Vortrag: Für einen gesellschaftlichen Wohnbau

15. Januar 201519:00-21:00

Ein interessanter Abend zum Thema Wohnungspolitik: Andreas Rumpfhuber diskutiert seine Ideen zu gesellschaftlichen Wohnbau. Im Anschluss wird Lukas Tockner von der Arbeiterkammer Wien respondieren. Der Ankündigungstext liest sich wie folgt:

Entgegen der tatsächlich stattfindenden schleichenden Liberalisierung des Wiener Wohnungsbaus seit den 1990er Jahren und wider der Forderung nach der totalen Liberalisierung des Wohnungswesens in Wien, aber auch entgegen der wohlgemeinten Rufe nach einem neuen Wiener Gemeindebau versuche ich mit meiner Idee des gesellschaftlichen Wohnungsbau einen alternativen Weg eines zukünftigen Modells des Wiener Wohnungsbaus und des Wohnungsbaus allgemein zu skizzieren.

Der gesellschaftliche Wohnungsbau denkt den Wohnungsbau (und somit den Stadtbau) von den zeitgenössischen Lebens- und Arbeitsbedingungen her. Der gesellschaftliche Wohnungsbau denkt aktuelle Formen der Arbeit mit. Der gesellschaftliche Wohnungsbau ist ein Wohnungsbaumodell für ALLE. Ein gesellschaftlicher Wohnungsbau gehört ALLEN (und nicht der öffentlichen Hand und nicht einer wie auch immer imaginierten unsichtbaren Hand).

Die Idee des gesellschaftlichen Wohnungsbaus entstand während meiner Arbeit zum europäischen Forschungsprojekt über Knappheitsdiskurse im Rahmen dessen das Modell des Wiener Wohnungsbaus analysiert und Szenarien für die Ausweitung des Gemeindebaus entwickelt wurden. Das Buch dazu erscheint im April 2015.

Buchvorstellung: Wer geht leer aus?

18. Dezember 201419:30-22:30

Über mehrere Jahre haben sich Mara Verlic und Wencke Hertzsch in Zusammenarbeit mit der IG Kultur im Rahmen eines Forschungsprojekts kritisch mit dem Thema Leerstand in Wien auseinandergesetzt. Aus dieser Beschäftigung ist jetzt ein spannendes Buch hervorgegangen. „Wer geht leer aus? Plädoyer für eine andere Raumpolitik“, herausgegeben von Willi Hejda, Anna Hirschmann, Raphael Kiczka und Mara Verlic setzt sich zum Ziel, Leerstand aus neuen Perspektiven zu betrachten. 
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Buy Buy St. Pauli

5. Dezember 201418:00-18:00

Steffen Jörg, Irene Bude und Olaf Sobczak haben einen Film über die Kämpfe um die Esso-Häuser gemacht:

Der Druck auf die europäischen Großstädte steigt: Alte Häuser werden aufgekauft, luxussaniert oder abgerissen und müssen hochpreisigen Neubauten weichen. Wo die Mieten steigen, profitieren Investor_innen und Eigentümer_innen zulasten der Bewohner_innen. Die Langzeitdokumentation buy buy st. pauli begleitet die Geschehnisse rund um die ESSO-Häuser – zwei Plattenbauten der 1960er auf der Hamburger Reeperbahn, deren Abriss seit 2009 in Planung ist. In zahlreichen Interviews nah an den Bewohner_innen dokumentiert der Film deren Kampf um ihre Wohnungen und steht damit stellvertretend für größere aktuelle stadtpolitische Auseinandersetzungen rund um ein Recht auf Stadt für alle.
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Endstation Kaufrausch

23. November 201413:00-13:00

Ulli Gladik hat einen Film über Shoppincenterentwicklung gemacht: Global Shopping Village. Sie begleitet Entwickler bei der Arbeit und untersucht die Folgen der Entwicklungen.

Am Sonntag den 23.11. findet im Filmcasino eine Matinee mit anschließender Diskussion statt.

Es diksutieren:
Prof. Gerlind Weber, Raumplanerin
Jörg Bitzer, Leiter der Einzelhandelsimmobilienabteilung bei EHL und Protagonist in Global Shopping Village
Ulli Gladik, Regisseurin
Moderation: Margaret Haderer, Politologin, Wien, Toronto

So. 23.11. 13.00  – Filmcasino
Margaretenstraße 78
1050 Wien

https://www.facebook.com/GlobalShoppingVillage & http://www.globalshoppingvillage.at/

Radiosendung: Wohnraum in der Krise

FM4 Auf Laut bringt heute eine Radiosendung zum Thema Wohnen und Krise. Ab 21h diskutieren unter anderem Mara Verlic und Justin Kadi vom Recht auf Stadt Netzwerk Wien mit Lukas Tagwerker über das Thema. Unter 0800 226 996 kann man live mitdiskutieren.

Hier der Ankündigungstext von fm4.orf.at:

FM4 Auf Laut – Wohnraum in der Krise

Wohnen ist Grundbedürfnis und Grundrecht.
Während in der Bundeshauptstadt täglich im Schnitt 7 Zwangsräumungen vollstreckt werden stehen 30.000 bis 100.000 Wohnungen leer, genaue Zahlen fehlen.
In Spanien ist mit der Plataforma de Afectados por Hipoteca eine breite Bewegung gegen Zwangsräumungen entstanden, mit der eine „Rückkehr der Politik durch den Kampf um Grundbedürfnisse“ gefeiert wird. In Österreich ist eine solche Bewegung gerade am Entstehen. In FM4 Auf Laut diskutieren Mara Verlic und Justin Kadi vom Recht-auf-Stadt-Netzwerk mit AnruferInnen über Wohnraum in der Krise.

Anrufen und Mitdiskutieren erwünscht!

Die Nummer ins Studio: 0800 226 996
international: 0043 1 5036318

Wien: Von der wachsenden zur gespaltenen Stadt?

17. November 201419:00-21:00

Die Grünen Neubau veranstalten am 17. November einen Abend zum Thema Stadtwachstum und Segregation.

Es diskutieren:

Raimund Gutmann, wohnbund:consult; Bettina Köhler, Stadtforscherin; Irmi Voglmayr, Soziologin Moderation: Sonja Gruber, Verein Wirbel

Der Ankündigungstext liest sich wie folgt:

Wien wächst. Diese Entwicklung schlägt sich u. a. in verstärkter Wohnbautätigkeit, in hohen Bebauungsdichten oder dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs nieder. Die Verdichtungsgespräche laden ein zur Diskussion der Folgen von Verdichtung im urbanen (Lebens-)Raum.

Für wen ist der Wohnort in einer Stadt wie wählbar? Fixe Verortung von Menschen in bestimmten Stadtteilen oder Wohnbauten? Vertikale Segregation in neuen Wohnbauten?

Quelle: https://neubau.gruene.at/verdichtung-und-soziale-segregation-wer-lebt-wo

Stuwerviertel – Wiener Gentrifikation oder viel Baulärm um nichts?

Der folgende Beitrag von Gastautorin Sarah Kusché gibt einen kurzen Einblick in ein Forschungsprojekt zum Thema Gentrifizierung im Wiener Stuwerviertel. Das Projekt ist im Rahmen des Seminars „Gentrification“ im Sommersemester 2014 an der TU Wien durchgeführt worden.

Das Stuwerviertel ist im Umbruch. Ursprünglich bekannt für seine Rotlichtszene, wurde in den letzten Jahren vermehrt in Renovierungen und öffentliche Infrastruktur investiert. So entstanden einige neue U-Bahnstationen und auch die Wirtschaftsuniversität Wien im und um das Grätzel im 2. Wiener Gemeindebezirk.
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Pressekonferenz Leerstand am 7.10.

7. Oktober 201410:30-11:30

Anzahl der Unterschriften zur Leerstandspetition übertraf die Erwartungen. Pressekonferenz am 7. Oktober.

Die von der IG Kultur Wien lanciere Unterschriftenaktion zur Unterstützung ihrer Leerstandspetition wurde bis Ende August von 1095 Personen und Gruppen unterstützt. Damit wurde das Ziel von 1000 UnterzeichnerInnen trotz der geringen Mittel für eine breit angelegte PR-Kampagne deutlich übertroffen.

Die Anzahl der Unterschriften wurde gemeinsam mit der Petition nun an Bürgermeister Michael Häupl, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou sowie an die StadträtInnen Renate Brauner, Michael Ludwig und  Andreas Mailath-Pokorny mit der Aufforderung zu einem direkte Gespräch über die Leerstandsproblematik kommuniziert. Über die konkreten Reaktionen, Ergebnisse und weiteren Schritte werden wir in einer Pressekonferenz berichten:
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Wie Zuwanderung Wien verändert

Wien wächst. Das ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Neben der natürlichen Bevölkerungsentwicklung fußt dabei ein beträchtlicher Anteil des Wachstums auf Zuwanderung. Wien ist eine attraktive Stadt zum Wohnen und Arbeiten – und das schlägt sich in einer positiven Zuwanderungsbilanz nieder.

Aber wer sind eigentlich die Personen, die nach Wien ziehen? Woher kommen sie? Und wohin in Wien ziehen sie? Ein neues Datenset der Statistik Austria gibt Einblicke in diese Fragen. Die Daten der Wanderungsstatistik, die hier zum Download bereitstehen, bilden die Wanderungen nach (und aus) Wien für die Jahre 2007 bis 2012 ab. Grundlage ist das zentrale Melderegister. Hier ein paar kurze illustrierte Fakten daraus (Grafiken durch klicken vergrößern).
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Thomas Picketty in Wien

4. Juli 201415:00-17:00

„This is a book that will change both the way we think about society and the way we do economics“ – so schreibt Paul Krugman.  „Ein Triumph der Wirtschaftsgeschichte über das theoretische, mathematische Modellieren, das in den letzten Jahren die Ökonomie dominierte“ – meint Steven Pearlstein. Die Rede ist von Thomas Pickettys Bestseller Le Capital au XXIe siècle (in der englischen Übersetzung Capital in the 21st century).
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Update: Räumlich differenzierte Einkommens-entwicklung in Wien

Kürzlich haben wir auf diesem Blog eine Analyse der Einkommensentwicklung in Wien auf Bezirksebene zwischen 2002 und 2011 präsentiert. Wie hier nachzulesen, zeigt sich, dass es bereits 2002 starke Unterschiede in Bezug auf Einkommen nach Bezirken gegeben hat (bezogen auf durchschnittliches Jahrespersonennettoeinkommen). Seither gibt es Tendenzen zunehmender Polarisierung: Einkommen in ärmeren Bezirken sind weniger stark gewachsen als in reicheren Bezirken. Der 1. Bezirk ist besonders auffallend, mit überproportional starken Einkommenszuwächsen. (Siehe den alten Blogeintrag für methodische Anmerkungen und eine genauere Erläuterung der Ergebnisse).
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Weltkulturerbe Straßenstrich

11. Mai 201410:00-12:00
14. Mai 201420:15-20:15

Die Aktion „Rotlicht statt Blaulicht“ fordert den Straßenstrich im Stuwerviertel und der Pratergegend zum Weltkulturerbe zu erklären:

Die hochqualifizierte Arbeit der süßen Mädels und der strengen Damen, der holden Nymphen und der willigen Sklav_innen, der galizischen Französinnen und der bulgarischen Griechinnen soll nicht schamhaft verlogen verdrängt oder als Skandal betrachtet werden wie lange Zeit auch Schnitzlers Reigen, einige Bilder Klimts und Schieles oder die frivole Männerphantasie «Josefine Mutzenbacher». Erkennen wir nicht nur kulturelle Beiträge von Männern zum Rotlichtmilieu als Kunst und Teil unserer Kunst an, würdigen wir auch die Arbeit und kulturellen Leistungen der Dirnen selbst als wesentlichen Beitrag zur Geschichte und Kultur Wiens.
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Veranstaltung: Was Sie schon immer über Sexarbeit wissen wollten

28. April 201419:00-19:00

Das Stuwerkomitee organisiert wieder einen Abend wider die Mythen und für die Aufklärung über Begriffe und Realitäten der Sexarbeit. In der Branche engagierte Expertinnen erklären Rechtslagen, Arbeitsbedingungen, Begriffe und Formen der Sexarbeit.

Der Prostitution wird seit geraumer Zeit rhetorisch und in Maßnahmen der Kampf angesagt. Neue Prostitutionsgesetze, welche die Sexarbeiter_innen entkriminalisieren sollen, werden evaluiert und gleichermaßen als Positiv- wie als Negativbeispiele präsentiert. Begriffe wie das vom Laufhaus, vom schwedischem Modell, der Freierbestrafung, der Ware Frau, dem Flatrate-Bordell, dem neuseeländischen Modell oder einem generellem Sexkaufverbot, Menschenrechtsverletzungen u.v.m. werden voller Elan sowohl in Debatten als auch in den Medien, gerne kräftig durcheinander geworfen.
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Und noch ein neuer neo-liberaler Thinktank mit Gedanken zum Wohnungsmarkt

Nach Agenda Austria gibt es jetzt einen zweiten neo-liberalen Think Tank in Österreich, der verstärkt in den Medien hofiert wird. ProMarktwirtschaft nennt sich der Zusammenschluss von Ökonomen, der eine „Plattform zur Meinungsäußerung für alle Ökonomen“ bietet, „die der Überzeugung sind, dass

  • das marktwirtschaftliche System bei fairen Rahmenbedingungen der Politik die größten Produktivkräfte entfaltet.
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Weltkulturerbe Stuwerstrich – im Radio und vor Ort

12. April 201416:00-18:30

sexarbeiterInnen haben Lust auf ihre Rechtet auf ihre rechteDie Kampagne „Rotlicht statt Blaulicht“ fordert nun das Weltkulturerbe Stuwestrich und eröffnet diese Kampagne mit einer Radiosendung am Samstag auf Orange 94.0 und im Viertel:

Sexarbeit ist ein Beruf, über den einige Mythen bestehen, viele Vorurteile vorherrschen und wenig sachliches Wissen verbreitet ist.

Sexarbeit ist ein Beruf, der gleichermaßen literarisch romantisiert wie auch gesellschaftlich stigmatisiert wird. Die so genannten süßen Mädel und die Praterhuren, die Mutzenbacherinnen und die Grabennymphen kommen wohl in der Wiener Weltliteratur zu Wort, aber nicht in der Wiener Stadtpolitik.
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