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Tag "excursion"

Werbefahrt mit Präsentationen!

Stadterforschung per Rad und zu Fuß zu selbstorganisierten und unabhängigen Archiven und Bibliotheken in Wien. Treffpunkt: Samstag, 22.06.2013, 13.30 Uhr bibliothEKH, Wielandgasse 2 – 4, 1100 Wien.

Folgende Archive und Bibliotheken werden im Rahmen der Stadterforschung besucht (Einstieg bei jeder Zwischenstation möglich, es wird eine Fahrrad- und eine FußgängerInnen-Gruppe geben):

Bring your own Bike/Heizdecke/Wanderschuhe!

 

13.30 Uhr

bibliothEKH

Wielandgasse 2 – 4, 1100 Wien

15 Uhr

Bibliothek von unten, Archiv der sozialen Bewegungen

Wipplingerstrasse 23, 1010 Wien

16.30 Uhr

Anarchistische Bibliothek & Archiv

Lerchenfelderstraße 124 – 126/3/1A, 1080 Wien

18 Uhr

Archiv der Wiener Punkbewegung

Johnstrasse 45, 1150 Wien

 Über die Initiative Radikal hat Bestand

„Wir verstehen uns als Kooperation selbstorganisierter, unabhängiger Archive und Bibliotheken in Wien – hervorgegangen aus privaten beziehungsweise projektbezogenen Sammlungen und dem Wunsch nach Kollektivierung, sowie der Notwendigkeit, die eigene Geschichte zu dokumentieren und zugänglich zu machen.

Utopien einer befreiten Gesellschaft, die Versuche ihrer Umsetzung und vielfältige Formen des Protestes und Widerstands sollen verbreitet und reflektiert werden statt in Vergessenheit zu geraten. Ihre Darstellung und Aufarbeitung darf nicht den Herrschenden überlassen werden. Denn eine kritische Erinnerung sowie die Verbindung von Gewesenem und Aktuellem vermag anzuregen, Perspektiven zu vermitteln und Kraft für soziale und politische Kämpfe zu geben.

Archive und Bibliotheken sind mehr als Räume reinen Wissenserwerbs. Für uns sind sie genauso Orte, um zu kommunizieren und zu diskutieren, Infos auszutauschen, zu schmökern, neue Zusammenhänge zu entdecken, Zeit miteinander zu verbringen…
Die Freihandaufstellung macht die Bücher unmittelbar zugänglich, aber auch Flugblätter, Plakate und Zeitschriftenartikel, die sonst nirgendwo erhältlich sind, lassen sich mit persönlicher Beratung in den Archiven aufstöbern.

Auf der Website http://radikalhatbestand.noblogs.org findet ihr Beschreibungen der einzelnen Projekte, Öffnungszeiten und Adressen: Kommt vorbei!“

Stadterforschungen in Wien und darüber hinaus sollen zur Selbstaneignung von (Stadt-)Geschichte dienen, zur Entwicklung eines kritischen Blicks auf Stadt(-entwicklungen, -planungen) beitragen. Aus verschiedenen Gründen interessante Orte gibt es ja genug. Also: bei Interesse kommen, und wenn wer was über die jeweiligen Orte weiß einfach erzählen.
Kontakt: stadterforschung (at) gmx.at

Recht auf Stadt!

Links und Kontakt:

BibliothEKH: bibliothEKH@riseup.net

Bibliothek von unten: info@bibliothek-vonunten.org, www.biblioweb.at/bibliothekvonunten

Archiv der sozialen Bewegungen: archiv.wien@gmx.at

Anarchistische Bibliothek & Archiv: info@a-bibiothek.org, www.a-bibliothek.org

Archiv der Wiener Punkbewegung: archivderwienerpunkbewegung@riseup.net

Stadterforschungen: http://no-racism.net/thema/113/

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Samstag, 20. April 2013, Treffpunkt 12.30 Uhr beim Fluc/ Praterstern, 1020 Wien.
Stadterforschung per Fahrrad in den 22. Bezirk, Stadtentwicklungsgebiet Aspern “Seestadt” und Wagenplatz Gänseblümchen.

Weil alles am Weg liegt wird die Route der Stadterforschung (mit Fahrrad) ausgehend vom Praterstern vorbei an der Baustelle der neuen Wirtschaftsuniversität Wien, zum Viertel Zwei, vorbei am Sportclub Hakoah und der ÖGB-Zentrale, über die Praterbrücke und entlang der U2 in Stadlau führen.

Der Wagenplatz Gänseblümchen

Dem Wagenplatz Gänseblümchen wurde im Juli 2012 ein Grundstück in der “Seestadt” Aspern in Aussicht gestellt, dann aber doch verweigert. Die Seestadt argumentierte mit zu wenig Platz und Sicherheitsproblemen. Nach einem Monat Demonstration am Straßenrand und kritischer Nachfrage von einigen Medien, wurde dem Wagenplatz für zwei Monate (August bis September 2012) eine kleine Fläche zur Verfügung gestellt. Diese Zeit sollte genutzt werden um in Kooperation mit der Stadt eine längerfristige Lösung für den Wagenplatz zu finden.

Daraus wurde schlussendlich nichts und die Gruppe musste zurück auf die Straße (Oktober bis Dezember 2012) um von dort wieder auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Nach zähen Verhandlungen und weiteren Anfragen verschiedener Medien wurde erneut kurzfristig die Überwinterung in der Seestadt ermöglicht. In Gesprächen hieß es anfänglich sogar, dass eine längerfristige Lösung in der Seestadt ermöglicht werden könnte.

Am 05. April 2013 musste der Wagenplatz nun erneut seinen Standort wechseln. Aus der Presseaussendung:

“Ganz offensichtlich sind Menschen, die in Wagen leben, in Österreich und insbesondere in Wien immer noch nicht wünschenswert.

Für die Entwicklungsgesellschaften ist der Wagenplatz eine Gefahr, das Bild einer sauberen und modernen Stadt zu stören. Dabei wird das Top-Down-Planungskonzept auch von vielen Fachleuten als zu steril kritisiert. Bottom-Up organisierte Inseln, wie der Wagenplatz Gänseblümchen, wären ideal um auch natürliche Stadtentwicklungsprozesse anzustoßen.

Hier will eine private Gesellschaft, die 3420 Aspern Development AG, beim Stadtbauen lieber ungestört bleiben: Rechtlich seien sie den Gänseblümchen gegenüber zu nichts verpflichtet, heißt es. Die private Besitzerin, die Wirtschaftsagentur Wien, brauche keine Argumente. Wer trotzdem welche hören möchte bekommt zu hören ‘Hier ist kein Platz’ oder ‘Es ist viel zu gefährlich’.

Dabei präsentiert sich hier ein ganz anderes Bild: Freie Flächen gibt es in der Seestadt ohne Ende, das Entwicklungsgebiet umfasst 240 Hektar Acker, von dem derzeit nur ein kleiner Anteil bebaut wird. Die Seestadt versucht sich daher als offenes und partizipatives Projekt darzustellen, um die Aufmerksamkeit und Akzeptanz der Wiener Seele zu erreichen. Wer an dieser Entwicklung aktiv mitmischen will, wird aber vor die Tür gesetzt.

‘Von allen Seiten bekommen wir zu hören wie schade es sei, dass wir es bei der Platzsuche so schwer haben; doch was nützt uns Sympathie und Nettigkeit wenn uns die Verantwortlichen immer wieder auf die Straße setzen?’ so eine Bewohnerin des Platzes.

Wir fordern die Seestadt Aspern auf ihrer Verantwortung als größtes Stadtentwicklungsprojekt nachzukommen, den Wagenplatz Gänseblümchen auf ihrem 240 ha Grundstück zu belassen und damit selbst organisierten Strukturen die Möglichkeit zu geben aktiv an der Stadtentwicklung teilzunehmen.”

Die “Seestadt” Aspern

2008 wurde das Stadtentwicklungsgebiet Flugfeld Aspern “gebrandet” und heißt nun “Die Seestadt”. Ein neuer “lebenswerter, attraktiver, multifunktionaler, moderner, innovativer Stadtteil mit überregionaler Bedeutung” soll dort in den nächsten Jahren entstehen. Die Linie U2 wird im Oktober 2013 dorthin verlängert, ein innovatives Konzept für die Stadterweiterung Wiens soll umgesetzt werden. Mittlerweile versucht die “Wien 3420 Aspern Development AG” über diverse Veranstaltungen symbolisches und kulturelles Kapital auf die Brache zu holen. Damit soll bezweckt werden, keinen leblosen Stadtteil am Rand von Wien zu schaffen, sondern Menschen von Beginn an in die Entwicklung und Gestaltung einzubeziehen. Ob das gelingen wird, wird sich zeigen.

Viel ist vom neuen Stadtteil bis jetzt nicht zu sehen. Ein Infopoint in Form eines Containerdorfes und das sogenannte Flederhaus stehen am ehemaligen Flugfeld und sollen die Bürger_innen über die geplanten Baumaßnahmen informieren. Die U2-Endstation ist beinahe fertig, der zur “Seestadt” gehörende namensgebende künstliche See spiegelt ruhig vor sich hin. Als erstes Gebäude wurde im Oktober 2012 das Technologiezentrum “Aspern IQ” eröffnet. Ansonsten: eine weite, freie Fläche, auf der noch die Reste des früheren Flughafen Aspern zu erkennen sind. Aber doch ein interessanter Ort, wenn man bedenkt, welche stadtplanerischen, verkehrstechnischen, umweltpolitischen und sozialen Folgen dieses Projekt haben wird.

Zur Geschichte von Aspern:

In Aspern wurde nach österreichischer Geschichtsschreibung dem Heer Napoleons im Mai 1809 die erste Niederlage zugefügt, in französischer Geschichtsschreibung wird dieser vermeintliche österreichische Sieg jedoch negiert. Zeug_innen dieser Schlacht sind heute noch der “Löwe von Aspern”, ein Steinmonument am Asperner “Siegesplatz”, unweit des Asperner “Heldenplatzes”.

Der Flughafen Aspern wurde 1912 eröffnet und war zu dieser Zeit der größte und modernste Europas. Im II. Weltkrieg war das Flugfeld Aspern Luftwaffenstützpunkt für die Nazi-Flieger. 1945 wurde der Flugplatz von der Roten Armee besetzt und die sowjetische Kommandatur in Aspern eingerichtet. In den 60er und 70er Jahren wurde das Flugfeld auch als Autorennplatz benutzt. 1977 wurde der Flughafen Aspern aufgelassen da Schwechat wichtiger wurde. Seit 1982 befindet sich dort das Werk von General Motors Austria.

Im Südosten des ehemaligen Flugfeldes befindet sich der sogenannte Holocaust-Gedächtniswald. 1987 wurde dort zum Gedenken an die während der Nazi-Diktatur ermordeten jüdischen Wienerinnen und Wiener für jedes Opfer ein Baum gepflanzt.

In Aspern befand sich von September 1944 bis April 1945 ein Zwangsarbeitslager für ungarische Jüd_innen. Es ist jedoch bis heute nicht klar, wo genau sich dieses Lager befand.

Stadterforschungen in Wien und darüber hinaus sollen zur Selbstaneignung von (Stadt-)Geschichte dienen, zur Entwicklung eines kritischen Blicks auf Stadt(-entwicklungen, -planungen) beitragen. Aus verschiedenen Gründen interessante Orte gibt es ja genug. Also: bei Interesse kommen, und wenn wer was über die jeweiligen Orte weiß einfach erzählen.
Kontakt: stadterforschung (at) gmx.at

links:
Wagenplatz Gänseblümchen: http://gaensebluemchen.wagenplatz.at
Stadterforschungen: http://no-racism.net/thema/113/

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13 – 18 Uhr Praterstern, 1020 Wien

Aktionstag: Wohnzimmer am Praterstern & Expeditionen

Öffentliches Protest-Wohnzimmer am Praterstern mit Infopoint, Vokü, und als Startpunkt für zwei Expeditionen.

14.00 Uhr – Expedition 1

Wiener Wohnen ist auch keine Lösung

16.00 Uhr – Expedition 2

Was ihr wollt – alternative Wohnformen, Konzepte und Lebenstrategien

 

19.00 Uhr

Expeditions – Nachtreffen

PizzeriA lädt euch ein, zu einem gemütlichen Expeditions – Nachtreffen

PizzeriA – Mühlfeldgasse 12 – 1020 Wien

 

Weitere Infos: http://wilderwohnen.blogsport.eu/

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Im mittlerweile ja wohl wieder abflauenden internationalen Trend städtischen Campierens setzt der steirische Herbst 2012 auf ein einwöchiges 24/7 Camp mit dem Titel “Truth is Concrete“. Das Programm ist sehr umfangreich und orientiert vor allem auf eine bunte Mischung internationaler kritischer KünsterInnen und AktivistInnen. Darunter sind auch Lieblinge des westlichen Medien-Mainstreams wie Femen oder – irgendwann angekündigt aber wohl nicht möglich – Pussy Riot.

Was die Stadt betrifft – sei es die wo das Camp steht oder sei es die abstrakte – so ist da eher wenig Platz im Programm. Einzelne Dinge berühren sie. Zu Bogotá gibt es ein Gespräch über die Rolle der Kunst in der “Aufwertung” – was auch immer das sein möge – der Innenstadt und eine Lecture-Performance über den Abriss eines Wohnviertels. Zu Graz veranstaltet das Theater am Bahnhof täglich um 5 Uhr Früh eine Exkursion in den öffentlichen Raum. Eine Gruppe kroatischer Künstler organisiert schließlich noch eine Diskussion zum Thema “Commoning the space”. Und dann gibt es noch  ein wenig zu Interventionen im öffentlichen Raum und collective mapping.

Sicher ein sehr gut organisiertes Camp – schließlich wurde es von ArchitektInnen gebaut. Die Wahrheit ist aber: es ist kein Camp. Campieren ist verboten. Im Gegensatz zur diesjährigen Berlin Bienale werden hier keine AktivistInnen ausgestellt sondern gleich nur der Name besetzt. Wenigstens bleibt man dann unter sich. Ob das die Stadt so wollte oder die VeranstalterInnen?

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