Nächstes Treffen Bündnis Wilder Wohnen + Film

5. Februar 201318:00-22:00

Dienstag, 5.2.2013, 18 Uhr in der PizzeriA, Mühlfeldgasse 12, 1020 Wien

um 20 Uhr Film „Creativity and the capitalist City- the struggle for affordable space in Amsterdam, Tino Buchholz, NL, 2011, 55 min

Dokumentarfilm zum aktuellsten Stadtentwicklungsmantra heutzutage: Kreativität. Thematisiert wird Kreativität als Überlebenskunst in hoch entwickelten, westlichen, kapitalistischen Städten und die Suche nach bezahlbarem Wohn- und Arbeitsraum in Amsterdam, d.h. Zwischennutzungen, Hausbesetzungen, etc.

Lesekreis: Michael Davis – Planet of Slums

14. Februar 201319:00-21:00

Michael Davis Buch „Planet of Slums“ ist wohl das bekannteste Werk zum Thema informelle Siedlungen. Die österreichsiche Sektion der Internationalen Organisation für ein Partizipatorische Gesellschaft (IOPS) – ein mir unbekannter Verein der so etwas werden will wie eine „globale Graswurzelbewegung“ – veranstaltet nun einen Lesekreis dazu. Neben der Frage, ob eine „globale Graswurzelbewegung“ nun ein produktiver Widerspruch ist oder nicht kann man also potentiell gleichgesinnte LeserInnen kennen lernen.
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Exklusiv: FPÖ und Stenzel gegen die Stadt?

29. Januar 201318:00-18:00

Seit Sommer letzten Jahres läuft – von den Medien relativ wenig beachtet – ein Beteiligungsverfahren zur Umgestaltung des Schwedenplatzes. Die Ergebnisse des von Plansinn im Auftrag der Stadt Wien gestalteten Prozesses kann man gutenteils auch online einsehen.

Viele Seiten haben Bedenken. Fürchten die einen die weitere Zurückdrängung für eine optimale kommerzielle Verwertung des Platzes und der Umgebung unerwünschter Personen wie Obdachloser oder Alkoholiker so fürchtet die FPÖ genau das Gegenteil. Georg Fürnkranz, FPÖ Klubobmann im 1. Bezirk (und ehemaliger Kabinettschef im Verkehrsministerium unter Hubert Gorbach mit einer entsprechenden „Karriere“ in einem Staatsbetrieb) fürchtet um die betroffenen Anrainer – auf einem Platz, der mit 150.000 Personen pro Tag der am stärksten frequentierte von Wien ist. Und er fürchtet damit einen zuwenig exklusiven Charakter im Ergebnis – das wären nämlich „neue, womöglich überdachte Bänke, damit es die Sandler gemütlich haben und die Jugendlichen in Ruhe vorglühen können, um dann grölend durch die Stadt zu ziehen“.
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Gespaltene deutsche Städte?

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlicht dieser Tage eine Serie von Karten zum Thema „Gespaltene Stadt“ und fragt sich, ob die Spaltung deutscher Großstädte zwischen 1991 und 2005 zugenommen hat. Vor diesem Hintergrunf werden sechs Großstädte betrachtet: Essen, Frankfurt, Berlin, Köln, Leipzig und Stuttgart.

Die interaktiven Karten zeigen in ihrer Färbung, dass die Spaltung in den untersuchten Städten durchwegs zugenommen hat. Besonders stark sind die Veränderungen laut farblicher Skalierung in Stuttgart und Berlin.
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Die Scheiß Miete ist zu hoch Nr.7

19. Januar 201316:00-18:00

Versammlung am Volkertplatz, 1020 Wien.

Samstag, 19. Jänner 2013, 16 Uhr

immer am 3. Samstag im Monat; „Die Scheiß Miete ist zu hoch Nr. 8“ am Samstag, 16. Februar 2013, 16 Uhr Volkertplatz, 1020 Wien.

link: http://pizza.noblogs.org/post/2013/01/14/die-scheis-miete-ist-zu-hoch-nr-7-19-1-2013/

Stadtgespräch: Friedrich von Borries – Von Stadt wünscht man sich nicht etwas, Stadt gestaltet man als Bewohner

17. Januar 201319:00-21:00
Büro Friedrich von Borries / © Christoph T. Herrmann

Büro Friedrich von Borries
© Christoph T. Herrmann

Die Stadtgespräche sind eine monatliche Interviewreihe – entstanden aus Interviews die von Studierenden am Fachbereich Örtliche Raumplanung an der TU Wien geführt wurden. Die Stadtgespräche sollen zeigen wie Plannerinnen und Planer die Stadt und ihre Tätigkeit sehen, was sie sich wünschen und was sie sich von denen wünschen die ihnen eines Tages (nach)folgen werden.
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Reclaim YOUR Strasse! – dérive 50 Magazin­präsentation

17. Januar 201319:00-21:00
Foto: © Mike Grauer

Foto: © Mike Grauer

derive 50 Magazinpraesentation mit Reclaim YOUR Straße Speakers’ Corner Praterstern

10 x 5 min asphalttaugliche Speakers’ Corner Beitraege

Donnerstag, 17.01.2013, 19 Uhr, Wien Praterstern (Fluc Vorplatz), 1020 Wien

derive widmet seine 50. Ausgabe der „Strasse“ und laedt zur Feier des formidablen 50ers zum Speakers’ Corner am Praterstern mit 10 x 5 min Beitraegen voller Street-Credibility und asphalttauglicher Fabulierlust:

  1. Die Strasse, die Fussgaenger und die Stadtentwicklung. Strasse als Lebensraum.
    Guenter Emberger
  2. Can’t We All Just Get Along? How I Learned to Stop Worrying and Love Shared Space.
    Emilie Kleinszig + Joshua Grigsby.
  3. Ein Einkaufswagen deckt auf. Geschichten verborgener Mobilitaet.
    Philipp Wetzel.
  4. Jede 2. Straße autofrei! Einsparpotential Mobilitaet.
    Jutta Woertl-Goessler.
  5. Der Oberflaechenbelag schimmert pitoresk. Asphalttaugliche Gedankenabschweifungen zur weitraeumigen Umfahrung des Wirklichkeitskanals. Michael-Franz Woels.
  6. Die nutzergerechte Stadt. Autofreie Moeglichkeitsraume u.v.m.
    Christian Scheler.
  7. „… dass von denen taeglich nicht mehr draufgehen, ist eigentlich ein wunder!“ Eine Lesung selektierter Online-Postings zum Konfliktthema Fahrrad.
    IG Fahrrad + Co.
  8. Neobiedermaier im Stuwerviertel. Von oeffentlichen Freiraeumen und privaten Hoehlen.
    Schwarze Hand.
  9. Einfallstrassen. Auf der Suche nach dem menschlichen Massstab.
    Daniel Dutkowski.
  10. Streetwise. Weisheiten auf der Straße.
    Mara Verlic, Justin Kadi, Roman Seidl & Johannes Suitner.

Für Heissgetraenke ist gesorgt!

link: www.derive.at

Stadterforschung 28 – G3 Shopping Resort Gerasdorf

12. Januar 201312:30-15:30

Stadterforschung zum G3 Shopping Resort Gerasdorf, dem „Shopping-Center mit Wohlfühlfaktor“ vor den Toren Wiens.
Treffpunkt: Samstag, 12.01.2013, 12:30 Uhr, Abfahrtsstelle des G3-Shuttlebus, Franz-Jonas-Platz, 1210 Wien (U6/S-Bahn Floridsdorf).

Ein letztes Einkaufszentrum wurde auf die grüne Wiese gebaut – das G3 Shopping Resort Gerasdorf. Fernab jeglicher städtischer Struktur, aber doch bei Wien. Zum Einkaufen aus der Stadt heraus zu fahren ist eigentlich schon pervers genug, aber beim Versuch, den Shuttlebus, die einzige zumutbare Alternative zum Auto, zu nehmen, kann der vollkommene Wahnsinn erlebt werden (wie kurz vor Weihnachten). Leute drängten, schubsten und schimpften, bis die Polizei kam und so viele Menschen aus dem Fahrzeug entfernte, dass dieses fahren konnte. Bis zuletzt blieben Menschen in der Türe des Reisebusses stehen. Familien wurden beinahe zerrissen: „Ich muss mitfahren, meine Frau ist da irgendwo hinten“. Die Dramatik war schon kaum noch zu steigern, als es auch noch zum verbalen Fight mit der Polizei kam.
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Commons im städtischen Raum

10. Januar 201318:30-21:00

Diskussionsveranstaltung der Fachschaft Raumplanung mit Brigitte Kratzwald und Alexander Hamedinger.

Donnerstag, 10. Jänner 2013, 18.30 Uhr,

Seminarraum 1/3, Operngasse 11, 3. Stock, 1040 Wien

Brigitte Kratzwald ist Sozialwissenschaftlerin, lebt in Graz und ist seit mehreren Jahren als Vortragende, Autorin und Veranstaltungsorganisatorin zum Thema Commons tätig. Sie schrieb unter anderem gemeinsam mit Andreas Exner das Buch „Solidarische Ökonomie und Commons“ (Mandelbaum 2012). Weiters betreibt sie die Webseite www.commons.atund blogt auf kratzwald.wordpress.com und gemeingueter.de.

Alexander Hamedinger arbeitet am Fachbereich Soziologie der TU Wien und beschäftigt sich seit längerer Zeit mit dem Thema Commons und öffentlichem Raum.

Die Diskussionsveranstaltung soll theoretische Inputs zu Commons allgemein und speziell zum Verständnis von Gemeingütern im städtischen Raum bringen. Sie ist Teil des Schwerpunkts „Commons“ der Fachschaft Raumplanung.

Wir freuen uns auf alle Interessierten!

Fachschaft Raumplanung: http://www.fsraum.at/

Vortrag Roger Caves: Current Issues in City Planning in the US

8. Januar 201318:00-20:00

Im Rahmen des Rigorosums von Katharina Söpper zum Dissertationsthema „Mobilizing more than Governmental Support for Distressed Neighborhoods“, verfasst an der TU Wien und der San Diego State University findet am Dienstag, 8.1.2012 ein Gastvortrag von Prof. Roger Caves an der TU Wien statt.

Current Issues in City Planning in the US

Dienstag, 8.1.2012, 18:00, HS 7 Schütte-Lihotzky

Roger Caves ist Professor für Stadtplanung an der San Diego State University und ausgewiesener Spezialist für Stadtplanung in den Vereinigten Staaten. Kürzlich von ihm erschienen sind Planning in the USA, 2d and 3rd editions (2003, 2008) und Encyclopedia of the City (2005).

Die Zukunft von „Urban Studies“

Wohin geht die Stadtforschung im 21. Jahrhundert? Was sind die Themen mit denen sich Stadtforschung auseinandersetzen wird? Was sind neue Perspektiven und mögliche neue Forschungsstränge? Die Universität Manchester hat vor einigen Wochen ein interessantes Symposium mit drei führenden Stadtforscher_innen zu diesem Thema veranstaltet : Andrew Merrifield, Edward Soja und Maria Kaika. Erik Swyngedouw gibt eine Einführung.

Der theurbanfix-Blog hat jetzt einen Videomitschnitt des Symposiums hier online gestellt.

Ebenfalls in diesem Post findet sich ein Video der Antrittsvorlesung von Neil Brenner in Harvard vor knapp einem Jahr, in der er seine Perspektive auf die Zukunft der Stadtforschung darstellt.

Und schließlich auch zum Thema gibt es eine neue Sammlung von Podcasts der UCL Bartlett School of Planning mit Mitschnitten von Urban Studies Vorträgen des Jahres 2012, unter anderem mit Vorträgen von Peter Marcuse, Patrick LeGales, Jennifer Robinson und Michael Edwards. Der Link ist hier.

Junge Leute als Hauptbetroffene der städtischen Wohnungskrise?

Wie bereits im letzten Post „Albtraum Wohnungsmarkt“ suggeriert, hat die städtische Wohnungskrise unterschiedliche Dimensionen, die sich nur bedingt lediglich auf Basis der Dimension Einkommen verstehen lassen. Schwangere, alleinstehende Frauen haben vor allem Probleme in Wien eine leistbare Wohnung zu finden, wie im besprochenen Zeitungsartikel dargelegt. Die FAZ beleuchtet heute die Dimension Alter als eine weitere Wichtige. In diesem Video-Kurzbeitrag wird dargelegt, dass es vor allem jüngere Leute sind, die zunehmend unter der städtischen Wohnungsknappheit leiden. Studenten in Hamburg, wie der Beitrag berichtet, haben oft nur die Möglichkeit illegal ein Zimmer unterzumieten um eine Bleibe in der Stadt zu finden.

Der Beitrag thematisiert zwar die Situation in Hamburg, die Debatte ist allerdings nicht nur eine deutsche. Was im akademischen Diskurs als „inter-generationelle Wohnungskrise“ diskutiert wird – also dass sich vor allem jüngere Leute Wohnen nicht mehr leisten können – thematisiert zum Beispiel der Guardian hier für Großbritannien vor einigen Wochen. Eine interessante Arte-Doku findet sich hier über die Situation in Frankreich, mit besonderem Bezug auf die Wohnsituation von Kindern. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Thematik mit Bezug auf die Hintergründe der vor allem junge Leute betreffenden Wohnungsprobleme findet sich hier.

Albtraum Wohnungmarkt?

Isabella Lechner veröffentlichte auf dieStandard am 3. Dezember vom eine Reportage über die Situation von alleinerziehenden Müttern am Wiener Wohnungsmarkt. Dabei klagen eher katholische und Pro-Life Verbände wie die Aktion Leben über die  Situation in Wien. Es scheint etwas seltsam, dass dieStandard diesen Vereinen eine Bühne sam Spendenaufruf bietet, wo doch andere Teile der Redaktion möglicherweise dagegen Sturm laufen.

Das geschilderte Problem ist jedenfalls, dass der Eintritt in den privaten wie auch in den genossenschaftlichen Wohnungsmarkt aufgrund von hohen Kautionen und geforderten Einkommensnachweisen vielen AlleinerzieherInnen schwierig bis unmöglich ist. Den Hilfseinrichtungen stehen zwar eine begrenzte Anzahl an Interventionsmöglichkeiten zur Verfügung diese scheinen aber schon lange ausgeschöpft.

Die darunterstehenden Kommentare zeigen wohl wunderbar den Zynismus des Publikums einer „Wirtschaftzeitung“: Es wird geklagt über arme geknechtete WohungsbesitzerInnen, den gequälten Immobilienmarkt und die trotz ihres mutmaßlichen  Reichtums jammernden AlleinerzieherInnen in Substandard-Wohnungen.

Vortrag: Regina Bittner – Transit Spaces

11. Dezember 201219:00-19:00

© Transit Spaces, Bauhaus Kolleg Dessau

Im Rahmen der von Michael Hieslmair und Michael Zinganel veranstalteten indisziplinären Vortragsreihe „Mapping Mobilities“ spricht Regina Bittner über postsozialistische Urbanisierung entlang des Korridors Berlin – Moskau:

„Transitraum” ist eine Metapher für die überaus komplexen gesellschaftlichen und räumlichen Umbrüche in Mittel- und Osteuropa, die mit dem Zusammenbruch des „Eisernen Vorhangs“ verbunden sind. In Folge gesellschaftlicher Transformation in den ehemaligen sozialistischen Ländern und einem damit einhergehenden globalen Strukturwandel folgten radikale Veränderungen auch im urbanen Raum. Darüber hinaus hat die EU-Osterweiterung 2004 das komplexe Gefüge der Grenzgeografien in Osteuropa erneut radikal beeinflusst. Das Projekt des internationalen Bauhaus Kollegs V „Transiträume“ beschäftigte sich mit postsozialistischer Urbanisierung am Beispiel ausgewählter Stationen entlang des Korridors Berlin – Moskau. Den Forschenden boten sich überraschende Einsichten in die Neuformierung der Räume entlang der deutsch-polnischen Grenze, sie verfolgten veränderte Handelswege oder fragten nach der Neujustierung von Nachbarschaft und dem sozialen Sinn russischer Plattenbausiedlungen. In der darauffolgende Publikation wurden diese Studien durch Beiträge zum osteuropäischen Kapitalismus, zum Wandel der populären Kultur oder zu neuen Mustern von Re- bzw. Suburbanisierung ergänzt. Damit können die Fallstudien und Reflexionen nicht nur aktuelle Einsichten in die unterschiedlichen Transformationspfade dieser Städte vermitteln, sondern sie werfen auch die Frage auf, inwieweit sich hier bereits Prozesse im Zeitraffer vollziehen, mit denen die westeuropäische Stadtentwicklung in Zukunft konfrontiert sein wird.

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