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Tag "art"

Michael Hieslmair und Michael Zinganel haben tracing spaces gegründet – eine NGO für “interdisziplinäre Forschungsprojekte, Veranstaltungen und Publikationen”. In dem Rahmen veranstalten sie eine Serie von Veranstaltungen mit dem Titel “Mapping Mobilites”. Am Dienstag finden als dritter Teil der Serie zwei Vorträge an der TU Wien statt:

Alissa Tolstokorova stellt in “Where Have all the Women Gone?” die Auswirkungen der überproportional hohen Mobilität von Frauen vor, die nur mit Touristenvisa ausgestattet im Westen Europas als Service-, Reinigungs- und Pflegepersonal arbeiten. Im Zentrum stehen die Herausforderungen und Probleme eines derart mobilisierten und transnationalen Alltags der Frauen sowie die destruktiven Auswirkungen auf die Familie als soziale Institution.

Uwe Rada berichtet in “Terminals” von den Transformationen des Metropolenkorridors zwischen Berlin und Minsk, entlang dessen sich wachsende und schrumpfende Räume gegenüberstehen. Im Fokus liegen Grenzen und Grenzüberschreitungen die nicht nur das wirtschaftliche Überleben zum Thema haben sondern auch konkurrierende Geschichtspolitiken und neue regionale Identitäten.

s. http://tracingspaces.net/mapping-mobilities-program/

Dienstag, 13. Oktober 2012  – 19.00
Kontaktraum – TU Wien – Gusshausstrasse 25-29, Dachgschoß – 1040 Wien

1 comment
  1. @bagruthewi says: 11.11.201219.55

    Mapping Mobilites: Arbeitsmigration von Frauen & der Metropolenkorridor zwischen Berlin und Minsk – http://t.co/MHOkAGj2

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Im mittlerweile ja wohl wieder abflauenden internationalen Trend städtischen Campierens setzt der steirische Herbst 2012 auf ein einwöchiges 24/7 Camp mit dem Titel “Truth is Concrete“. Das Programm ist sehr umfangreich und orientiert vor allem auf eine bunte Mischung internationaler kritischer KünsterInnen und AktivistInnen. Darunter sind auch Lieblinge des westlichen Medien-Mainstreams wie Femen oder – irgendwann angekündigt aber wohl nicht möglich – Pussy Riot.

Was die Stadt betrifft – sei es die wo das Camp steht oder sei es die abstrakte – so ist da eher wenig Platz im Programm. Einzelne Dinge berühren sie. Zu Bogotá gibt es ein Gespräch über die Rolle der Kunst in der “Aufwertung” – was auch immer das sein möge – der Innenstadt und eine Lecture-Performance über den Abriss eines Wohnviertels. Zu Graz veranstaltet das Theater am Bahnhof täglich um 5 Uhr Früh eine Exkursion in den öffentlichen Raum. Eine Gruppe kroatischer Künstler organisiert schließlich noch eine Diskussion zum Thema “Commoning the space”. Und dann gibt es noch  ein wenig zu Interventionen im öffentlichen Raum und collective mapping.

Sicher ein sehr gut organisiertes Camp – schließlich wurde es von ArchitektInnen gebaut. Die Wahrheit ist aber: es ist kein Camp. Campieren ist verboten. Im Gegensatz zur diesjährigen Berlin Bienale werden hier keine AktivistInnen ausgestellt sondern gleich nur der Name besetzt. Wenigstens bleibt man dann unter sich. Ob das die Stadt so wollte oder die VeranstalterInnen?

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