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Tag "urban development"

Der Meidlinger Markt hat sich in den letzten Jahren umfassend gewandelt. Das URBANIZM Feature, verfasst von Studierenden der Studienrichtung Raumplanung an der TU Wien, gibt Einblicke in verschiedene Dimensionen des Wandels. Wie werden die Veränderungen wahrgenommen? Wer sind die neuen “Standler”? Wer geht heute am Markt einkaufen? Und wie wird die Arbeit der Gebietsbetreuung am Markt wahrgenommen? Mit Video!

Wenige Leute würden bestreiten, dass sich die Wiener Märkte in den letzten Jahren stark gewandelt haben. Der Naschmarkt ist ein treffendes Beispiel: mehr denn je strömen heute Touristen und Spazierende die Stände neben dem Karlsplatz entlang und genießen den marktlichen Flair in der Wiener Innenstadt. Kommt man hier um die Mittagszeit vorbei, fühlt man sich schnell an einen hippen Londoner Straßenmarkt versetzt. Da tummeln sich Studierende, Angestellte in ihrer Mittagspause und Geschäftsleute mit solchen, die einfach nur ein bisschen über den Markt schlendern. Während es am Nachmittag wieder etwas ruhiger wird, füllt es sich spätestens am frühen Abend wieder, wenn die Lokale am Markt zu einem beliebten Treffpunkt für einen ‘after-hour’ Drink werden.

Immobilienpreise und der lokale Bodenmarkt sind ein anderer Indikator des Wandels: Für die Übernahme von Ständen werden heute laut einer kürzlichen Standard-Reportage teils astronomische Summen von bis zu 250.000€ gezahlt – ein Indiz zu was für einem lukrativen Geschäft der Naschmarkt in den letzten Jahren geworden ist. Traditionelle Obst- und Gemüsestände können sich diese Summen allerdings selten leisten. Viele von ihnen haben in den letzten Jahren geschlossen. Stattdessen ist die Zahl an Gastronomie-, Bar- und Restaurantbetrieben rasant gestiegen – eine Entwicklung die nicht allen gefällt, wie etwa die Initiative ‘Rettet den Naschmarkt’ verdeutlicht.

Der Naschmarkt ist nur einer von vielen Wiener Märkten im Wandel. Der Meidlinger Markt ist ein anderer. Gelegen im Herzen des traditionellen Arbeiterbezirks Wien 12 hat auch er seit Anfang der 2000er umfassende Veränderungen durchlebt. Wie auch am Naschmarkt haben hier eine Reihe an Obst- und Gemüsestände geschlossen, während neue, “trendige” Stände geöffnet haben – viele davon im Gastronomiebereich. Gleichzeitig hat sich die lokale Gebietsbetreuung dem Markt zunehmend gewidmet, während auch eine neu geformte Bürgerinitiative “Wir sind 12” zur Belebung des Markts ihre Arbeit aufgenommen hat. Unterdessen hat ein bekannter Wiener Immobilienentwickler eine Reihe an Marktständen gekauft.

Die folgende Serie an Artikeln, verfasst von Studierenden der Studienrichtung Raumplanung an der TU Wien, Read More

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