IV. Forschungs­werkstatt Kritische Geographie in Bern

Das rageo-Kollektiv veranstaltet von 3. bis 6. September eine Forschungswerkstatt und möchte:

zur FreiRaumSchaffung aufrufen, um aktiv(istisch)e Stadt-(Land)erkundungen durchzuführen, für Austausch und Reflektion über Widerstand gegen alle Formen der Ausbeutung, und – dies primär – die kollektive Erarbeitung von Verständnis und radikaler Praxis für und gegen die gegenwärtigen (Geo-)Polit(ökonom)ischen Geschehnisse [sorgen].

http://rageo.twoday.net/stories/97016215/

Der Recht auf Stadt Kongress, der ursprünglich hätte im Anschluss stattfinden wurde abgesagt.

Die reguläre Anmeldefrist endet übrigens heute.

Second Hand Spaces

Im Juni ist relativ zeitgleich zu dem Kongress „Second Hand Spaces – Die Nutzung vakanter Orte als partizipative Politik“ auch das Buch „Second Hand Spaces“ erschienen. Die Kurzbeschreibung lautet:

„Second hand spaces schöpfen an vakanten Orten aus der Atmosphäre, den Spuren, den Überbleibseln und der Geschichte der vorherigen Nutzung. Ihre Akteure entwickeln aus dem Ort heraus eine eigene Ästhetik, die durch Einfachheit und Improvisationen gekennzeichnet ist. Neue Ideen werden ausprobiert und Überraschungsmomente in der Stadt geschaffen. Second hand spaces entwickeln sich vor dem Hintergrund veränderter Ansprüche an Stadträume und bieten bei geringer Miete Platz für Interaktion, Partizipation und Start-ups. Sie eröffnen der Stadtplanung neue Handlungsansätze und leisten gleichzeitig einen nachhaltigen Beitrag zum städtischen Wandel. „
weiterlesen >

Enzi = Kultur = Erfolg. Ein Stadtmöbel verselbständigt sich

Egal ob „echte“ Wiener oder Zuagraste – jeder kennt das Museumsquartier, und jeder kennt die Enzis. Wer wurde noch nicht Opfer dieser schicken Bobomagneten und hat sich niedergelassen auf einem der Sitzmöbel im Herzen der „Kulturoase„? An lauen Abenden verwandelt sich der halböffentliche Raum zwischen den Kulturpalästen zum belebten Treffpunkt für ein halberlaubtes Bier. Die Enzis sind damit zum Marker einer neuen Stadtkultur mutiert, zum Symbol für Wien.
weiterlesen >

Saskia Sassen im Interview

Ein kurzes Interview mit Saskia Sassen bringt die Schweizer Sonntagszeitung. Sassen nimmt Stellung zum Thema von Protesten im öffentlichen Raum, der Qualität öffentlicher Räume und dem Austausch von stillem Wissen in Städten. Für letzteren gibt sie eine interessante Definition:

Du kannst halb betrunken sein nach einer sehr langen Party mit Freunden und jemandem erzählen, dass du jemanden kennst, der gerade in Ulan Bator ist. Und der andere, ebenso betrunken, denkt sich, das ist vielleicht genau die Person, die ich suche. Die Zone dieses informellen Wissensaustausches ist viel wichtiger als formale Sitzungen.

Das ganze Interview gibt es hier: http://www.sonntagszeitung.ch/fokus/sonntagsgespraech/sonntagsgespraech-detailseite/?newsid=224810

tschuldigen für die Werbung

Um die „gängige Klischees im Straßenverkehr aufzubrechen“ gibt es diese wohl nicht so klischeefreie Werbekampagne der Stadt – übrigens mit „wissenschaftlicher Begleitung„. Gewarnt werden muss auch vor den großen Gesten der DarstellerInnen und der Hintergrundmusik, die irgendwie wie eine schlechte Fahrstuhlvariante von „Sound and Vision“ klingt.

Es gibt dazu noch Bastelbögen und Plakate, die unter anderem empfehlen vor dem Aufprall noch schnell „passt schon“ zu rufen –  im Krankenhaus könnte es zu spät sein.

http://tschuldigen.at/

Olympia als Gentrification Motor

Spiegel Online berichtet über Stratford, ein bisher eher als Arbeiter-Viertel wargenommener Stadtteil in London. Die Olympischen Spiele finden gleich ums Eck statt, das heißt: Large-Scale Investments wie zB in Shopping Malls finden nur ein paar Straßen weiter statt. Das Resultat? Beginnende Gentrifizierung.

„[…] Die Eröffnung des größten Einkaufszentrums Europas im zweitärmsten Bezirk Englands hat die lokale Ökonomie durcheinandergewirbelt. „Der Morgenhandel ist komplett weggebrochen“, klagt Obsthändler Reggie Metcalfe. Er baut seinen Stand jeden Tag um sieben Uhr auf, doch Westfield öffnet erst um zehn Uhr – und die Leute richten sich danach. Sein Umsatz sei um 30 Prozent zurückgegangen, sagt er. Dabei liegt sein Stand noch am nächsten dran an dem neuen Gravitationszentrum der Nachbarschaft. […]
weiterlesen >

sub\urban Zeitschrift für kritische Stadtforschung

Gründungsworkshop am 18-19. Oktober in Berlin

Mit einem Workshop soll am 18. und 19. Oktober 2012 in Berlin die Zeitschrift sub\Urban gegründet werden. Auf diesem Workshop sollen programmatische, innovative und kontroverse Beiträge für eine interdisziplinäre und kritische Stadtforschung diskutiert werden. Neben der Vorstellung und Weiterentwicklung eines kollaborativen Arbeitsprogramms werden die zentralen Fragen und Themen diskutiert, denen sich die Zeitschrift annehmen soll.
Ein vorläufiges Programm und weitere Details werden in Kürze auf der Homepage und in den Newsletters veröffentlicht. Die Veröffentlichung des Programms erfolgt Anfang September.

Zur Anmeldung genügt eine Email mit Name, Kontaktdaten und evtl. Affiliation bis zum 10. Oktober an: info@zeitschrift-suburban.de.
Gebühren: 15 € voll / 5 € ermäßigt.

Beitragsvorschläge können nun eingereicht werden – in Form von Statements, Positionsbestimmungen und Vorträgen ebenso wie als Panels, offene Debatten oder in anderen Formaten. Die Beiträge sollen sich vor allem auf konzeptionellen, programmatischen, genealogischen und explorativen Ebenen mit aktuellen Fragen und Möglichkeiten kritischer Stadtforschung befassen.
Abstracts für den Workshop können bis zum 15. August an info@zeitschrift-suburban.de gesendet werden.

zeitschrift-suburban.de

Kleinräumige Unterschiede in Lebenserwartung in London

Eine interessante Karte über Lebenserwartung in London, kartiert entlang der London Tube Lines. Die Unterschiede sind eklatant.

Lives on the Line
by James Cheshire & Oliver O’Brien – UCL CASA

Die Karte gibts hier: http://life.mappinglondon.co.uk/

Einen kurzen Artikel der Daily Mail zum Thema hier: http://www.dailymail.co.uk/health/article-2176556/Interactive-tube-map-reveals-stark-inequalities-London-depending-local-station.html

Sichtbare Segregation

Eric Fisher hat die Ergebnisse der US-amerikanischen Volkszählung von 2010 und 2000 visualisiert. Jeder Punkt entspricht 25 Einwohnern, wobei Rot Weiß, Blau Schwarz, Grün Asiatisch, Orange Hispanisch und Gelb andere „Race“ oder „Ethnicity“ bedeutet.

Die Bilder, welche daraus für mehr als Hundert Städte entstanden sind, zeigen wie es in den USA mehr als 55 Jahre nach dem richtungsweisenden „Brown v. Board of Education“ Urteil des Obersten Gerichtshofes um die Segregation bestellt ist.

Hier abgebildet: Detroit – die Stadt mit dem höchsten Segregationsindex der USA

Race and ethnicity: Detroit
© Eric Fischer. Data from Census 2000. Base map © OpenStreetMap, CC-BY-SA

Alle weiteren Bilder sind (auch höher aufgelöst) zu finden unter:
http://www.flickr.com/photos/walkingsf/sets/72157626354149574/

Global Cities Institute an der Universität Toronto

An der John H. Daniels Faculty of Architecture, Landscape, and Design der Universität Toronto wurde das Global Cities Institute gegründet.

“The Global Cities Institute will launch a democratic, global conversation that crosses political, social, economic and disciplinary boundaries,” says Patricia McCarney, newly appointed Director of the GCI. “We will welcome and seek the perspectives and ideas of political and business leaders, non-profit organizations, international agencies, designers, planners, academics, and the general public to address the core challenges confronting cities globally.”

Mehr Informationen hier:
http://media.utoronto.ca/media-releases/university-of-toronto/announcing-the-global-cities-institute-at-the-university-of-toronto/

Eine sinnvolle Bodenpolitik für Berlin?

Deutschlandradio stellt in einem 20-minütigen Beitrag die Frage, was eine sinnvolle Grund- und Bodenpolitik für die Stadt Berlin wäre, und wie langfristig Gestaltungshoheit über den Boden erhalten werden kann.

Gestaltungshoheit oder Grundstücksverkauf – Wie soll Berlin mit seinem Grund und Boden umgehen?

Die dazugehörige Sendungsbeschreibung findet man hier:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/laenderreport/1814942/