ur3anize! „Stadt selber machen“ startet am 5. Oktober!

Am Freitag, 5. Oktober, startet zum 3. Mal urbanize! – Int. Festival für urbane Erkundungen. Thema des Festivals ist „Stadt selber machen“. Es gibt Vorträge und Diskussionen zu Themen wie: Liegenschaftspolitik, Partizipation, Zwischennutzung, Gentrification, des weiteren Workshops (z.B. Streetart), Führungen (Siedlerbewegung) und den Filmschwerpunkt Stadt filmen – von unten (Kooperation mit dem Filmmuseum). Erstmals steht auch eine Festivalzentrale zur Verfügung, die täglich (außer am 7.10) vom 5. bis 13. Oktober geöffnet hat. In der Zentrale finden täglich Veranstaltungen statt, sie dient als Treffpunkt und Ort der Diskussion.

Alle Infos: www.urbanize.at

Auftakt: 5. Oktober, 19 Uhr

Ort: Festivalzentrale Schraubenfabrik, Lilienbrunngasse 18, 1020 Wien

Vortrag Ellen Bareis: Die Stadt in der Revolte revisited: Revolten und Platzbesetzungen

Magazin-Präsentation dérive 49, Schwerpunkt: Stadt selber machen

Festivaleröffnung mit Speis, Trank und Musik von Zirkus Maximus


Diskussion: Recht auf die Stadt

Ilija Trojanow lädt zur Schule der der Intellektuellen Selbstverteidigung. Am 2.Oktober zum Thema Recht auf Stadt:

„Recht auf Stadt“ steht für die Summe von Projekten, Bewegungen oder Ideen, die sich gegen das Zurückdrängen partizipativer Stadtplanung zugunsten der Verwertungsinteressen von Großinvestoren aus der Bau- und Finanzbranche wehren und sich mit dem Ausschluss unerwünschter sozialer Gruppen aus den Zentren der Städte auseinandersetzen. Sie setzen sich für bezahlbaren Wohnraum, nichtkommerzielle Freieräume, eine neue demokratische Stadtplanung und die Erhaltung von öffentlichen Grünflächen ein. Und sie bestreiten, dass die angestrebte flächendeckende Kontrolle des öffentlichen Raums (durch Überwachungkameras u.a.) eine notwendige Reaktion auf das Unsicherheitsgefühl vieler Menschen ins der Stadt ist. Im Rahmen des Abends wird auch dei Ausstellung WELTWEITWARTEN von Mario Lang eröffnet.
Gäste: Sabine Gretner, Roman Seidl, u.a.
http://www.aktionsradius.at/gaussplatzelf/2012/10/aktionsradius_sept-okt2012jpg_page5.jpg

Di. 2.10.2012 19.30 – Aktionsradius Wien – Gaußplatz 11

Diskussion: „New Metropolitan Mainstream: Ist Wien anders?“

*English version follows below*

Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

Podium:
Britta Grell (INURA Berlin)
Anna Hirschmann (Pizzeria Mühlfeldgasse)
Philipp Klaus (INURA Zürich)
Bettina Köhler (INURA Wien)
Lukas Tockner (Arbeiterkammer)

Moderation: Justin Kadi (INURA Wien)

Die Stadtpolitik Wiens stellt sich gerne als im internationalen Vergleich „anders“ dar. Verwiesen wird unter anderem auf sozialpolitische Errungenschaften des „Roten Wien“, auf den Bestand an „Gemeindebauten“, auf die funktionierende öffentliche Infrastruktur, auf eine vergleichsweise geringere soziale Fragmentierung und auf die „hohe Lebensqualität“. Zugleich folgt die stadtpolitische Ausrichtung Wiens schon längst auch einem „neuen metropolitanen Mainstream“. Wie in vielen anderen Städten werden die Rolle des Standortwettbewerbs betont, bauliche Großprojekte und innerstädtische Räume für Konsum gefördert, „gehobenes Wohnen“ und Immobilienspekulation erschlossen, sowie sozialräumliche Konflikte zunehmend auch mit sicherheitspolitischen anstelle von sozialpolitischen Maßnahmen bearbeitet. Und nicht erst seit der jüngsten Krise sind zunehmende Verdrängungsprozesse, wachsende Wohnungsnot und sozialräumliche Polarisierung sowie die Präkarisierung von städtischen Lebensverhältnissen beobachtbar. Die Frage nach dem Zugang zu städtischen Räumen für unterschiedliche soziale Gruppen wird inzwischen wieder existentieller und konfliktiver thematisiert. Im Rahmen der Veranstaltung werden aktuelle stadtpolitische Entwicklungen sowie Ansatzpunkte unterschiedlicher AkteurInnen diskutiert.

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Kommunaler Ausverkauf – von der Krise der Privatisierung

Die Abteilung Kommunalpolitik der AK Wien  veranstaltet eine Fachtagung zum Thema Privatisierung öffentlicher Leistungen. Dabei sollen die Folgewirkungen derartiger Maßnahmen diskutiert werden. Das Programm umfasst etwa Beiträge von Andrej Holm zum über „Privatisierungserfahrungen aus Berlin am Beispiel Wohnungen und Wasser“, einen von Sylvia Leodolter zu Privatisierungen im Öffentlichen Verkehr.

Das detaillierte Programm findet sich hier.

Mo, 15. Oktober 2012 von 9.00 –  17.00
AK-Bildungszentrum (BIZ), Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien

Anmeldungen bis Mo, 8.10.2012 hier oder per email an stadt@akwien.at.

MATZ AB! sie schätzen ordnung? wir nicht!

Termine/Orte: Wenn nicht anders angegeben, finden alle Veranstaltungen statt in: Feuerwerk (ehemaliger Feuerwerksladen an der Südbahnböschung), 1100 Wien, Gudrunstraße 196b

Seit zehn Jahren ergründet Tomash Schoiswohl “Geschichte, Witz und Gestalt” des Matzleinsdorferplatzes und der ehemaligen Vorstadtsiedlung Matzleinsdorf. Fast ebenso lange untersucht er den Ort als Möglichkeitsraum und Experimentierfeld für kritische künstlerische, aktivistische und wissenschaftliche Überlegungen in Theorie und Praxis.
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Hörbares über Mietspekulation & Immobilienblasen

Die Pizzeria Mühlfeldgasse veranstaltet eine Leusng / Performance (was auch immer das sein möge) zum Thema Mietspekulation:

Lesung „Einsichten in die Gedankenwelt eines Häuserspekulanten“
„Hätte ich gewusst, dass Sie Sozialist oder arm sind, ich hätte Ihnen nie eine Wohnung in meinem Haus vermietet!“ Lesung aus Briefen an Baupolizei, Mieter_innenschutz, Gerichte, Konkurrent_innen und unbeugsamen Mietparteien. Großes Kino!
http://pizza.noblogs.org/

Do 27.09, ab 20h –  Mühlfeldgasse 12, 1020 Wien

Immobilienkrise

Weiters gibt es im Ö1-Radiokolleg  eine vierteilige Reihe von Margit Hainzl und Emil Wimmer zur Immobilienkrise in Spanien und die Folgen:

Während der reale Bedarf bei 300.000 Wohnungen pro Jahr lag, wurden bis zu 800.000 gebaut, mit der Folge, dass nun mindestens 1,5 Millionen Wohnungen keine Käufer/innen mehr finden und leer stehen. Könnte man Wohnungen exportieren, wäre Spanien nicht nur im Fußball Welt- und Europameister.
http://oe1.orf.at/programm/312937

Die Beiträge finden sich noch etwa drei Wochen lang hier:
Folge 1Folge 2Folge 3Folge 4

Kollektives Kritisches Kartieren

Im Rahmen des Stadtfests bzw. Donauinselfests in grün – also der Wienwoche – gibt es einen Beitrag aus dem Platzda?!-Netzwerk.

Es geht um Urban Commons und darum diese zu kartieren – und das irgendwie kritisch:

Während der WIENWOCHE wird eine Karte von Wiener Urban Commons erarbeitet und verteilt. Sie soll vorhandene Projekte und Ressourcen solidarischer und umsonstökonomischer Strukturen sichtbar machen und die Möglichkeiten der kollektiven Aneignung des städtischen Raums ausloten.
http://platzda.blogsport.eu/2012/09/08/workshop-kollektives-kritisches-kartieren-in-der-praxis/

Daz gibt es zwei Workshops und zwei Diskussionsveranstaltungen:

Workshop

Di, 25.9., 12.00–14.00: 1100, Viktor-Adler-Platz, (Ecke Favoritenstraße)
Di, 25.9.,  15.00–17.00: 1050, Bruno-Kreisky-Park (Margartengürtel/Schönbrunner Straße)

Diskussion mit orangotango: Kollektives Kritisches Kartieren und Urban Commons

Mo, 24.9., 19.00: U45, 15., Ullmannstraße 45

Abschlussdiskussion: Erfahrungen der Workshops und Perspektiven von Urban Commons

Do, 4.10., 19.00: 1150, U45, Ullmannstraße 45

TV-Tipp: Mieterschikanen in Wien

ORF2 bringt heute in „Ein Fall für Resetarits“ eine Reportage über Mieterschikanen in der Siebenbrunnengasse. Als Vertiefung für die in den letzten Wochen durch die Medien gegangenen Berichte über unter Druck gesetzte Mieter sicherlich empfehlenswert.

Den Programmtipp gibts hier: http://tv.orf.at/program/orf2/20120921/575598701/345282

bzw. einen Kurztrailer hier: http://tvthek.orf.at/programs/1662-TVthek-special/episodes/4636791-Ein-Fall-fuer-Resetarits/4636793-Ein-Fall-fuer-Resetarits

In der TVTHEK ist die Sendung möglicherweise auch noch nach heute Abend zum Anschauen verfügbar: http://tvthek.orf.at/

wien prekär – Streifzüge durch Prekarisierung und Organisierung

wien prekär ist eine vom Prekär Café zusammen gestellte exemplarische Sammlung von Erzählungen zu Prekarisierung und Organisierung. Im Zentrum steht das bedingungslose Grundeinkommen als konkrete Utopie.

Audioarchiv

Um keine Einzelgeschichten wieder zu geben, sondern kollektivere Erfahrungen zu schaffen, wurden die Geschichten von anderen Menschen nachgesprochen und zu Audio-Installationen weiter verarbeitet. Das Projekt wurde im Rahmen der wienwoche, die vom 21.09-07.10.12 stattfindet, durchgeführt. In diesem Zeitraum und teilweise darüber hinaus können die Gespräche auf folgende Weise angehört werden:
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Immobilien-spekulation und (il)legaler Delogierungsdruck – auch in Wien II

Aufregung gibt es im Moment in Wien um illegale Delogierungsmethoden von Hauseigentümern im 2., 20. und 5. Bezirk – über einen Fall im 2. Bezirk haben wir auf diesem Blog im ersten Teil dieses Posts bereits berichtet. Im Konkreten geht es um Schikanen von zwei Vermietern gegenüber MieterInnen, die anscheinend ein rasches Ausziehen der letzteren erreichen wollen. Laut Kurier gibt es mittlerweile Beschwerden aus 16 Zinshäusern. Die Vorwürfe reichen von unangekündigten Besuchen, Drohungen bis hin zu nicht behobenen Gas- oder Wassergebrechen. Anfang September brach in einem Haus in der Heinestraße im Besitz der zwei Vermieter ein Großbrand aus.
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In Wien fehlt der Diskurs zu Gentrifizierung

Elisabeth Mittendorfer hat unter dem Titel „In Wien fehlt der Diskurs zu Gentrifizierung“ ein Interview mit Mara Verlic und Justin Kadi zum Thema Gentrifizierung in Wien veröffentlicht. Thema ist die Situation am Wiener Wohnungsmarkt und die fehlenden Diskurse über Fragen der Gentrifizierung in Wien:

http://derstandard.at/1345166255203/In-Wien-fehlt-der-Diskurs-zu-Gentrifizierung

Die Wahrheit ist kein Camp

Im mittlerweile ja wohl wieder abflauenden internationalen Trend städtischen Campierens setzt der steirische Herbst 2012 auf ein einwöchiges 24/7 Camp mit dem Titel „Truth is Concrete„. Das Programm ist sehr umfangreich und orientiert vor allem auf eine bunte Mischung internationaler kritischer KünsterInnen und AktivistInnen. Darunter sind auch Lieblinge des westlichen Medien-Mainstreams wie Femen oder – irgendwann angekündigt aber wohl nicht möglich – Pussy Riot.
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Expedition Donaustadt: das unbekannte Land?

Der Fachbereich Örtliche Raumplanung der TU Wien veranstaltet wieder seine Serie „Zukunft Stadt“. Der Erste Termin ist eine Expedition in die Donaustadt unter der Leitung von Boris Sieverts vom Büro für Städtereisen:

Wir begeben uns auf eine Reise in das für viele unbekannte Land Donaustadt und machen uns auf die Suche nach neuen Bildern dieser urbanen Landschaft. Wir wollen Qualitäten im Zufälligen entdecken, die Eigenlogik und Eigenästhetik dieses Raumes erkennen und die Fragmente dieses Patchworks zusammenfügen. Gemeinsam mit Boris Sieverts machen wir uns auf den Weg, um per Rad die Donaustadt zu »erfahren« und das Besondere und Überraschende zu finden. In einem abschließenden Salongespräch wird diese Tour reflektiert und die Frage diskutiert, welche Planungsansätze in solchen Räumen greifen.
(aus einer Aussendung des IFÖR)

Di, 25.9.2012
10.00 – Genochplatz, 1220 Wien – Expedition
19:00 – Stadlauer Vorstadtbeisl zum Selitsch, Konstanziagasse 17, 1220 Wien – Salon Expedition

Um Anmeldung unter zukunftstadt@ifoer.tuwien.ac.at wird gebeten.

Die Praxis der Recht auf Stadt Bewegung

Neuordnungen des Städtischen hat Andrej Holms Vortrag von letzter Woche am Berner Recht auf Stadt-Kongress oder dem was doch noch stattfand veröffentlicht.

Er spricht über die Geschichte der Bewegung, seine Eindrücke von der Berner Forschungswerkstatt der Kritischen GeographInnen, und  der Entwicklung von Konzepten der Kommodifizierung des Urbanen und der unternehmerischen Stadt zur gespaltenen Stadt.

Laut Holm führen im Klima des „post-politischen“ gerade „linkere“ Stadtregierungen dazu, dass sich Recht auf Stadt-Bewegungen gründen. Außer in Düsseldorf waren zum Zeitpunkt der Gründung immer die Grünen oder die SPD in der Stadtregierung. Die Ursache sieht er in einem dann vorhandenen Vakuum für Bündnispartner von Bewegungen an Bündnispartnern in der Stadtpolitik.

Wo ist die in Wien? Gibt es zu wenige Konflikte für Bewegungen? Sind die Bewegungen eher bürgerlich – wie etwa die BürgerInneninitative gegen die Verbauung der Steinhofgründe? Ist die Stadtregierung im Sinne allumfassender sozialdemokratischer Hegemonie gar ein Bündnispartner gegen die Stadtregierung? Oder die gute alte Formel: Bern brennt, Wien pennt?

Die Hinweise auf Karten und Grafiken sind leider ein wenig herausfordernd bei einer Tonaufnahme.

http://www.neuordnungen.info/2012/09/11/vortrag-recht-auf-stadt/

Wohnungs­politischer Diskurs

Die Zeitschrift Augustin lädt zum nächsten wohnungspolitischen Treffen ein, das unter anderem eine Manifestation am 7. Dezember 2012 (90. Jahrestag der Verabschiedung des Mietengesetzes) vorbereitet und darüber hinaus Überlegungen über eine dauerhafte neue MieterInnenbewegung anstellt.

Ziel ist eine Plattform gegen Gentrifizierung und Mietwucher, die AkteurInnen auf dem Feld der Wohnungspolitik, der Stadtentwicklung und der MieterInnen-Interessensvertretung vereinigt. Das ist nicht leicht (wie die beiden bisherigen Treffen zeigten), weil sehr unterschiedliche „Kulturen“ der Auseinandersetzung mit Stadt- und Wohnpolitik aufeinandertreffen – von den service-orientierten MieterInnenvertretungen über die junge „Häuserkampfszene“ bis zu den PraktikerInnen und TheoretikerInnen einer sozialen, ökologischen, demokratischen Stadtplanung oder zu den Anti-Privatisierungsinitiativen.

Das nächste Treffen findet am Mittwoch, 12. September um 18 Uhr im Augustinhaus statt (1050 Wien, Reinprechtsdorfer Straße 31, im Hof).

http://www.augustin.or.at/article2035.htm