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Tag "Housing"

10.30 – 12.30 Uhr

Crime City Tour im Rahmen der Aktionstage des “Bündnis Wilder Wohnen”: Glorit erobert die Alte Donau

Führung mit Arno Aigner, Sprecher der Bürger_inneninitiative Obere Alte Donau

Treffpunkt 10.30 Uhr U1-Station Alte Donau – 1220 Wien

Die Immobilienfirma Glorit versucht (mit Erfolg) seit geraumer Zeit Immobilien-Filet-Stückchen etwa an der Alten Donau zu kaufen und sie “aufzuwerten”. Ein gutes Beispiel um zu zeigen wie Spekulation mit offensichtlicher Unterstützung der Stadt Wien vor sich geht.

Text zur Glorit und Alter Donau im Augustin:  http://www.augustin.or.at/article1786.htm

weitere Informationen zum Bündnis Wilder Wohnen: http://wilderwohnen.blogsport.eu/

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13 – 18 Uhr Praterstern, 1020 Wien

Aktionstag: Wohnzimmer am Praterstern & Expeditionen

Öffentliches Protest-Wohnzimmer am Praterstern mit Infopoint, Vokü, und als Startpunkt für zwei Expeditionen.

14.00 Uhr – Expedition 1

Wiener Wohnen ist auch keine Lösung

16.00 Uhr – Expedition 2

Was ihr wollt – alternative Wohnformen, Konzepte und Lebenstrategien

 

19.00 Uhr

Expeditions – Nachtreffen

PizzeriA lädt euch ein, zu einem gemütlichen Expeditions – Nachtreffen

PizzeriA – Mühlfeldgasse 12 – 1020 Wien

 

Weitere Infos: http://wilderwohnen.blogsport.eu/

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Anlässlich des 90. Jahrestages der Verabschiedung des Mietengesetzes in Österreich organisiert das “Bündnis Wilder Wohnen” rund um den 7. Dezember 2012 Aktionstage in Wien (05.-08.12.2012) und will eine dauerhafte neue Mieter_innenbewegung ins Leben rufen.

Das “Bündnis Wilder Wohnen” existiert seit Sommer 2012 und bildet eine Plattform gegen Gentrifizierung und steigende Mieten, die Akteur_innen auf dem Feld der Wohnungspolitik, der Stadtentwicklung und der Mieter_innen-Interessensvertretung vereinigt. Unterschiedliche “Kulturen” der Auseinandersetzung mit Stadt- und Wohnpolitik treffen aufeinander – von den service-orientierten Mieter_innenvertretungen über die “Häuserkampfszene” bis zu den Praktiker_innen und Theoretiker_innen einer sozialen, ökologischen, demokratischen Stadtplanung oder zu den Anti-Privatisierungsinitiativen.

Das Mietengesetz trat am 7. Dezember 1922 in Kraft und war eine wichtige Basis für das sogenannte “Rote Wien” und den sozialen Wohnungsbau. Vorangegangen waren Proteste und Demonstrationen gegen die prekären Wohnverhältnisse vor und nach dem 1. Weltkrieg – der Mietzins konnte völlig willkürlich festgelegt werden, Menschen mussten in Kleinstwohnungen leben, es gab keinen Kündigungsschutz, viele “Bettgeher” konnten sich gerade mal einen Schlafplatz leisten, etc.

Inzwischen wurde das Mietengesetz jedoch mehrfach geändert und novelliert und sein eigentlicher Inhalt ausgehöhlt. Die Aktionstage rund um den 07.12.2012 sollen die sozialen Errungenschaften aus den 1920er Jahren wieder in Gedanken rufen und nehmen auf aktuelle Tendenzen und Probleme in der Wohnungs- und Stadtpolitik bezug.

Wichtig: die Aktionstage sollen der Beginn einer neuen Mieter_innenbewegung sein, nicht das Ende einer Interessensgemeinschaft.

Infos und Termine: http://wilderwohnen.blogsport.eu/

 

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Als Auftakt der Aktionstage “Wilder Wohnen” anlässlich des 90-jährigen Jubiläums des Mietengesetzes findet im Aktionsradius Augarten so eine Art Podiumsdiskussion mit – hoffentlich umfangreicher – Publikumsbeteiligung statt. Dabei wird zuerst die 90-jährige Geschichte des Mieterschutzes erörtert. Auf dieser Grundlage werden aktuelle Probleme und Tendenzen in Wien und darüber hinaus eingebracht und diskutiert:

  • Mietrecht: Geschichte und aktuelle Tendenzen – Josef Iraschko
  • Kommunalem Wohnbau – Antonia Coffey
  • Gentrifizierung in Wien – Roman Seidl
  • Zwischennutzungen, Leerstandspolitik – Anna Hirschmann
  • MieterInnenbewegungen in Europa  – Leo Gabriel
  • und weitere Themen

Mittwoch 5.12.2012 – Aktionsradius Wien – Gaußplatz 11 – 1200 Wien

3 comments
  1. Manni Mateur says: 27.11.201222.36

    Sind fuer die Vorträge Audiomitschnitte geplant?

  2. Manni Mateur says: 27.11.201223.36

    Sind fuer die Vorträge Audiomitschnitte geplant?

  3. Manni Mateur says: 27.11.201223.36

    Sind fuer die Vorträge Audiomitschnitte geplant?

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The Austrian Miracle

Wien ist ja bekanntlich anders – zumindest wenn es nach der Dauerbeschallung der Wiener Stadtvermarktung geht. Und ab und an gibt es dann auch noch ein Wunder. So lobt Dardis McNamee – Gründerin und Herausgeberin der englischsprachigen Wiener Monatszeitung “Vienna Review” – in einem Artikel in “Foreign Policy” die Österreichische Sozialpartnerschaft und die in Wien doch noch eher keynesianische Wirtschaftspolitik in den Status eines Wunders. Das ist insofern beachtlich als diese Zeitung – also nicht die von McNamee sondern “Foreign Policy” – weltweit von vielen in Außenpolitik und Diplomatie gelesen wird – ein gewaltiger Marketingerfolg also.

Nun haben die Wunder von Wien eher die Eigenschaft nicht einzutreten. Franz Schellhorn schreibt in der Presse auch gleich fleiߟig dagegen an. Er meint sinngemäß das einzige Wunder seien die Schulden und dreht als Gegenposition eine gute alte neoliberale Schallplatte: nämlich dass hier “Wohlstand konsumiert wird, der nie erwirtschaftet worden ist”. Nur die Presse wird im Ausland wohl kaum jemand lesen.

Das Wunder von Wien

Soweit so langweilig. Aber es gibt ja nun ein wahres “Wunder von Wien”: eine grüne Partei, die plötzlich Sozialpolitik betreibt. Ob nun da die Alternative Liste aus dem Keller wiederauferstanden ist und das gute alte Melonenprinzip (außen grün und innen rot – für die, die diesen entsetzlich alten Witz noch nicht kennen sollten) wieder da ist?

Ich versuche eine Rekonstruktion der Ereignisse:

In Deutschland gibt es schon länger Mietproteste. In Berlin erreichten diese rund um das letzte Wochenende das erste Mal breite Medienaufmerksamkeit – wohl auch weil der Nachfrageüberhang mittlerweile absurde Ausmaße annimmt. In Wien ist angeblich nichts mehr zu holen und die institutionellen Investoren ziehen weiter.

Do. 8. 11.

Das grüne Wunder von Wien fängt wohl an am 8. November 2012: mit einer Aussendung von David Ellensohn mit dem Titel “Österreich braucht eine umfassende Mietrechtsreform”. Ellensohn ist Klubchef der Wiener Grünen und hat – laut seiner Webseite  – die “Schwerpunkte: Soziales, Wohnen, Umverteilung”. Read More

3 comments
  1. @bagruthewi says: 15.11.201216.42

    Zur Debatte um das Mietrecht und den Vorschlag der Grünen, eine Mietobergrenze von 7 Euro/m2 einzuführen: http://t.co/0hi0kFjV #Wien

  2. robert poth says: 18.11.201202.13

    Diese neue Debatte über die Leistbarkeit des Wohnens ist m.E. dringendst nötig, und ich freue mich auch über die Existenz von urbanizm.net. Die aus der Zeit der Großen Koalition (wenn ich mich nicht irre) stammenden Absurditäten wie die Ausweitung der Befristbarkeit von Mietverträgen beurteile ich als eine Art Etappensieg der Rentiers. (Schema: Wenn sich bloßer Besitz nicht mehr rentiert, dann soll der Staat dafür sorgen, dass das wieder der Fall ist. Toll.)

    Anekdotisches: Ich lebe im Zentrum einer Boboisierungszone (Yppenplatz), mit um sich greifenden Dachgeschossausbauten, wegsterbenden AltmieterInnen, modernen NomadInnen (qua befristete Mietverträge) und HauseigentümerInnen, die sich die Hände reiben können, weil die Zinshaus- und Grundstückspreise ohne ihr Zutun nach oben streben. Ich kenne die meisten Leute im eigenen Haus kaum mehr (sie wechseln zu rasch; Solidarität unter MieterInnen kann sich derart nicht mehr entwickeln), und es beruhigt mich nicht unbedingt, dass mein Hauseigentümer ein bezifferbares Interesse an meinem Ableben hat (unbefristeter Mietvertrag, hört, hört).
    Eine meiner Bekannten zieht nun weg aus Wien, weil sie sich die letzte Erhöhung ihrer Mietkosten (befristeter Mietvertrag) nicht mehr leisten kann, und wird zur Pendlerin. Womit auch die Verbindung mit den Parkpickerln gar nicht so abwegig erscheint …

  3. @fernseherkaputt says: 18.11.201223.05

    Lesenswerte Analyse von @urban_izm zu den Vorschlägen der Grünen und der medialen Dynamik: http://t.co/1X6Ftwql #Mieten #imZentrum

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Das wohnungspolitische Treffen in Vorbereitung von Aktionen/Diskussionen rund um den 7. Dezember 2012 (90. Jahrestag der Verabschiedung des Mietengesetzes in Österreich) hat jetzt den Namen “Bündnis Wilder Wohnen”. Das Bündnis unterschiedlicher Personen und Organisationen organisiert Aktionstage von 5. – 8. Dezember 2012 in Wien und will eine dauerhafte neue Mieter_innenbewegung ins Leben rufen.

Eine Plattform gegen Gentrifizierung und Mietwucher, die AkteurInnen auf dem Feld der Wohnungspolitik, der Stadtentwicklung und der Mieter_innen-Interessensvertretung vereinigt. Unterschiedliche “Kulturen” der Auseinandersetzung mit Stadt- und Wohnpolitik treffen aufeinander – von den service-orientierten Mieter_innenvertretungen über die junge “Häuserkampfszene” bis zu den Praktiker_innen und Theoretiker_innen einer sozialen, ökologischen, demokratischen Stadtplanung oder zu den Anti-Privatisierungsinitiativen.

link: http://wilderwohnen.blogsport.eu/

nächstes Treffen: Freitag, 16. November 2012, Augustinhaus, 17 Uhr, 1050 Wien, Reinprechtsdorfer Straße 31, im Hof.

Interessierte sind willkommen!

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Nächstes wohnungspolitisches Treffen in Vorbereitung von Aktionen/Diskussionen rund um den 7. Dezember 2012 (90. Jahrestag der Verabschiedung des Mietengesetzes in Österreich) – eine dauerhafte neue MieterInnenbewegung soll entstehen.

Eine Plattform gegen Gentrifizierung und Mietwucher, die AkteurInnen auf dem Feld der Wohnungspolitik, der Stadtentwicklung und der MieterInnen-Interessensvertretung vereinigt. Unterschiedliche “Kulturen” der Auseinandersetzung mit Stadt- und Wohnpolitik treffen aufeinander – von den service-orientierten MieterInnenvertretungen über die junge “Häuserkampfszene” bis zu den PraktikerInnen und TheoretikerInnen einer sozialen, ökologischen, demokratischen Stadtplanung oder zu den Anti-Privatisierungsinitiativen.

Sonntag, 4.11.2012, 18.30 Uhr in der pizzeria, Mühlfeldgasse 12, 1020 Wien

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Die Wiener Gratiszeitungen sind der Stadt – insbesondere dem Wohnbaustadtrat – oft erstaunlich wohlgesonnen.

So fand sich in Österreich am 9. Oktober direkt über den Bericht über den ersatzlosen Abriss eines Gemeindebaus – also einer Maßnahme der Verminderung des kommunalen Wohnhausbestands – ein Artikel mit dem Titel “Wohnen bleibt leistbar” inklusive Foto des Herrn Wohnbaustadtrat.

Muss man neben einen kritischen Artikel einen freundlichen setzen? Ist das Ausgewogenheit á la Österreich? Gab oder gibt es bei Österreich auch eine Vorgabe, dass man Anzeigenkunden eine “wohlwollende PR Berichterstattung” zukommen lassen soll?

Ein Höhepunkt der PR-Berichterstattung war jedenfalls die Definition des Begriffs “urban” in “heute” vom 11. September – wobei hier leider nicht mehr bekannt ist, ob es sich um ein Advertorial oder um einen “redaktionellen” Beitrag handelt. Der Titel des Beitrags ist “Lebensqualität pur: Wohnen im Grünen und Urbanität“. Links findet sich ein Foto aus einer Au – wohl die Lobau – und rechts eines vom Gewerbepark Stadlau. Naheliegend ist, dass wenn das Foto links die nahe gelegene Natur symbolisieren soll das rechts Urbanität symbolisiert. Im Text wird dann auch auf die umfassenden Einkaufsmöglichkeiten im Donauzentrum und im Gewerbepark Stadlau verwiesen. Der Gewerbepark ist derart urban, dass sich auf NORC leider keine Fotos finden – ich denke aber das Foto aus heute ergibt einen ausreichenden Eindruck.

1 comment
  1. @bagruthewi says: 11.11.201220.09

    Beitrag von @urban_izm über den ersatzlosen Abriss eines Gemeindebaus und unkritische Medienberichterstattung: http://t.co/3jRWFb3J #Wien

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Im Rahmen des wohnungspolitischen Treffens sollen eine Aktion/Demonstration für den 7. Dezember 2012 (90. Jahrestag der Verabschiedung des Mietengesetzes in Österreich) vorbereitet und darüber hinaus Überlegungen über eine dauerhafte neue MieterInnenbewegung anstellt werden.

Eine Plattform gegen Gentrifizierung und Mietwucher, die AkteurInnen auf dem Feld der Wohnungspolitik, der Stadtentwicklung und der MieterInnen-Interessensvertretung vereinigt. Unterschiedliche “Kulturen” der Auseinandersetzung mit Stadt- und Wohnpolitik treffen aufeinander – von den service-orientierten MieterInnenvertretungen über die junge “Häuserkampfszene” bis zu den PraktikerInnen und TheoretikerInnen einer sozialen, ökologischen, demokratischen Stadtplanung oder zu den Anti-Privatisierungsinitiativen.

Mittwoch, 24.10.2012; 18.30 Uhr @ MieterInnenselbsthilfezentrum, 1220 Wien, Schüttaustraße 1

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*English version follows below*

Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

Podium:
Britta Grell (INURA Berlin)
Anna Hirschmann (Pizzeria Mühlfeldgasse)
Philipp Klaus (INURA Zürich)
Bettina Köhler (INURA Wien)
Lukas Tockner (Arbeiterkammer)

Moderation: Justin Kadi (INURA Wien)

Die Stadtpolitik Wiens stellt sich gerne als im internationalen Vergleich „anders“ dar. Verwiesen wird unter anderem auf sozialpolitische Errungenschaften des „Roten Wien“, auf den Bestand an “Gemeindebauten”, auf die funktionierende öffentliche Infrastruktur, auf eine vergleichsweise geringere soziale Fragmentierung und auf die “hohe Lebensqualität“. Zugleich folgt die stadtpolitische Ausrichtung Wiens schon längst auch einem „neuen metropolitanen Mainstream“. Wie in vielen anderen Städten werden die Rolle des Standortwettbewerbs betont, bauliche Großprojekte und innerstädtische Räume für Konsum gefördert, „gehobenes Wohnen“ und Immobilienspekulation erschlossen, sowie sozialräumliche Konflikte zunehmend auch mit sicherheitspolitischen anstelle von sozialpolitischen Maßnahmen bearbeitet. Und nicht erst seit der jüngsten Krise sind zunehmende Verdrängungsprozesse, wachsende Wohnungsnot und sozialräumliche Polarisierung sowie die Präkarisierung von städtischen Lebensverhältnissen beobachtbar. Die Frage nach dem Zugang zu städtischen Räumen für unterschiedliche soziale Gruppen wird inzwischen wieder existentieller und konfliktiver thematisiert. Im Rahmen der Veranstaltung werden aktuelle stadtpolitische Entwicklungen sowie Ansatzpunkte unterschiedlicher AkteurInnen diskutiert.

http://inuravienna.bplaced.net/wordpress/?page_id=35

Als Pre-Opening im Rahmen des urbanize-Festival
http://urbanize.at/new-metropolitan-mainstream/

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