Zukunftsforschung für’s T-Shirt oder Das post-politische Glück ist zum Greifen nah

Was macht eigentlich so ein_e Trend- und Zukunftsforscher_in? Das habe ich mich zuletzt häufiger gefragt, zumal derart betitelte Personen mittlerweile regelmäßig in Nachrichten- und Informationsfernsehsendungen auftauchen. Befragt zu den unterschiedlichsten Phänomenen unserer Gesellschaft sprechen sie dann meist über Urbanisierung, Individualisierung, Digitalisierung und dergleichen mehr und bestätigen uns, was wir selbst schon immer wussten – dass die Welt in Hinkunft anders sein wird als bisher. Doch etwas machen sie dabei entscheidend anders. Entgegen dem großelterlichen Mantra, früher sei alles besser gewesen, sind Zukunftsforscher_innen stets überzeugt: die Zukunft wird gut. Eine eindrucksvolle Ausgabe dieser freudigen Botschaft durfte ich unlängst selbst live miterleben.

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Vorsicht, die Bobos kommen! Strategien gegen den Ausverkauf revolutionärer Bewegungen am Beispiel Urban Gardening

Urban Gardening Initiativen haben in den letzten Jahren rasant zugenommen – auch in Wien. Diese Initiativen bewegen sich in einem Spannungsfeld: was oft als Form der bottom-up Stadtentwicklung beginnt, mit dem Ziel eine andere Stadt „von unten“ zu initiieren, wird in vielen Fällen schnell für kapitalistische Zwecke instrumentalisiert. Gastautorin Stefanie Ibinger beschäftigt sich mit eben diesem Spannungsfeld im folgenden Essay.
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Wien: Wieso die Zuwanderung eine Wahlrechtsreform erfordert

Die Wiener Gemeinderatswahlen rücken näher und die politischen Vorbereitungen nehmen zunehmend an Fahrt auf. Die SPÖ hat vor kurzem mit der Forderung für ein “Wahlrecht für alle” aufhorchen lassen. Das Problem ist schnell zusammengefasst: Ausländische StaatsbürgerInnen sind in Österreich grundsätzlich von Wahlen ausgeschlossen – mit der geringfügigen Ausnahme in Wien, wo Personen aus anderen EU-Staaten ihre Stimme auf der untersten Vertretungsebene, der Bezirksvertretung, abgeben können.
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Wien: Die Mieten sind hoch. Aber wie leistbar sind sie?

In den letzten Tagen hat sich eine Karte mit Mietpreisen in Wien im Web verbreitet. Die Karte zeigt das Wiener Ubahnnetz und die durchschnittlichen Angebotsmieten rund um die Ubahnstationen. Veröffentlicht wurde sie von der Webplattform Zoomsquare, die Unterstützung für die Immobiliensuche durch eine neue Suchmaschine verspricht. Auch wenn die Methodik hinter der Karte nicht vollkommen klar ist – etwa in Bezug darauf wie groß der Bereich „rund“ um die Ubahnstationen definiert ist – wurde sie von einer Reihe von Newsportalen übernommen, wie hier von ORF.AT.
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Die braune Geschichte Wiens erkunden

Das ‚rote‘ Wien ist ein hinreichend bekannter und diskutierter Teil der Wiener Stadtgeschichte. Wesentlich weniger wurde bis jetzt über die braune Vergangenheit der Stadt geredet. Gerald Lehner und Eva Maria Bachinger haben nun einen Stadtführer herausgegeben, der genau diese Lücke im städtischen Bewusstsein zum Ausgangspunkt nimmt. Das Buch „Im Schatten der Ringstraße: Reiseführer durch die braune Topografie von Wien“ führt an 62 Orte, die davon erzählen, wie der Nationalsozialismus zu einem wichtigen Bestandteil der Wiener Stadtentwicklung wurde.

Das im Czernin-Verlag erschienene Buch kann man hier bestellen:

http://www.czernin-verlag.com/buch/im-schatten-der-ringstrase?PHPSESSID=bpeudirol143m5lpe88tbu4t20

Kürzliche Beiträge zur Wohndebatte in Wien

Die Diskussion rund um Wohnen und steigende Mieten dreht sich täglich weiter. Nicht nur international, sondern auch in Wien – und dieser Blog läuft Gefahr nicht mitzuhalten mit der Vielzahl an neuen Beiträgen. Hier ein paar Links zu kürzlich Veröffentlichtem mit Fokus Wien:

  • Die Initiative „Mietenwahnsinn Stoppen“ des Recht-Auf-Stadt Kollektivs mit einem Aufruf was falsch läuft in Wien und vier kurzen Forderungen bezüglich Zwangsräumungen, Gemeindebau, Leerstand und Wohnen als Recht. http://www.interventionistische-linke.at/2015/04/29/recht-auf-stadt-forderungen/
  • Eine Antwort der Freien Volksrepublik Meidling:
    http://mosaik-blog.at/schwerpunkt-wohnen-vi-gentrifizierung-ist-nicht-das-groesste-problem/
  • Eine Reihe an Fragen wirft Bettina Köhler in ihrer Reflexion über die Wiederaufnahme des Gemeindebaus in der letzten MALMOE auf:
    http://www.malmoe.org/artikel/verdienen/3001
  • Und weils so gut dazupasst, hier ein Link zu einem Artikel von Jamie Peck über Austerity Urbanism. Der behandelt zwar explizit amerikanische Städte – interessante Fragen wirft er aber auch für Wien allemal auf.
    http://www.rosalux-nyc.org/en/austerity-urbanism/

Viel Spaß beim Lesen!

Einladung „Recht-auf-Stadt“ Wien Treffen

4. März 201519:00-21:00

Am Mittwoch, dem 4. März, findet im Amerlinghaus (Wien 7, Stiftgasse 8) von 19 bis 21 Uhr das nächste Vernetzungstreffen des Bündnisses „Recht auf Stadt“ statt.

Neben der Vernetzung steht nochmals die Wien-Wahl 2015 im Mittelpunkt, die wir als Bezugsrahmen produktiv nützen möchten, um  „Recht auf Stadt“ mehr Öffentlichkeit zu verschaffen. Diesmal arbeiten wir konkrete Schritte in Kleingruppen aus.
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Filmabend: Widerstand gegen Zwangsräumungen in Barcelona

26. Februar 201519:00-19:00

“Si se puede”
Seven days at PAH Barcelona
Spanien 2014 | 52 min | OmU

Mobiles Stadtlabor Karlsplatz

Seit dem Beginn der Wirtschaftskrise im Jahr 2007 wurden ungefähr 550.000 Hypotheken in Spanien gekündigt. Die Zivilgesellschaft organisiert sich, da lokale und nationale Verwaltungen nichts gegen diese Entwicklung unternahmen.

Im Jahr 2009 wurde die PAH – Plata- forma de Afectados por la Hipoteca (Plattform der von Hypotheken Betroffenen) – in Barcelona gegründet – eine Bürger_innenbewegung für das Recht auf Wohnen und als Antwort auf die Wohnungsnot.

„Si se puede – 7 Tage mit PAH Barcelona“ ist eine Beschreibung der täglichen Arbeit der Plattform. Der Film zeigt beispielhaft, wie eine ganze Woche voll von unermüdlichen Aktivitäten aussehen kann. Sieben Interviews, kombiniert mit Bildern die innerhalb eines Jahres gesammelt wurden, zeigen die unterschiedlichen Aktiv- itäten der PAH Barcelona.

Die Dokumentation zeigt die meist für die Öffentlichkeit unsichtbare Arbeit der Organisation und den Prozess der Selbstermächtigung der an ihr beteiligten Menschen.

Der Film wird gemeinsam von der Initiative „Mietenwahnsinn stoppen!” und der Solidaritätsgruppe „Zwangsräumungen verhindern!“ präsentiert.

Frauen, Obdachlosigkeit und Wohnungsnot in Wien

Frauen, Obdachlosigkeit und Wohnungsnot in Wien: Zu diesem Themenkomplex gibt es in den nächsten Tagen eine Reihe an Veranstaltungen in Wien:

  • „zusammen::schauen“ 25. Februar 2015, 19.00 Uhr Topkino, Rahlgasse 1, 1060 Wien: „Zimmer, Küche, Kabinett? – Weibliche Wohnungslosigkeit in Wien.“ Eine historische Filmschau und Vortrag mit Marie-Noëlle Yazdanpanah
  • „zusammen::reden“ 25. März 2015, 19.00 Uhr Tageszentrum Ester, Gumpendorfer Straße 64, 1060 Wien: „Schöner Leben: Brot und Rosen – im Widerspruch zu Prekarisierung Austausch mit Initiativen zu Wohnungslosigkeit, Prekarisierung und Armutsbekämpfung“
  • „zusammen::gehen“ 25. April 2015, 14.00–18.00 Uhr Treffpunkt: Gumpendorfer Str. 64 / Ecke Esterhazyg., 1060 Wien: „Wohnzimmergeschichten – Eine spielerische Forschungsreise durch den öffentlichen Raum“ mit Elke Rauth, dérive – Verein für Stadtforschung

Bereits statt gefunden hat die Auftaktveranstaltung der Serie, „“Ein Zimmer für sich allein – Ein Frauenrecht auf Wohnen in Zeiten der Wohnungskrise“. Ein kurzer Bericht dazu findet sich hier: derstandard.at/1353207869688/Swaps-sind-viel-riskanter-als-eine-Wette

Urban Walk: Stop and Go – Terminal AKH Wien

6. Februar 201513:00-16:00

Stop and Go – Terminal AKH Wien
Tour #2 | Knotenpunkte transnationaler Mobilität und Migration in Wien 

Datum | Freitag, 06. Februar 2015, 13 Uhr bis max. 16 Uhr
Ort | Eingangshalle AKH Wien (Info-Schalter), Eingang Michelbeuern (Anschluss U6)
Währinger Gürtel 18–20, 1180 Wien

Zur Navigation siehe auch den Link auf Google Maps

Anmeldung | Aus Kapazitätsgründen ist die Teilnehmer_innenzahl beschränkt.
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Vortrag: Für einen gesellschaftlichen Wohnbau

15. Januar 201519:00-21:00

Ein interessanter Abend zum Thema Wohnungspolitik: Andreas Rumpfhuber diskutiert seine Ideen zu gesellschaftlichen Wohnbau. Im Anschluss wird Lukas Tockner von der Arbeiterkammer Wien respondieren. Der Ankündigungstext liest sich wie folgt:

Entgegen der tatsächlich stattfindenden schleichenden Liberalisierung des Wiener Wohnungsbaus seit den 1990er Jahren und wider der Forderung nach der totalen Liberalisierung des Wohnungswesens in Wien, aber auch entgegen der wohlgemeinten Rufe nach einem neuen Wiener Gemeindebau versuche ich mit meiner Idee des gesellschaftlichen Wohnungsbau einen alternativen Weg eines zukünftigen Modells des Wiener Wohnungsbaus und des Wohnungsbaus allgemein zu skizzieren.

Der gesellschaftliche Wohnungsbau denkt den Wohnungsbau (und somit den Stadtbau) von den zeitgenössischen Lebens- und Arbeitsbedingungen her. Der gesellschaftliche Wohnungsbau denkt aktuelle Formen der Arbeit mit. Der gesellschaftliche Wohnungsbau ist ein Wohnungsbaumodell für ALLE. Ein gesellschaftlicher Wohnungsbau gehört ALLEN (und nicht der öffentlichen Hand und nicht einer wie auch immer imaginierten unsichtbaren Hand).

Die Idee des gesellschaftlichen Wohnungsbaus entstand während meiner Arbeit zum europäischen Forschungsprojekt über Knappheitsdiskurse im Rahmen dessen das Modell des Wiener Wohnungsbaus analysiert und Szenarien für die Ausweitung des Gemeindebaus entwickelt wurden. Das Buch dazu erscheint im April 2015.

Buchvorstellung: Wer geht leer aus?

18. Dezember 201419:30-22:30

Über mehrere Jahre haben sich Mara Verlic und Wencke Hertzsch in Zusammenarbeit mit der IG Kultur im Rahmen eines Forschungsprojekts kritisch mit dem Thema Leerstand in Wien auseinandergesetzt. Aus dieser Beschäftigung ist jetzt ein spannendes Buch hervorgegangen. „Wer geht leer aus? Plädoyer für eine andere Raumpolitik“, herausgegeben von Willi Hejda, Anna Hirschmann, Raphael Kiczka und Mara Verlic setzt sich zum Ziel, Leerstand aus neuen Perspektiven zu betrachten. 
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Buy Buy St. Pauli

5. Dezember 201418:00-18:00

Steffen Jörg, Irene Bude und Olaf Sobczak haben einen Film über die Kämpfe um die Esso-Häuser gemacht:

Der Druck auf die europäischen Großstädte steigt: Alte Häuser werden aufgekauft, luxussaniert oder abgerissen und müssen hochpreisigen Neubauten weichen. Wo die Mieten steigen, profitieren Investor_innen und Eigentümer_innen zulasten der Bewohner_innen. Die Langzeitdokumentation buy buy st. pauli begleitet die Geschehnisse rund um die ESSO-Häuser – zwei Plattenbauten der 1960er auf der Hamburger Reeperbahn, deren Abriss seit 2009 in Planung ist. In zahlreichen Interviews nah an den Bewohner_innen dokumentiert der Film deren Kampf um ihre Wohnungen und steht damit stellvertretend für größere aktuelle stadtpolitische Auseinandersetzungen rund um ein Recht auf Stadt für alle.
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Endstation Kaufrausch

23. November 201413:00-13:00

Ulli Gladik hat einen Film über Shoppincenterentwicklung gemacht: Global Shopping Village. Sie begleitet Entwickler bei der Arbeit und untersucht die Folgen der Entwicklungen.

Am Sonntag den 23.11. findet im Filmcasino eine Matinee mit anschließender Diskussion statt.

Es diksutieren:
Prof. Gerlind Weber, Raumplanerin
Jörg Bitzer, Leiter der Einzelhandelsimmobilienabteilung bei EHL und Protagonist in Global Shopping Village
Ulli Gladik, Regisseurin
Moderation: Margaret Haderer, Politologin, Wien, Toronto

So. 23.11. 13.00  – Filmcasino
Margaretenstraße 78
1050 Wien

https://www.facebook.com/GlobalShoppingVillage & http://www.globalshoppingvillage.at/

Radiosendung: Wohnraum in der Krise

FM4 Auf Laut bringt heute eine Radiosendung zum Thema Wohnen und Krise. Ab 21h diskutieren unter anderem Mara Verlic und Justin Kadi vom Recht auf Stadt Netzwerk Wien mit Lukas Tagwerker über das Thema. Unter 0800 226 996 kann man live mitdiskutieren.

Hier der Ankündigungstext von fm4.orf.at:

FM4 Auf Laut – Wohnraum in der Krise

Wohnen ist Grundbedürfnis und Grundrecht.
Während in der Bundeshauptstadt täglich im Schnitt 7 Zwangsräumungen vollstreckt werden stehen 30.000 bis 100.000 Wohnungen leer, genaue Zahlen fehlen.
In Spanien ist mit der Plataforma de Afectados por Hipoteca eine breite Bewegung gegen Zwangsräumungen entstanden, mit der eine „Rückkehr der Politik durch den Kampf um Grundbedürfnisse“ gefeiert wird. In Österreich ist eine solche Bewegung gerade am Entstehen. In FM4 Auf Laut diskutieren Mara Verlic und Justin Kadi vom Recht-auf-Stadt-Netzwerk mit AnruferInnen über Wohnraum in der Krise.

Anrufen und Mitdiskutieren erwünscht!

Die Nummer ins Studio: 0800 226 996
international: 0043 1 5036318