ein regelrechter Bauboom. Doch auch die Zivilgesellschaft fordert in den letzten Jahren verstärkt Mitsprach- und -gestaltungsrechte. Anarchisten und Akademiker bilden hierzu Koalitionen um ihr „Recht auf Stadt“ einzufordern.

Die Sendung ist noch bis 7.10. im Webradio abrufbar (Sendung im 9:05). Es war die erste von vier Teilsendungen, in den nächsten drei Tagen folgen die weiteren Teile, bei welchen weitere Beispiele gebracht werden. Die Sendung findet jeweils um 9:05, bzw. eine Wiederholung um 22:15, statt.

Städtische Wohnungskrise – Radiosendung

Am Samstag hat Radio Orange 94.0 die Sendung „Widerhall“ der aktuellen städtischen Wohnungskrise gewidmet. Zu hören gibt es ein Studiogespräch mit Justin Kadi über aktuelle Trends in der Wohnungspolitik in Städten wie Wien, Amsterdam und New York, Gentrifizierungsprozesse und die Ursachen für die Transformation städtischer Wohnungsmärkte über die letzten 30 Jahre.

http://cba.fro.at/64409

Neil Smith verstorben

Neil Smith ist heute Früh in einem Krankenhaus an multiplem Organversagen verstorben. Er war letzten Mittwoch in offenbar sehr ernstem Zustand in das Krankenhaus eingeliefert worden.
Es wird nun überlegt auf der nächsten AAG einen Track mit Diskussionen zu seinen Forschungschungsschwerpunkten abzuhalten. Hier sein letzter Vortrag auf der AAG im Jahr 2011: „Of Social Interests and Critical Intent: From Ideology to Discourse and Back“

Unter http://pcp.gc.cuny.edu/2012/09/neil-r-smith-1954-2012/ findet sich eine Art Kondolenzbuch.